Samstag, 19. Juni 2021

PAULAS CRUISE PACKLISTE




Rechtzeitig zur Reisezeit habe ich meine Cruise Packliste für Euch fertig gestellt. Bisher ist es nur die deutsche Version, an der englischen arbeite ich noch. 

Wer kennt es nicht, die Qual der Wahl, was nehme ich mit?

Ich packe nicht gerne Koffer, erstens habe ich danach immer Rückenschmerzen und zweitens habe ich zu viel mit und drittens garantiert das falsche. Ich ärgere mich jedes Mal darüber, obwohl ich immer Listen zum Abhaken erstellt habe.

Seit 2 Jahren packe ich meine nach der Marie Kondo Methode. Ich werde das Foto nachreichen, vielleicht gehe ich auch mal life damit. Durch diese Methode ist es besser und einfacher geworden und ein neues System hilft bei der Auswahl.

Auf jeden Fall folgen weitere Packtipps und Infos zu Kreuzfahrten.


Ich wünsche Euch eine schöne Cruise

Bleibt gesund!
Eure Paula


Compass Hier geht es zum Download meiner Packliste


🇬🇧 Just in time for the travel time, I finished my cruise packing list for you. So far it's only the German version, I'm still working on the English one. 

Who hasn't been spoiled for choice, what do I take with me on a cruise? I don't like to pack suitcases, firstly I always have back pain afterwards and secondly I have too much with me and thirdly, the wrong clothes are guaranteed. I get annoyed about it every time, even though I've always made lists to check off. 

For 2 years I am packing by using the Marie Kondo method. I'll hand the photo later, maybe I'll go life with it one day. This method has made it better and easier for me and my new system will help you choosing.

In any case, more packing tips and information about cruises will follow. 

I wish you a nice cruise 

Stay healthy! 
Yours Paula

Freitag, 8. Januar 2021

Das Meer - the sea


Das Meer

Ich schaue Dir in Dein grollendes Gesicht,
Du schleuderst mir entgegen Deine Gischt.
Dabei kenne ich Dich ruhig und sanft,
wenn das Schiff 'mal nicht so stampft.
Du Meer, wenn mich die Sehnsucht quält,
dann merke ich, daß Du mir fehlst!

Du Meer, unvollständig fühl' ich mich fern von Dir, 
träume ständig nur von Dir. 
Ich vermiss' das Tosen und Säuseln, in Deine Weite zu seh'n, 
wenn ich an der Reling steh'. 
Wie tut mir das Herze weh, 
wenn ich fern bin von Dir See.

© Constanze PAULA Hoffmann


Mehr Zitate und Gedichte von mir unter:


⇨ THE SEA ©️ CONSTANZE PAULA HOFFMANN
(I am sorry, unfortunately it doesn't sound so nice in English).

I look at your growling face
When you hurl your spray at me. 
I know you calmly and gently
when the ship isn't pounding like now.
You sea, when longing torments me
then I realize that I miss you so! 

You sea, incomplete I feel far from you,
always dreaming of you
I miss your roar and rustle, to look in the distance,
while standing at the railing.
How I feel my heart pain
when I'm far away from you sea.  


Ich wünsche einen schönen Tag
Constanze PAULA Hoffmann



Mittwoch, 23. Dezember 2020

Merry Christmas


Hallo meine Lieben,

 

es ist Zeit für ein paar nette Zeilen zur Weihnachtszeit. 

 

 Was ist Weihnachten?  

Es ist Zärtlichkeit für die Vergangenheit, 

Mut für die Gegenwart, Hoffnung für die Zukunft. 

Agnes M. Pahro

 

Hoffnung und Mut brauchen wir alle in dieser Zeit. 

 

Wir wünschen euch eine wunderschöne Weihnachtszeit und 

ein gesundes und glückliches Neues Jahr!

 

Weihnachtliche Grüße

 

Constanze Hoffmann

Montag, 10. August 2020

Mitternachtssonne auf der Hurtigrute

auf der MS Nordlys vom 03.06. - 17.06.2007 


Die Hurtigruten [hʉrtirʉtən] (norwegisch für Die schnelle Linie) ist die Bezeichnung für die traditionelle norwegische Postschiffslinie, die seit 1893 die Orte der über 2700 Kilometer langen norwegischen Westküste verbindet. Die kombinierten Fracht-, Passagier- und Kreuzfahrtschiffe fahren die Küstenlinie Norwegens zwischen Bergen und Kirkenes in sechseinhalb Tagen ab. Im Sommer passieren sie zusätzlich den Trollfjord und den Geirangerfjord. Die Hurtigrute ist heute neben ihrer eigentlichen Funktion als Transportmittel eine international bekannte Touristenattraktion. 


Tag 1 - 03.06.2007 Kiel - Norwegenkai 
Per Bus geht es nach Kiel zum Norwegenkai, dort beginnt ab 12.00 h die Einschiffung auf die Color Fantasy. Um 13.30 h geht es endlich los in Richtung Oslo, endlich wieder auf einem Schiff. Eine Fähre zwar, aber ich bin entzückt, mit Ihrer Gesamthöhe von 60,3 Metern und in Decks ist sie schon sehr beachtlich. Ich freue mich auf unseren Trip. Nachdem wir unsere Kabinen bezogen haben, inspizieren wir die Lokalitäten. Das Wetter spielt mit, die Sonne lacht, Herz was willst Du mehr.


Route Bergenbahn - Foto Wikipedia


Tag 2 - 04.06.2007 - Oslo nach Bergen
Nach dem Frühstück geht es von der Fähre per Bus zum Bahnhof von Bergen. Wir fahren mit der Bergenbahn, die als eine der höchsten Hauptbahnen Europas gilt, es ist auch die schönste Bahnstrecke Nordeuropas. 

