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Freitag, 28. Dezember 2018

Ein frohes Neues Jahr 2019









Your goals are the road maps that guide you 
and show you what is possible for your life 
@ Les Brown

Wünsche und Ziele hat wohl jeder, in den letzten Jahren hört man immer wieder den Begriff Bucketlist. Ich konnte erst garnichts damit anfangen. The Bucketlist ist der Originaltitel des US-amerikanischen Films: Das Beste kommt zum Schluss, von Rob Reiner (2007). Spätestens seit diesem Film ist der Begriff in aller Munde. 

Diese Liste mit Dingen, die man noch nie in seinem Leben gemacht hat, aber gerne noch machen würde, bevor man von dieser Erde geht. 

Ich habe lange überlegt, was ist wirklich wichtig, was möchte ich machen? Was möchte ich noch gerne sehen? 

Ich habe mich auf einer Reise mit einem Kapitän unterhalten, der mich nach weiteren Wunschzielen fragte. Ich nannte sie ihm prompt. Er fiel mir ins Wort und sagte, ich würde Reiseziele nur abhaken. Ich war bestürzt, denn abhaken - das klingt so wie Einkaufsliste abhaken, irgendwie abfällig. Denn ich liebe es, Land und Leute kennenzulernen, ich bin offen für andere Kulturen. 

Ich bin sehr dankbar, denn auf unserer letzten Reise habe ich ein paar neue Ziele 'erreisen' können, das finde ich, klingt doch viel netter.

Dennoch es gibt ein paar Dinge und Orte, die ich gerne erleben bzw. sehen möchte:
  1. Angkor Wat 
  2. Borneo
  3. Halong Bucht Vietnam
  4. Machu Picchu
  5. Madagaskar
  6. Petra
  7. Rainbow Mountain Peru
  8. Réunion 
  9. Schnorcheln mit Seekühen
  10. Schnorcheln mit Walhaien

So ungefähr.... 

Aber viel wichtiger ist der Weltfrieden, einfach netter zu anderen Menschen zu sein, Hilfe anzubieten und, und, und....

Wie können wir unsere Welt schöner machen?


Taschen voller Träume 
Am Ende des Jahres gleiten wir
in noch leere Räume,
leise und beinahe ohne Sprache,
doch die Taschen voller Träume.
(© Monika Minder)


Mit diesem netten Gedicht gefunden bei weihnachtsgedichte-sprueche.net, möchte ich Ihnen allen ein gesundes und friedliches Jahr 2019 wünschen.


Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag 
©️ Constanze 'Paula' Hoffmann




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Dienstag, 8. Dezember 2015

Advent, Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit!
Rainer Maria Rilke
 

Mit diesem Vers von Rainer Maria Rilke wünsche ich Ihnen eine besinnliche und friedvolle Adventszeit. 

Back in town - ich bin pünktlich zum Nikolaustag von meiner Antarktisreise zurückgekommen und werde mich die Tage daransetzen, meine Erlebnisse und meine besonderen Momente hier zu publizieren. Sie beginnen mit den Eindrücken der Reise von Bremerhaven nach Teneriffa oder auch auf der Suche nach dem schwarzen Schwein.

Anbei ein paar Impressionen der einzelnen Reiseabschnitte:

La Coruna - 25.10.2015 auf der Suche nach dem schwarzen Schwein - Teil 1
Teil 2 - Freipassage für 2 Reiher von den Kapverden nach Rio de Janeiro

Mitten auf dem Atlantik - Rudergänger der MS Hanseatic für 1 sm
Antarktis Teil 3 - 23.11.2015 Junger See-Elefant in Moltke Harbour / Süd Georgien

22.11.2015 Strandspaziergang Salisbury Plain - Königspinguine ud Pelzrobben 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag
© Constanze Hoffmann
 
 