Die Stadt gilt als die „regenreichste Großstadt Europas“. Am Abend fahren wir mit der Standseilbahn Fløibanen zum Aussichtspunkt Fløyen (320 m),  die Talstation liegt in der Nähe des Fischmarkts. Von dort oben haben wir einen schönen Blick über die Stadt.

Tag 3 - 05.06.2007 - Bergen - Einschiffung auf die M/S Nordlys
Heute geht es nach dem Frühstück auf eine 3 - stündige Bustour durch das schöne Bergen. Besonderes Augenmerk möchte ich auf das Hanseviertel Bryggen lenken, das von der UNESCO zum Weltkulturerbe erkärt wurde. Die Tour endet am Hurtigruten Anleger, dort soll unsere Einschiffung um 17.00 h beginnen. Die Einschiffung verzögert sich, es ist aber beruhigend zu wissen, dass die Nordlys nicht ohne uns abfährt. Gegen 20.00 h verläßt die Fähre Bergen in Richtung Norden gen Kirkenes.



Tag 4 - 06.06.2007 - Ålesund und Geirangerfjord
Durch Inseln und Schären fahren wir zum westlichsten Punkt Norwegens in Richtung Ålesund von dort geht es zum imposanten Geirangerfjord mit seinen steilen Felswänden. Diesen Abstecher machen die Hurtigrutenschiffe nur in den Sommermonaten. Es gibt heute die Möglichkeit auf 4 verschiedene Ausflüge u.a. die Grosse Panoramafahrt mit Ålesund. Nach einem kurzen Stopp in Molde
befahren wir von 23.00 - 01.00 h die offene Seestrecke genannt Hustadvika, bevor wir einen 15 minütigen Stopp in Kristiansund einlegen. Die Hustadvika ist ein 10 sm langer gefährlicher Abschnitt der norwegischen Küste mit mehreren Inseln und Riffen, wo sich schon mehrere Schiffsunglücke ereignet haben. 




Wir geniessen die Fahrt durch den Fjord und seine Sehenswürdigkeiten. Der Wasserfall die "Sieben Schwestern" - siehe unten - neben dem auf der gegenüberliegenden Fjordseite befindlichen Wasserfall der "Freier" (siehe oben - norw. Friaren) ist eine der Attraktionen im Geirangerfjord. 

In der Sage wird erzählt, daß der Freier eine der 7 Schwestern heiraten wollte, aber alle ablehnten. So griff der Bedauernswerte zur Flasche und wurde Alkoholiker. 




Tag 5 - 07.06.2007 -  die Königsstadt Trondheim
Wir haben einen 6 stündigen Aufenthalt in Trondheim, genügend Zeit um Besichtigungen zu machen. Die Zeit nutzen wir, um uns die Stadt auf eigene Kappe anzuschauen. Bei strahlenden Sonnenschein spazieren wir in Richtung Speicherhäuser am Nidelv im Arbeiterviertel Bakklandet und der Holzbrücke Gamle Bybroen. 

Am frühen Nachmittag passieren wir den Leuchtturm Kjeungskjær fyr und fahren danach durch den Stokksund, eine extrem schwierig zu passierende Meerenge, die nur bei gutem Wetter befahren wird. Ab 18.00 h durchfahren wir die nächste offene Seestreck namens Folda. Nach dem Abendessen halten wir für 30 min in Rørvik.




Tag 6 - 08.06.2007 -  Polarkreis und Lofoten
Am Morgen überqueren wir den Polarkreis, gegen Mittag legen wir in Bodø an.
Bodø hat heute nicht mehr viele historische Sehenswürdigkeiten, da ein Großteil der Stadt 1940 von der deutschen Luftwaffe zurstört wurde. Wir nutzen das schöne Wetter, um uns die Füße zu vertreten. Dann fahren wir weiter in Richtung Lofoten. Wußten Sie, daß die Landschaft viele Jahrhunderte karg und kahl war? Es gab nur noch wenige Bäume, weil die Bewohner die meisten Wälder für den Haus-, Schiffs- und Trockengestellbau abgeholzt hatten. Mittlerweile ist der Baumbestand in weiten Teilen der Lofoten wieder erheblich angewachsen. 

Wir befahren heute ein größeres Stück offene Seestrecke, den Vestfjord, er trennt die Inselkette Lofoten vom Festland. Am Abend erreichen wir Stramsund und gegen 21.00 h den Lofoten-Hauptort Svolvær. Wir besuchen das Magic Ice, in dem auch ein Hurtigrutenschiff als Skulptur steht. Um 23.15 h erreichen wir den Trollfjord. Die Einmündung des Trollfjords in den Raftsund ist nur 100 Meter breit, wir fahren hindurch und an der breitesten Stelle wendet die MS Nordlys.

Tag 7 - 09.06.2007 - Tromsø, das Tor zur Arktis
Am Morgen machen wir einen kurzen Stopp in Harstad auf der Inselgruppe Vesterålen. Um 10.15 h besucht uns Meeresgott Neptun zur Polartaufe. Kurz danach erreichen wir Finnsnes. Nachmittags bummeln wir durch Tromsø, dem "Paris des Nordens". 

Während das arktische Erlebniszentrum Polaria über die Polarregion und die Barentssee informiert, kann sich der Besucher im Polarmuseum über berühmte Polar-Expeditionen informieren. Beide Museen kann ich wärmstens empfehlen. Weitere Stopps am Abend und in der Nacht - Skjervøy, Øksfjord und früh am Morgen Hammerfest, das wir noch einmal auf der Rückreise besuchen.