Freitag, 3. Juni 2011

Das Abenteuer Nordwestpassage 2009 - Teil 2

 .. und weiter geht es von Gjoahavn nach Reykjavik 

Bildquelle Route aus dem Buch der Kapitäne

Tag 13 - 24.08.2009 - Kurs Larsen Sound - dem Eis entgegen

Endlich haben wir heute Eisberührung, ich erschrecke durch die schabenden Geräusche. Ab und zu sehen wir Robben, die bei dem schönen Wetter sich auf den Schollen von der Sonne durchwärmen lassen. Am heutigen Abend ist Mittelgala oder auch Bergfest genannt. Natürlich zum Abendessen, wie sollte es auch anders sein,  sehen wir auf dem Eisfeld vor uns Eisbären, ein Mutter mit 2 Kleinen und 2 Einzelgänger. Einer der Einzelgänger ist sehr nah an unsere Hanse herangekommen. Mit Verzögerung wurde dann das Essen weiterserviert. Am Abend spielt Claus Debusman seine SEErenaden, eigene Kompositionen rund um die See. Wussten Sie eigentlich, daß er wunderbar eine Möwe imitieren kann? :)) Ein wundervoller Tag mit einem grandiosen Abendhimmel geht zu Ende, hier haben die Sonnenauf - und Untergänge einen besonderen Reiz zu haben. Kurs Fort Ross - 286 sm. 1,5°, 0,5°, 1026 hPa, 3 Beaufort, bedeckt, SA 5.11 h. SU 21.54 h.

Tag 14 - 25.08.2009 - Kurs Resolute/ Franklin Strait

Um 9.00 h erreichen wir Fort Ross, unsere Ausbootung verzögerte sich wegen eines Eisbärs, der direkt in die Bucht schwamm. Wir wurden Gruppenweise ausgebootet, mussten unsere Schwimmwesten anbehalten und durften uns nur in einem abgegrenzten Gebiet bewegen. Unsere Zodiacs blieben als Fluchtfahrzeuge am Strand, Safety first! Das Resümee bis jetzt, eine ziemlich gute Ausbeute: 19 Eisbären ingesamt, diverse Robben, Narwale und diese riesige Herde Walrösser. Expedition pur - Tiere und Eis! Gegen 22.00 h zurück an Bord, stoppen plötzlich die Maschinen, eine Yacht aus Georgetown bittet um See -und Eiskarten für ihren Trip nach Nome.  5°, 0,5°, 1027 hPa, Windstärke 4, SA 5:01, SU 22:12 h.

Tag 15 - 26.08.2009 - Resolute/ Cornwalls Island und Beechey Island/ Barrow Strait

Resolute, alles schläft? Ein paar Hunde trollen gelangweilt durch die Straßen. Zwei LKWs fahren auf den wenigen Straßen auf und ab. Es wirkt wie ausgestorben, nicht einmal ein Fischer - "resolute" Stille :) Dabei haben wir uns auf das coole T-Shirt gefreut: Resolute ist nicht das Ende der Welt, aber man kann es von hier aus sehen! Enttäuschend! Weiter geht es nach Beechey Island - Entfernung 57 sm. Um 15.00 h halten wir an den Resten des ehemaligen Winterlager Franklins - Northumberland House, eine Zeremonie zu Ehren von Sir John Franklin ab. Unser Kapitän Thilo Natke steckt eine Namensliste aller Mitglieder dieser Expedition in eine Metallröhre, die vorher der Kapitän der Bremen dort hinterlegt hat. Danach wandern wir durch das Geröll zu den Gräbern der ehemaligen Mannschaftmitgliedern der damaligen Expedition. Weiter geht es nach Dundas Harbour/ Nunavut/ Kanada - 161 sm. 5,5°, 4°, 1027 hPa, 88%, NW3, heiter, SA 4.38 h, SU 21.48 h. 

Tag 16 - 27.08.2009 - Dundas Harbour/ Devon Island/ Nunavut

Heute habe ich die fehlenden Seemeilen auf der Brücke erfragt und dabei mit dem Ersten, dem Kapitän und dem Doc eine wenig Smalltalk gehalten. Cambridge Bay - Gjoahavn 260 sm, Gjoahavn - Sichtung Eisbären auf Eisfeld Larsen Sound 211 sm.
Heute war "Eiszeit" bei starken Seegang, der Sturm kam plötzlich (Böen mit Windstärke 9 -10) und schon gab es überall auf den Gängen die erste Tütendeko. Am Abend war Recap mit den Lektoren und Nordwest Passagen Party, wir stoßen auf die erfolgreiche 8. Durchquerung an. Der Kapitän dreht das Schiff, damit es ruhiger liegt. Die Dekoration am Pooldeck mit Eisbär und Co ist wieder gelungen. Am Abend gab es den ersten Regen seit unserer Einschiffung in Nome. 6.00 h - 8°, 5°, 1018 hPa, 70%, WNW 3, heiter, SA 4.54 h, SU 21.45 h, ab 13.00 h Kurs Ummannaq/ Grönland - 596 sm.

Tag 17 - 28.08.2009 - Auf See
Am Mittag gab es ein leckeres Tapasbüffet, ich geniesse diesen Seetag. Lese und lasse einfach die Seele baumeln, am Abend gibt es ein Roald Amundsen Abendessen. 7,5°, 4,5°, 1021,5 hPa, Windstärke 2 - 3, Sonne, SA 5:15 h, SU 21.11 h

Tag 18 - 29.08.2009 - Ummannaq/ Grönland

Parka Kapuzen tun es auch :))
Heute ist am Vormittag Recap, da wir ab 12.00 h mit den Tenderbooten in den Ort übersetzen. Trotz der Bestätigung ist alles geschlossen. Etwas später öffnete ein kleiner Souvenirladen, das war es dann. So geht es dann etwas enttäuscht in Richtung Ilulissat/ Grönland - 195 sm. Am Abend herrscht Megastimmung bei der Rock'n'Rollshow von Mr. Redshoe, fast jeder hat ein rotes Accessoire. 8,5°, 6,5°, 1015 hPa, Windstärke 4 - 5, Sonne, SA 5.46 h, SU 21:34 h.

Tag 19 - 30.08.2009 - Ilulissat/ Grönland - Kreuzen Diskobucht

Das wasserstoffblonde Ding bin ich
Beim Einlaufen so gegen 8.00 h rammen wir einen Growler. Ein Growler ist ein Eisbrocken in der Größe zwischen Eisscholle und Eisberg, der aber immerhin groß genug ist, um einem Schiff gefährlich werden zu können. Wir gehen zu Fuß zu dem Helikopterflugplatz und werden für unseren längeren Marsch belohnt, der Gletscher liegt in schönster Sonne - welch ein Anblick! Um 13.00 h Leinen los in Richtung Diskobucht. Die Eisberge sind zum letzten Jahr ganz schön geschrumpft, das Hinterland war sogar zu sehen. Wir fahren mit dem Zodiac auf Whale Watching - ein Buckelwal. 12.00 h - 9°, 2,5°, 1015 hPa, 70%, leichte Brise, heiter.

Tag 20 - 31.08.2009 - Sisimiut (Holsteinborg)/ Grönland
Wir gehen auf eigene Kappe in den Ort, besonders gefallen mir die bunten Häuser. Sie muntern uns ein wenig auf, da es die ganze Zeit regnet. Sisimiut ist berühmt für das Kunsthandwerk der einheimischen Inuit, das es in vielen kleinen Läden entlang der Hauptstraße zu kaufen gibt. Ich erstehe einen blauen Seidenschal mit bunt eingefärbter Moschusochsenwolle verziert. 

Um 15.00 h laufen wir nach Nuuk 199 sm aus, es gibt ein Zusatzprogramm. Am Abend verwöhnt uns unser Küchenchef Willy Leitgeb mit einem schönen Abendessen, wir bekommen alle Marzipanteddys mit rosa Näschen. 12.00 h Wetterdaten - 6,5°, 7°, 1014 hPa, 100%, leichte Brise, umlaufend, Regen, SA 6:09 h, SU 20:58 h.