Tag 8 - 10.06.2007 - Honnisgsvag / Nordkapp
Tag 6 an Bord - am Morgen ein kurzer Halt in Havøysund, das erst seit 1988 durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Von 11.45 - 15.15 h halten wir in Honningsvåg. Das Mittagsbüfett findet heute bereist ab 10.30 h statt, da der Nordkap Ausflug bereits um 11.50 h von dort startet. Auf dem Weg dorthin, machen wir einen Halt bei dem Samen mit seinen Rentieren, mit seiner Familie unterhält er einen Andenkenladen an der Straße zum Nordkap. Dort probiere ich zahlreiche Mützen und Helme auf, unter anderem die Elchmütze.


Das Nordkap (Nordkapplatået) ist ein steil aus dem Eismeer emporragendes Schieferplateau (Kap) auf der Insel Magerøya, es befindet sich auf dem Gebiet der nach ihm benannten Kommune Nordkapp. Das Nordkap mit 307 m Höhe liegt auf 71° 10' 16" nördlicher Breite, ist allerdings nicht der nördlichste Punkt Europas. Dieser befindet sich auf der Inselgruppe Franz-Josef-Land, der wiederum nicht als nördlichster Punkt des europäischen Festlandes gilt, da er auf einer Insel liegt. Nördlicher befindet sich Knivskjellodden auf 71°11'08". 

Das Nordkap präsentiert sich uns in übelster Laune, es ist einfach ungemütlich. Wieder auf dem Schiff  passieren wir um ca. 16.00 h den Vogelfelsen Sværholtklubben und eine Stunde später die Felsenformation "Die Finnkirche". Weitere Stopps finden in Kjøllefjord, Mehamn und Berlevåg statt. Heute serviert die Küche ein leckeres Meeresfrüchtebüfett.

Tag 9 - 11.06.2007 - Kirkenes
Nach Stopps in Vardø und  Vadsø halten wir zu einem längeren Stopp in Kirkenes, auch hier ist es grau und ungemütlich. Ich will ja nicht meckern, wir hatten bis auf gestern und heute immer strahlenden Sonnenschein. Da wir keinen Ausflug gebucht haben, erkunden wir den Ort bei schlechtem Wetter auf eigene Kappe. Da macht mir selbst shoppen keinen Spaß! Gegen 16.15 h erreichen wir wieder Vardø, bei Sonnenschein besuchen wir die Vardohusfestung

Tag 10 - 12.06.2007 - Honningsvag / Hammerfest
Jetzt sind wir auch ein südwährtsfahrendes Hurtigrutenschiff. Über Honningsvåg, Havøysund kehren wir zurück nach Hammerfest. Hammerfest galt lange als nördlichste Stadt der Welt, denn noch nördlicher liegt Barrow in Alaska. Obwohl Honningsvåg noch nördlicher liegt als Hammerfest, darf Hammerfest aufgrund einer Vereinbarung weiterhin mit dem Slogan "nördlichste Stadt Europas" für sich werben. In Hammerfest liegt der legendäre Eisbärenclub, bei dem wir natürlich auch Mitglied sind.


The Polar Bear Society / Der Eisbärenclub auch bei Facebook
 

Rechtzeitig zum Mitternachtskonzert sind wir in Tromsø, das in der
Eismeerkathedrale stattfindet. Hier ist ein Link zur Homepage der Kathedrale.
Wir gehen stattdessen in eine Kneipe, die wie eine Stassenbahn eingerichtet ist. Damit der Eindruck verstärkt wird, läutet in unregelmäßigen Abständen eine Glocke und norwegische Durchsagen schallen durch die Bar. Witzig! Als wir gegen 01.00 h herauskommen, müssen wir die Sonnenbrillen aufsetzen.

Tag 11 - 13.06.2007 - Stokmarknes / Svolvær
Über Harstad, Risøyhamn, Sortland fahren wir nach Stokmarknes. Das Highlight dort ist das Hurtigruten-Haus, das neben einem Hotel im Stil eines Fahrgastschiffes auch das Hurtigrutenmuseum mit dem ausgemusterten Schiff MS Finnmarken beherbergt. Dieser Ort gilt als eine der Gründungsstätten der Hurtigruten, die im Jahr 1893 ihren Liniendienst aufnahmen. Wir haben dort nur von 14.25 - 15.15 h Zeit, aber ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Gegen 16.15 h fahren wir durch den Raftsund, die Wasserstraße zwischen Lofoten und Vesterålen. Um 17.00 h fahren wir wieder in den Trollfjord ein. Von 18.40 h bis 19.30 h liegen wir wieder in Svolvær. Nach dem Abendessen vertreten wir uns kurz die Füße in Stamsund.


Tag 12 - 14.06.2007 - Honningsvag- Hammerfest - Tromsö
Den Polarkreis überqueren wir genau um 09.28 h. Weiter geht es südwärts über Nesna, Sandnessjøen vorbei an der Bergkette (Fjellkjeden) an der die Wasserfälle "Die sieben Schwestern (De syv Søstre)" in den Fjord stürzen. Der Wasserfall die "Sieben Schwestern" ist neben dem auf der gegenüberliegenden Fjordseite befindlichen Wasserfall der "Freier" (norw. Friaren) eine der Attraktionen im Geirangerfjord. In der Sage wird erzählt, daß der Freier eine der 7 Schwestern heiraten wollte, aber alle ablehnten. So griff der Bedauernswerte zur Flasche und wurde zum Alkoholiker. Nach unserem Halt in
Brønnøysund fahren wir an den berühmten Berg (Fjellet) Torghatten vorbei, dessen Besonderheit ein in seiner Mitte etwa 35 Meter hohes und rund 160 Meter langes Loch ist. Vermutet wird, daß dieses entstanden ist durch Ausspülungen der Meeresbrandung, nachdem sich der Erdboden nach Abschmelzen der eiszeitlichen Gletscher angehoben hat. Nach dem Abendessen halten wir in Rørvik. Unzählige Dreizehenmöwen besetzen die alten Lagerhäuser als Brutkolonie, dementsprechend ist auch der Lärm.

Heute werden wir zu einem Farewell Abend von unserem Freund eingeladen, er zeigt uns seinen fast fertigen Film von dieser Reise. Von 22.00 - 24.00 h befahren wir wieder die offene Seestrecke Folda.


Tag 13 - 15.06.2007
Um 6.30 h laufen wir in Trondheim ein, nach dem Frühstück geht es zum Bahnhof. Von dort fahren wir mit der Bahn nach Oslo. Haben den Abend zur freien Verfügung gehen ins Egon. 

Tag 14 - 16.06.2007
Unser Hotel liegt genau am Hafen. Der Frühstücksraum ist übervoll und laut, so daß wir beschließen, uns ein Krabbenbrötchen am Hafen kaufen, frischer geht es nimmer. Wir finden ein nettes Cafe mit Hafenblickplätzen, so daß wir das Treiben aus der Nähe betrachten können. Meeresfrüchte, Fische aller Art und andere Waren werden dort angeboten. Wir werden am Hotel zu einer 3 stündigen Stadtrundfahrt abgeholt. Wir besichtigen die Skisprunganlage Holmenkollen oberhalb der Stadt mit dem Skimuseum am Holmenkollen sowie die Vigeland-Anlage im Frognerpark mit Skulpturen Gustav Vigelands.
Unsere Tour endet an der Color Line Anleger, ab 13.00 h beginnt die  Einschiffung. Um 14.00 h legen wir ab in Richtung Kiel. Wir geniessen das Auslaufen und später das letzte gemeinsame Abendessen an Bord.

Tag 15 - 17.06.2007

Nach dem Frühstücksbüffet legen wir um 9.00 h Kiel an, ein organisierter Bustransfer bringt uns dann nach Hause.

Die Informationen zu dieser Reise finden Sie unter >> 2012 Bergen - Kirkenes - Trondheim.


Den Beitrag habe ich bereits 2014 geschrieben und wundere mich gerade, daß ich ihn nie online gestellt habe. 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag
und bleiben Sie gesund!

Constanze Hoffmann


Samstag, 28. Dezember 2019

2019 Mit der LIBERTÉ von Amsterdam nach Lüttich (Liege)

- weiter geht es durch die Niederlande & Belgien







06.07. - 14.07.2019, Reise 12 / 19 - Dauer 9 Tage




1. Tag 06.07.2019 Samstag Amsterdam/ Osterdok - Uithoorn

Wir fahren nach dem Mittag nicht wie geplant nach Harleem wegen der Brückenzeiten und starken Verkehr nach Haarlem sondern über die Amstel zu dem kleinerem Ort Uithoorn

Das Mittagessen bestand heute aus Lauchsuppe, Rinderfilet mit einer Pfeffersauce mit französischem Cognac und Senf verfeinert, dazu Petersilienkartoffeln und Salat, Schokoladen-Palatschinken als Dessert. 

So erleben wir doch die schöne Fahrt durch Alt-Amsterdam. Für uns werden die alten Klapp-Brücken geöffnet. Wie unser Kapitän des historischen Schiffes schon sagte, am Wochenende sind die Grachten mit Schiffen übersäht. Die Brückenwärter fahren von Brücke zu Brücke, um die alten Brücken zu öffnen, dadurch entstehen wir ab und zu Wartezeiten für uns, denn viele Brücken haben nur eine Durchfahrthöhe von 2,50 m. 





Links und rechts liegen wunderschöne Hausboote, es regnet und wir sehen aufgespannte Schirme, Plastik-Regenhäute, die mich an die Niagarafälle erinnern. Die jungen Leute machen trotz Regen Party auf den offenen Booten. Zur Kaffeezeit passieren wir Ouderkerk an de Amstel. 
Wir erreichen eine große Kirche in Nes San de Amstel, ab hier regnet es wieder, als wie sie passieren sehen wir, dass es eine große Klosteranlage ist. 

Sichtungen: Blässhühnchen mit Jungen, Silbermöwen, Lachmöwen, Haubentaucher, Nilgänse, Höckerschwan auch als Tretboote, Stockenten, Graugänse, Storch, Nebelkrähen, Kormorane, Graureiher, Strassentaube, Rauchschwalben.

Impression aus Leiden 

2. Tag Sonntag 07.07.2019 Sonntag Uithoorn nach Leiden

Jeden Tag neue Mückenstiche, so stark zerstochen war ich seit Jahren nicht mehr. Wir starten um 09.00 h, es geht durch die erste Brücke. Heute ist es wieder grau und kühl. Gemächlich schippern wir durch die Amstel (Fluss) an schönen Häusern vorbei. Es nieselt wieder kurz, während ich 2 Kormorane beobachte, die immer wieder neben dem Heck der LIBERTÉ im Wasser landen, wohl um aufgewirbelte kleine Fische zu fangen. 
Ich genieße die vorbeiziehenden Orte und flache Landschaft, hier versperren keine Deiche den Blick auf das weite Land. Ich beobachte kleine Blässhühnchenjunge, die über die Seerosen am Ufer laufen, gut behütet von dem Elterntier. Ich sehe Spatzen kurz vor der Schleuse - der Tolhuissluizen, ab hier beginnt der Aarkanaal

Wir fahren durch ein Gartenanbau-Gebiet. Ein Bauer scheint Alpakas zu züchten, die kann ich allerdings nicht mitzählen, da sie als Haustiere gelten. Immer wieder sehen wir die großen Gewächshäuser am Ufer, einmal ist genau daneben ein Golfplatz. Captain scherzt, dass das wohl nicht ganz optimal ist. Wir passieren gerade die Aardammerbrug. Die wunderschön bepflanzten Vorgärten sind eine Augenweide, Hortensien und Rhododendren in den schönsten leuchtenden blau und rosa Farbabstufungen strahlen um die Wette.