Tag 22 -  Die 01.09.2009 - Kreuzen Godthab Fjord, Nuuk (Godthab)/ Grönland

Fotoquelle Wikipedia
Als besondere Überraschung steuern wir wieder Nuuk an. Es hat sich zum letzten mal einiges verändert, im Museum ist es besonders zu sehen. Die Hauptattraktion sind die ca. 500 Jahre alten Mumien in dem Museum. Ich kann wieder Weihnachtskarten schreiben, da werden einige sicherlich überrascht sein. Der bedeckte Himmel klart langsam wieder auf. 

Um 14.00 h nehmen wir Kurs auf Qaqortoq (Julianehab) - Entfernung 323 sm. Am heutigen Abend ist der letzte Auftritt von Mr. Redshoe - Claus Debusman, sein Programm heute: "Classic meets Rock'n'Roll" - sehr gelungen! Wetterdaten - 6,5°, 6°, 1010,5 hPa, Windstärke 2 - 3, bedeckt, SA 06:16 h, SU 20:34 h.

Tag 23 - Mi 02.09.2009 - Qaqortoq (Julianehab)/ Grönland
Um 9.50 h sichten wir 3 Buckelwale. Wir setzen in Qaqtortoq mit den Tendern über und besichtigen die Kirche, bummeln durch eine Boutique und werden unfreiwillig Zeuge eine Seehundschlachtung direkt am Steg. Das ist nichts für mich. Um 15.00 h ist Folklore angesagt. Zu dem Ort: Hier gibt es die einzigste Gerberei in Grönland, in der sehr modische Pelzkreationen hergestellt werden. Außerdem bewundern wir die schönen Steinarbeiten der Künstlerin Aka Holgh, die "Stenog Menneske" (Stein und Mensch) genannt werden. Rings um den Marktplatz stehen einige schöne Gebäude aus der Kolonialzeit und der älteste Brunnen Grönlands mit 80 Jahren in der Mitte. Aber leider ist dort eine Baustelle. Das Museum des Ortes ist sehr sehenswert. 

Um 13.00 h nehmen wir Kurs auf Hvalsey - Entfernung 11 sm. Als wir uns dem Ort nähern, sehen  wir dort eine alte Kirchenruine, >> hier können sie mehr über die Wikingerkirche aus dem 13. Jahrhundert lesen. Als wir anlanden, wundern wir uns über die sphärischen Klänge. Die Aufklärung des Rätsels - unser Bordpianist Michael Banasik (Anmerkung - unter dem Link finden Sie ein YouTube Video von 2002 mit ihm) spielt auf einer elektronischen Orgel in der Ruine. Was für eine Akustik, was für ein begnadeter Pianist er war! Wir hatten das Gefühl, in einer Kathedrale zu stehen. Um 18.45 h halten wir eine kleine Andacht vor der Ruine mit David Fletcher und Matthias Meyer, unserem Kreuzfahrtdirektor dieser Reise. RIP - Lieber Michael, wir denken an Dich! Um 20.00 h nehmen wir Kurs auf den Prins Christian Sund - Entfernung 106 sm. Wetterdaten: 6,5°, 5°, 1010 hPa, 78%, W 2 - 3, heiter bis wolkig, SA 6:14 h, SU 20:04 h. 

Tag 24 - Do 03.09.2011 - Auf See - Passage Prins Christian Sund 
Von der frühen Einfahrt in den Prins Christian Sund bekommen wir nichts mit. Wegen des trüben Wetters, die Wolken hingen sehr tief, erschien die sonst so schöne Landschaft uns allen eher trist. 9.00 h - von der jetzigen Position bis Rekjavik/ Island sind es noch 605 sm. Wir befinden uns in der Irminger See östlich von Grönland. 60°15'94"N, 042°02'09,0W. Ab 10.30 h beginnen die Vorbereitungen für die Rückreisegäste, 80 Personen verlassen das Schiff auf Island, aber es kommen auch 80 neue Gäste an Bord. Um 12.00 h wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt. Es hat aufgebrist - N 7 mit 2,50 m hohen Wellen. 

Wir bewegen uns mit dem Tiefdruckgebiet bei 30 Knoten in Richtung Island. Heute ist wieder Farewell Abend. Kapitän Natke erzählt, daß dieses die 8. Nordwest Passage der MS Hanseatic ist - mit dem besten Wetter aller Durchfahrten, 22 Eisbären, Narwale und Walrösser und vielen anderen Tieren. 5400 Seemeilen haben wir 23 Tagen zurückgelegt, 21 Landungen durchgeführt, davon 14 mit unseren Zodiacs und wir waren das 124. Schiff, das je eine NWP geschafft hat. 12.00 h - 7°, 8°, 1002 hPa, 100%, NNO 6 - 7, bedeckt und regnerisch, SA 6:01 h, SU 20:31 h. 

Tag 25 - Fr. 04.09.2011 - Auf See - Kurs Island

Bildquelle Logbuch Kapitän Natke
Ab 12.00 h ist wieder unser Bayrischer Frühschoppen, es ist immer wieder herrlich. Den ganzen Tag sehen wir Wale, sogar Blauwale sind dabei. Ich geniesse diese Seetage.  

Auszug aus dem Logbuch unseres Kapitäns: Über die Irminger-See geht es am Freitag mit östlichem Kurs nach Reykjavik. Dieses Seegebiet ist berüchtigt als Wetterküche des Nordatlantik. Hier entwickeln sich die Islandtiefs, die ihre Ausläufer oft bis Europa entsenden. Heute allerdings glauben wir, in der Karibik zu sein: Spiegelglatte See und blauer Himmel, das erlebt man hier extrem selten! Plötzlich fährt der Wachoffizier eine scharfe Kursänderung nach Steuerbord, das Schiff neigt sich erheblich zur Seite. Als wir in der Observation Lounge ans Fenster stürzen, sehen wir den Grund: Ein riesiger Wal quert unseren Kurs, er ist zum Greifen nahe! Unsere Biologin ist ganz ausgelassen, denn sie hat den Giganten einwandfrei als Blauwal, das größte Tier der Welt, identifiziert. Ein schönes Highlight zum Reiseende. Auf der Brücke der „Hanseatic“ hing die Reise über das Original einer Stickerei, die Roald Amundsen bereits 1903 auf seiner „Gjöa“ mitführte. Es war eine freundliche Leihgabe des norwegischen Schiffahrtsmuseums in Oslo. Der Text: „Glück und Erfolg folge den tapferen Männern der Gjöa“ – auch uns hat diese Stickerei Glück gebracht für einen erfolgreichen Verlauf dieser spektakulären Reise – da bin ich mir sicher. 
Wetterdaten: 12.00 h 11°, 11°, 1006 hPa, 68%, leichte Brise, umlaufend. 
 
Die letzten Tage der Reise von Sa 05.09. - Mi 09.09.2009 Reykjavik/ Island - Kurs Hamburg
Um 7.00 h laufen wir ein. Da wir erst am mittag wieder auslaufen, haben wir Zeit die Stadt auf eigene Kappe zu erkunden. Kurs Hamburg - Entfernung 1295 sm. Nach dem Auslaufen um 13.00 h sehen wir kleine Wale, die neben dem Schiff herschwimmen. Um 14.05 h haben wir die Position 64°08.680 N, 022°51.260' W - in der Irminger See, noch ist Land in Sicht. In den paar Seetagen bis Hamburg wird das komplette Programm an Bord durchgezogen. Diese Überfahrt habe ich sehr genossen, allerdings keine weiteren nautischen Daten aufgeschrieben. 

Ich bin jetzt mit der Vergangenheitsbewältigung fertig, wie mein Mann meine älteren Reiseberichte leicht spöttisch nennt. Wenn Sie meinen Blog verfolgt haben, werden Sie wissen, daß ich erst im Dezember 2010 mit dem Schreiben der Berichte begonnen habe. Ich hoffe, daß meine Berichte, die ja weit davon entfernt sind als professionell zu gelten, Ihnen gefallen.

Seien Sie nun gespannt auf meine aktuellen Berichte, aber das sind andere Geschichten!