Um 11.55 h kommen wir nach Alphen, hier wurde die LIBERTÉ gebaut. Das Werftgelände Falcon gibt es nicht mehr. Ich mache ein Foto von dem Platz mit der Hochbrücke Alphen im Hintergrund. 
Die Häuser stehen direkt am Kanal, die Terrassen hängen oft etwas darüber und sind mehr oder weniger schön. Wir passieren gerade die orange Klappbrücke, dahinter liegen die schönsten Villen, eine heißt ANTOINETTE mit hübschen hellblauen vergoldeten Reichsäpfeln. An der Woubrugsebrug beginnt der Ort Woubrugge, auch hier ist ein Haus schöner als das andere.

Das Menü heute: Ziegenkäse mit Ziegenkäse mit Ruccola, Balsamico und Honig-Pinienkernen, dann Kabeljau mit Dillsauce, Erbsenpüree und gegrillten Cherrytomaten, Dessert ist Erdbeercocktail. 
Zur Mittagszeit fahren wir durch Kaag, auch ein zauberhafter Ort. Hier scheint die Einflugschneise für Shiphol zu sein. Die schönen Seen wie der Kaagerplassen sind künstlich angelegt, der Liegeplatz in Leiden liegt im ehemaligen Burggraben. Die sternförmigen Angelegten Verteidigungsanlagen sind von einem Kanal umrundet, der für den Transport der Waren genutzt wurde und jetzt für Rundfahrten. 




Wir gehen in die Stadt und hören Lifemusic, es spielt die Soulcoverband (Website) auf einem Boot, im Schubverband mit einem kleinen Dampfschiff dahinter. Zwei Sängerinnen und jede Menge Blech, ich mache Videos und poste sie bei Instagram. Wir gehen in die Innenstadt, auch dort spielen Bands auf dem Wasser. In einem Restaurant sitzen wir genau vor der Band und genießen das Abendessen bei Musik. Das Event nennt sich WOODSTOCK in Leiden 🎸WOODSTOCK op het water (auf dem Wasser). Alle Menschen tragen "Flower Power" Klamotten und einige auch orange, denn heute spielt ihre Nationalmannschaft und verliert leider. 

Sichtungen am Sonntag: Blässhühnchen am Morgen, d.h. die ganze Nacht ein Gepiepe und Gepfeife vor unseren Bullaugen. Nebelkrähe, Kormorane, Haubentaucher, Stockenenten, Rauchschwalben, Strassentaube. Endlich mal wieder ein Schilfbewohner, der Seggenrohrsänger, Wildbienen schwirren im Schilf zwischen den Blüten hin und her. Spatzen kurz vor der Schleuse - der Tolhuissluizen. Lachmöwe, Graureiher, Blässhühnchenjunge in allen Altersstufen, Kohlweißling, HAHN auf einer Art Hundehütte, wieder eine weiße Stockente, Fasan auf der 2. Golfplatz, Nilgänse, Mäusebussard. 

3. Tag Montag 08.07.2019 Leiden - Delft - Rotterdam

Die Brücken heben sich heute erst ab 09.00 h, vorher können wir unseren Liegeplatz nicht verlassen. Wir starten um 09.50 h, eigentlich wollten wir auf die andere Seite verholen, um Wasser zu Bunkern. Die zwei Schiffe auf der anderen Seite wollten zu dieser Zeit die Pier verlassen und deren Passagiere auf Radtour. 
Allerdings scheint die wegen des Regens auszufallen. 

So starten wir halt später, Captain zahlt noch beim Hafenmeister und ab geht es durch die Klappbrücke, gebunkert wird spätestens in Rotterdam unserem heutigem Tagesziel. Wir nehmen einen alten Wasserweg, auf dem die großen Schiffe nicht verkehren. 

Um 10.30 h passieren wir einen sehr alten Bauernhof bei Voorschoten, an der Vorderseite steht Oost-Vliet. Dann fahren wir an Rijn auf Steuerbord vorbei, in dieser Richtung liegt auch Den Haag, offiziell die Hauptstadt der Niederlande.




Ich bin überrascht über die großen Ansammlungen von Gänsen, mit den Jungtieren sammeln sie Kraft für den Vogelzug im Herbst. 
Wir sehen zwei Mühlen, ein Windpumpwerk, durch Windkraft angetriebenes Pumpwerk kurz vor Leidschendam, das andere ist die Sägemühle de Salamander. 

Den pittoresken Ort können wir entspannt in der alten Schleuse genießen. Hier sitzen die Gäste teilweise auf dem Gelände der Anlage, bei uns undenkbar. Ich finde die Holländer sowieso recht relaxed.

Zum Mittagessen wird uns Brokkolicremesuppe, dann Putenbrust in Currysauce mit Ananas mit Zuckerschoten und Kartoffelpüree mit Honig serviert, danach eine Schokocreme. 