Herzlichst
© Constanze Hoffmann


    Donnerstag, 6. Januar 2011

    Antarktis - Expeditionsreise Tierparadies 18.01. - 29.01.2005


    .. oder LUST AUF EINE GROSSE PORTION EIS?

    Stand 07/26 

    Tafeleisberge Arctic Sound 24.01.2005

    Jeder, der einmal in der Antarktis war, ist ihr rettungslos verfallen. Nirgends wo sonst vereinigen sich Majestät, Schönheit, Weite, Einsamkeit und schroffe Ablehnung zu solcher Pracht.

    Das klingt sehr romantisch, beschreibt aber genau die Gefühle, die die Antarktis im Menschen hervorruft. Wo sonst auf der Welt steigert sich die Natur zu solcher Herrlichkeit?

    Captain T.L.M. Sunter

    Die Antarktis („der Arktis gegenüber“), nicht zu verwechseln mit dem Südlichen Ozean Antarktik, umfasst die um den Südpol gelegenen Land- und Meeresgebiete. Als geographisch-astronomische Zone wird sie durch den südlichen Polarkreis begrenzt und reicht somit bis 66° 33′ südlicher Breite. Als geografische Grenze gilt die antarktische Konvergenz bei etwa 50° südlicher Breite, wo das kalte antarktische unter das wärmere subtropische Oberflächenwasser absinkt. Die Zone zwischen 50° Süd und dem Polarkreis wird auch als subantarktisch bezeichnet.
    Im Zentrum der Region liegt der Kontinent Antarktika, auch Südkontinent genannt, für den meist selbst die Bezeichnung Antarktis verwendet wird.
    Die Antarktis wurde ab 1820 von verschiedenen Forschern und Seefahrern erschlossen. 1959 wurde im Antarktisvertrag der politische Status der Antarktis geregelt. Lesen Sie hier mehr über die Antarktis

    🧭 Die Route 
    Buenos Aires, Ushuaia, Falklands Port Stanley, Drake Passage, Point Wild - Elephant Island, Paulet Island, Petermann Island, Almirante Brown Paradise Bay, Neumeyer Kanal, Deception Island, Greenwich Island, King George Island, Ushuaia, Buenos Aires 
        Wir machten eine Rundreise auf der MS Hanseatic von Ushuaia in die Antarktis und wieder zurück. 2 x geht es durch die sagenumwobene und gefürchtete Drake Passage, die sich, was die Crew noch nie erlebt hat, als "Ententeich" entpuppt hat. 



        Tag 1 - 17.01.2005 Buenos Aires: 
        Nach unserem langen Flug kommen wir in Buenos Aires an, schönes warmes Wetter, Zeit für einen Bummel durch die pulsierende Stadt. Wir übernachten im Hotel Four Seasons in der Posadas 1086/88 und beschließen mit unserer 10- köpfigen Gruppe, daß wir am Abend Steak essen gehen. Ganz in der Nähe finden wir das geeignete Lokal das “El Mirasol de La Recova”.
        Eine sehr gute Wahl, ein Tisch wird sofort für uns zusammengestellt und Kühler für das Bier herangeschleppt, nachdem wir um kälteres Bier baten.



        Tag 2 - 18.01.2005 Ushuaia: 
        Endlich ist es soweit. Wir erreichen Ushuaia, die südlichste Stadt der Erde. Per Bus geht durch den Nationalpark "Tierra del Fuego", die Natur Feuerlands. Zum Mittagessen bekommen wir das landestypische am offenen Feuer gegrillte Lamm mit einer Tangodarbietung. 

        Danach können wir auf eigene Faust die Stadt erkunden. Endlich geht es auf die MS Hanseatic, die dann für die nächsten Tage unser zuhause sein wird. Wir lernen am Abend die Kreuzfahrtleitung und die Lektoren kennen, dann heißt es Leinen los - Kurs Falkland Inseln - Entfernung 376 Seemeilen.