Kurz danach legen wir in Delft am Hooikade an, hier kann Captain Wasser bunkern. Von hier läuft man etwa 15 min zum Stadtzentrum mit dem großen Marktplatz, gut ausgeschildert und an dem hohen Kirchturm zu erkennen. 16.30 h wird die Gangway eingeholt und wir starten um 16.40 h zu Kaffeezeit in Richtung Rotterdam. Wir sehen die Mevlana Moschee auf Backbord und fahren durch Klappbrücke Mathenesserbrücke, die geschlossen eine Höhe von 4 m hat.



Der Liegeplatz stand noch nicht fest, wir sehen schon den Euromast mit seinem Lift, er ist etwa 10 min Fußweg vom Liegeplatz entfernt. Gegenüber liegt das Restaurant und Café De Machinist mit WiFi.
Das WiFi funzt und wir können endlich Apps laden. Auch an Bord geht es prima. Das Essen schmeckt und das Lokal ist ansprechend. 

Sichtungen zum Start der neuen Woche: Stockenenten, Silbermöwen, Dohlen, Rabenkrähen, Blässhühnchen, Silberreiher, Nonnengänse, Rauchschwalben, Haubentaucher, Austernfischer, Höckerschwäne, Kormorane, Lachmöwen, Elster, Spatz, Amsel, Graugänse, Kolbenenten, Kiebitze, Störche, Bachstelze, Felsentaube, Nilgänse, Graureiher, Kuhreiher. 

Rijn-Schie-Kanal 16 km 1 Schleuse, Delfse- und Delfshavense Schie ca. 25 km, Oude Rijn 6 km 

4. Tag Dienstag 09.07.2019 Rotterdam - Dordrecht - Willemstad

Wir fahren später los wegen der Schleusenzeiten der Parksluizen, bei der Rundfahrt im Hafen scheppert es. Die Taxiboote verursachen starken Schwell, bei Wenden kracht es richtig. Ein paar Gläser erleiden Schiffbruch. Bis hier wirken sich Ebbe und Flut von der Nordsee aus. Wir sehen die A-ROSA SILVA auf Backbord und einen Ölplattformversorger subsea 7 namens Seven Vega mit Heimathafen Douglas. Vorbei an der Skyline geht es an etlichen Werften, die die Ufer Backbord und Steuerbord säumen, vorbei in Richtung Dordrecht, eines der ältesten Städte der Niederlande. Auf einem Werftgelände liegt "Seaship Spartacus Antwerpen imo 9834404" ein Saugbagger. 




Von der Noord biegen in die Rietbaan, Captain nimmt Kontakt zum Hafenmeister von Dordrecht auf, wir bekommen einen schönen Liegeplatz im Wolwevershaven. Dort haben wir 1,5 Stunden um die historische Altstadt zu erkunden. Hier liegen viele schöne historische Dampf- und Segelschiffe. Am Hafenbecken an der alten Kirche steht eine Metall-Giraffe, es gibt auch ein Kinderbuch darüber und eine Buchhandlung (Website). Was nun aber zuerst da war? Keine Ahnung. 





Der Lunch bestand heute aus Krabbencocktail, hatte eher Suppencharakter mit Zwiebel und Knoblauchscheiben in Sahne, Szegediner Gulasch mit Böhmischen Knödel nach Fritz‘ Oma, für mich wegen des Paprikas Hühnchengulasch in Tomatensauce, als Dessert Milchreis mit Apfelmus.

Nach dem Mittagessen legen wir pünktlich ab zur Festungsstadt Willemstad am Hollandschen Diep. Der Yachthafen ist einer der schönsten in Holland, die Yachten geben schon was her, es waren nicht die kleinsten. 
Wir gehen spazieren und kaufen uns noch einen Pulli und ein Polohemd, trinken ein Bier in der Sonne. In dem Restaurant kann sogar Carpaccio fliegen, es ist auch sehr laut. Steffen geht in das Restaurant Vista und reserviert dort einen Tisch für 19.00 h, ist begeistert, weil gleich nach Allergien gefragt wird. 
Das Ambiente ist ansprechend, dezente Loungemusik spielt. Die Kellner servieren uns drei kleine Leckereien, wie Blumenkohl-Lolli, eine Art Wantan mit Füllung und Polentawürfel, dann erst kommt das Amuse mit Duo vom Lachs. Die gewählten Speisen sind alle dekorativ angerichtet und sehr delikat, als Abschluss wählen wir eine Käseplatte. 

Sichtungen: Kormorane, Lachmöwen, LIBELLE, GIRAFFE, Spatz, Rauchschwalben, Höckerschwäne, Blässhühnchen, Stockenenten, Silbermöwen.

Nieuwe Maas 10 km, Noord 9 km, Oude Maas 4 km, Dortse Kil 9 km, Hollandse Diep 18 km 


Willemstad Impressionen


5. Tag Mittwoch 10.07.2019 Willemstad - S'Hertogenbosch

Heute legen wir um 09.00 h ab, über das Diep fahren wir zurück in Richtung Osten. Auf Steuerbord passieren wir die wieder die gewaltigen Industrieanlagen von Moerdijk, danach wird es wieder gemütlich. Wir befahren jetzt die Amer, ein Mündungsarm zum Rheindelta gehörend. Das Wetter ist bis Mittag angenehm, sonnige Abschnitte mit einigen Wölkchen, dann scheint es sich zuzuziehen. 
Wir sehen drei Militärhubschrauber und einen gelben, die über uns bei Waalwijk hinweg fliegen. Industrie und Natur wechseln sich ab, immer wieder gibt es kleinere Orte mit Häfen. 




Ich wundere mich über eine normale weiße Hausgans in einer Gruppe Kanadagänse, wir scherzen, sie hat wohl kein Bock auf Weihnachten. Die Innenstadt unseres heutigen Zieles S'Hertogenbosch erreichen wir, indem wir am Nachmittag ein Stück der Zuid-Willemsvaart befahren. Wir haben 58% Regenwahrscheinlichkeit, am Abend Vorausschau 91 %. 

Sichtungen zur Wochenmitte: Lachmöwen, Rauchschwalben, Höckerschwäne, Blässhühnchen, Mäusebussard, Nilgänse mit Jungen, Nebelkrähen, Kanadagänse in einer Gruppe mit einer normalen weißen Hausgans, Graureiher, Flussseeschwalbe, Haubentaucher, Storch, Felsentaube, Elstern, Amsel, erst am nächsten Tag aufgelöst junge Teichhühner.

Hollandse Diep 18 km, Amer 8 km, Bergse Maas 25 km, Maas 12 km, Zuid- Willemsvaart 7 km 1 Schleuse 

6. Tag Donnertag 11.07.2019 S'Hertogenbosch bis irgendwo auf der Strecke

Statt 09.00 h starten wir erst um kurz nach halb 10.00 h, die Schleuse öffnet pünktlich um 10.00 h. Wir müssen rückwärts die 7 km auf dem Zuid-Willemvaart zurück, um dann auf der Maas weiter zu folgen. Ein entspannter Tag auf dem Fluss mit Windmühlen, die aus der Ferne grüßen, wenige Schleusen bieten Abwechslung. Das Teichhühnchen nutzt die LIBERTÉ als Kletterbaum zum Unmut des Captains, der gestern und heute geputzt hat und fährt ein kleines Stück mit. 




In der Schleuse begrüßt uns der Bordhündin Posta des Flussschiffes Merwestroom, an dem wir längsseits gehen. Die Ufer ziehen an uns vorbei, immer wieder sieht man Kuhherden am Wasser stehen, einige suchen Schutz unter Bäumen vor der Sonne, die endlich wärmend scheint. Ich schmunzle schon, da einige sagen, es sei zu heiß an Oberdeck. 

Zeitig gibt es heute Mittagessen: Melone mit Parmaschinken und Himbeerbalsamicocreme, Ragout von Rind und Kaninchen mit Pilz-Rotwein-Sauce dazu Romanesco und Basmatireis und als Abschluss Panna Cotta.
Schon zum Mittag Gewimmel in der Schleuse, ich sage Cappuccino kommt, das passt, denn der erste wird serviert und gleichzeitig geht eine Yacht mit dem Namen längsseits. Am Nachmittag passieren wir die Maas-Waal-Kanal Mündung, von hier kann man bei Nijmegen den Rhein zu erreichen. 

Wir suchen uns eine schöne Stelle an unserer Strecke für den Abend und die Nacht. Das Wetter ist stabil und wir wollen Grillen. Es gibt lecker Kalbsfilet und -Würstchen, Fritz hat Kartoffelsalat und grünen Salat gemacht und der Captain gibt die Getränke dazu aus. Das Wetter spielt mit, trotz Prognose bleibt es trocken und ist angenehm von der Temperatur, da es windstill ist. Es gibt einen schönen Sonnenuntergang. Wir genießen den schönen Sommerabend. 





Sichtungen: Ein Teichhuhn mit grünen Füssen, Lachmöwen, Blässhühnchen mit jungen schauen am Bullauge vorbei, die Gänse- und auch die Entenschar, sie werden mir fehlen. Jetzt zeigen auch die weißen Wildgänse ihre vier Jungen. Nebelkrähe, Haubentaucher mit 2 Jungen, Kormorane, Graureiher, Kühe am Ufer und im Wasser werden nicht gezählt, sowie der Maulesel und das Pony auf der Weide ebenfalls nicht. Flusspferde (Scherz 5 Pferde im Wasser), gemeine Wespe, Stubenfliegen, natürlich Mücken und diese fiesen Stechfliegen, Bachstelze, Mäusebussarde, Höckerschwäne, Kohlweißlinge, Graugänse, Nilgänse, Kanadagänse, Trauerschwäne oder auch Schwarzschwan. 

Zuid-Willemsvaart 7 km 1 Schleuse, Maas ca. 80 km ca. 3 Schleusen 

7. Tag Freitag 12.07.2019 Mook - Roermond

Um ca. 08.00 h legen wir heute ab, es regnet heute, es scheint, dass die Wetterprognose leider stimmt. Ab der ersten Schleuse scheint die Sonne und noch eine Zeit danach. Die Schleuse Sluis Sambeek hat drei Kammern. Auf der Maas geht es zu wie auf einem Güterbahnhof, uns kommen sehr viele Frachtschiffe entgegen. 

Wir sehen an der Strecke, dass die Deiche erhöht werden. Selbst in Mook wurde eine Schutzmauer errichtet, aber schön passend zu der Kirchenmauer. 
Um die Mittagszeit passieren wir Venlo, die deutsch-niederländische Grenze verläuft hier in nur ca. 4 km Entfernung parallel zur Maas. Die nächste größere Stadt ist Krefeld in etwa 25 km landeinwärts. 




Unser Mittagessen am Freitag: Zwiebelsuppe, Lachs mit Zucchini und gelben angebratenen Paprika, Senfsauce und Kartoffeln, danach Creme Brülee. 
Es wird auf einmal sehr windig. Um 14.40 h sagt Steffen, es ist Gewitter angesagt, in dem Augenblick blitzt es auch schon. Ich mache ein Foto von Kühen auf dem Deich, die dastehen wie die Hühner auf der Stange. 
Unser heutiges Ziel heißt Roermond, eine hübsche Stadt in einem größtenteils künstlich angelegten Wassersportgebiet. In den Geschäften und Restaurants viele Deutsche, auch haben viele hier ein Boot liegen, auf den Maasplassen gibt es unzählige Yachthäfen. Die vielen ehemaligen Baggerseen sind alle miteinander verbunden. 




Zur Kaffeezeit erreichen wir unseren Liegeplatz gegenüber des Natalini Turmes, dem 63 m hohen Büroturmes nach einem Entwurf des Architekten Adolfo Natalini und dem Architektenbüro Abken Schrauwe. Wir gegen an Land an einem Hausboot vorbei, dass ein wenig an eine Hütte in den Bergen erinnert. Wir spazieren zum Marktplatz und ich kaufe mir 2 Blusen und eine Stola. 
Dann suchen wir uns ein Restaurant zum Abendessen und wählen das Aruna Cuisine am Kraanpoort 1. Es ist von außen ansprechend und wir werden gleich nett willkommen geheißen. Die Karte ist überschaubar, wir wählen orientalische Vorspeisen in Gläsern und indische bzw. thailändische Hauptgerichte. 

Sichtungen: Graureiher, Spatz, Rauchschwalben, Graugänse, Nilgänse, Nebelkrähen, Kormorane, Lachmöwen, Kanadagänse, Stockenenten, Bachstelzen, Austernfischer, Felsentaube, am Vormittag Biber durch Captain entdeckt, leider nur unscharfes Foto. Rabenkrähen, Trauerschwäne. 
  
Maas ca. 70 km 3 Schleusen 

8. Tag Samstag 13.07.2019 Roermond - Maastricht - Lüttich 

Gegen 7.00 h legen wir ab und fahren noch ein Stück durch das Wassersportgebiet, dann kommt schon die erste Schleuse, ich bin noch im Bad. Die zweite Schleuse hat einen Hub 9,8 m, ab hier (Maasbracht) fahren wir auf dem Julianakanaal. Die Maas begleitet und in einiger Entfernung, sie folgt ihrem uralten Lauf über und ist in diesem Abschnitt nicht schiffbar. 
Ich bin begeistert, hier haben sie Doppel- oder sogar dreifache Schleusen. Nicht wie bei uns in Deutschland, wo alles blockiert ist, wenn das Schleusentor einmal kaputt ist. 



Zum Mittag halten wir in Maastricht, hier bunkert Captain und schauen und wir die Stadt an, Holland hat schöne Geschäfte. Als wir in Richtung Schiff spazieren, sehen wir eine dunkle Wolkenwand auf uns zugekommen. Captain verholt zurück an den Steg und wir können vor dem Regen an Bord gehen. Es ist schwül, ich packe schon einige Sachen zusammen, morgen ist schon Ausschiffung. Schnell noch geduscht.
Zur Kaffeezeit legen wir ab, es gibt Kaffee und Schokokuchen. Ab geht es jetzt Kurs Lüttich, die letzten Kilometer sind normalerweise schnell geschafft. Auf dem Weg dorthin dominiert Industrie das Bild, riesige Hafenanlagen sind am Ufer entstanden. 
Nur noch eine Schleuse ist an der Grenze zu passieren, aber leider lässt uns die kleine Maus mit der angenehmen Stimme (Maus frz. Souris) 50 min vor der Schleuse Lanaye (Ternaaien) warten. Wie im Spiel „Tetris“ werden die Schiffe in der Schleuse verteilt. Irgendwie dauert es ewig, bis das Schleusentor schließt, gemächlich steigen wir die ca. 10 m nach oben, insgesamt 1 1/2 Stunden Wartezeit.

Foto Steffens Handy des letzten Stücks

Lüttich ist eines der Industriezentren Belgiens. Wir haben nach der Schleuse jetzt noch 20 km vor uns. An viel Industrie und Industrieleichen geht es vorbei, viele Brücken zum Teil mit cooler Graffiti wie der Gorilla. Ein Denkmal steht im Fahrwasser ???

Wir fahren an hässlichen Wohnsilos vorbei. Nicht wirklich schön, es sieht dunkel aus. Wir gehen direkt zu dem Restaurant am Anleger, es sind leider nur noch Plätze draußen frei. Wir bestellen Rotwein, nehmen einen Schluck, da fängt es an zu gießen.
Die Tischdecke und auch die Stühle am 6-er Tisch sind klatschnass. Ein anderes Pärchen von Bord findet einen 2-er Tisch unter einen der Sonnenschirme. Es sind Ständer mit vier einzelnen Schirmen, die die Wassermassen in den Zwischenräumen durchlassen. Der Regen stoppt, wir bestellen und setzen uns enger zusammen. Steffen opfert sein Wasserglas, das zweimal voll ist. Unsere eigene Fontäne am Tisch. Das Essen ist prima, wir gehen aber danach gleich wieder an Bord und sitzen draußen. 

Sichtungen: Höckerschwäne, Lachmöwen, Graureiher, Mäusebussarde, Flussuferläufer, Stockenenten mit Jungen, Kohlweißling, Felsentaube, Blässhühnchen. 

Maas (Roermond-Maastricht) 7 km 1 Schleusen, Maas (Maastricht-Lüttich) 33 km 1 Schleuse so ungefähr...

9. Tag Sonntag 14.07.2019 Abreisetag

Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen, unser Großraumtaxi ist bereits gestern für 10.00 h bestellt worden. Wir sind die ersten von Bord, die aufbrechen, 2 Pärchen fahren mit uns im Zug in Richtung Heimat.

FAZIT der Reise: Das Wetter hatten wir uns anders vorgestellt, es war kälter und ungemütlicher als wir gedacht haben. Wir waren sehr begeistert von Holland!

Vaarwel 👋  tot de volgende keer!! 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag
©️ Constanze Paula Hoffmann