        Tag 3 - 19.01.2005 Seetag Kurs Falkland Inseln: Am heutigen Tag gibt diverse Vorträge über die Falkland Inseln. Es gibt eine Zodiaceinweisung, sowie die Gummistiefel und roten Parkas für diese Reise. Nachmittags können wir unsere ersten Seevögel beobachten, es ist relativ ruhige See. Am Abend gibt es den Welcome Cocktail und das Kapitänsdinner, Kapitän Natke stellt uns die wichtigsten Personen der Crew vor. 


        Tag 4 - 20.01.2005 New Islands/ Carcass Islands: 
        Am Morgen landen wir auf New Island an, wir sehen etliche gefiederte Bewohner dieser Insel unter anderem Kelpgänse und Magellangänse

        Inmitten der Kolonie der Felsenpinguine brüten einige Schwarzbrauenalbatrosse. Am Rande der Kolonie lauern Skuas, um kranke Tiere oder Küken zu erbeuten. Dann geht es wieder an Bord zum nächsten Ziel - Carcass Island. Trotz des starken Windes navigiert uns der Kapitän sicher durch die Westpoint Passage. 
        Wir landen am Strand von Leopard Beach, von dort geht es auf eine Wanderung zum Anwesen von Rob McGill. Nach unserem Marsch freuen wir uns auf den Tee und die große Auswahl selbstgebackener Kekse



        Tag 5 - 21.01.2005 Volunteer Beach - Port Stanley: 
        Die Wetterbedingungen haben sich verschlechtert, es ist keine Anlandung auf Volunteer Beach möglich. Selbst für die Einfahrt nach Stanley ist der Wind zu stark, wir müssen bis zum Nachmittag warten. So bleiben uns ca. 3 Stunden, um Stanley zu erkunden. Kein Vergnügen bei der steifen Brise, wie wir Norddeutschen sagen. So landen wir schließlich alle in der gemütlichen Kneipe des Ortes.
        Wir nehmen jetzt Kurs auf die Antarktis, bis Elephant Island sind es 578 Seemeilen. 

        Tag 6 - 22.01.2005 - Auf See - Drake Passage: Ruhige Überfahrt, angenehm nach dem gestrigen Tag. Wir werden in die Verhaltensregeln für den Landgang in der Antarktis eingewiesen und mit Vorträgen der Lektoren eingestimmt. Wir bewegen uns auf den Spuren des legendären Sir Ernest Shackleton



        Tag 7 - 23.01.2005 - Point Wild - Elephant Island: 
        Am Morgen präsentiert Sylvia Stevens einen Lichtbildvortrag über Pinguine. Zum Mittag erreichen wir dann den berühmten Point Wild, wo 22 Mann der Shackleton Expedition 4 Monate verbringen mussten, bevor Hilfe kam. Die Büste dort ist von Kapitän Luis Pardo von der Yelcho, Yelcho ist der Name des Wachbootes der Chilenischen Marine, der der Expedition 1916 zur Hilfe kam. Heute wird dieser Ort von Zügelpinguinen bewohnt. Wir nehmen Kurs auf die Bransfield Strasse, den "Antarctic Sound" und Paulet Island


         
        Tag 8 - 24.01.2005 - Paulet Island:  
        Am frühen Morgen liegen wir vor Paulet Island, dort merken wir schon die eisige Kälte des Weddell Meeres. Per Zodiac geht es zu einer Kolonie Adeliepinguine, meine absoluten Favoriten neben den Rock Hoppern,  die auch Macaronipinguin genannt werden. Larsens, der hier nach dem Untergang der Antarctic 1903 überwintern musste, gab ihnen den Namen Macaroni. An Bord gibt es erst einmal Frühstück, weiter geht es in den Antarctic Sound - Entfernung 296 Seemeilen, wo der Kapitän bis auf 70 m an einen Tafeleisberg heranfährt. Wir stehen in der Nock und der Wind bläst uns um die Ohren. Es ist bitterkalt. Am Nachmittag setzen wir einen deutschen Wissenschaftler an der Deutsch - Chilenischen Station O'Higgins ab. Als wir ins Restaurant gehen wollen, sitzt der "leibhaftige" Shackleton vor der Tür! Es ist natürlich David Fletcher, der abenteuerlich zurchtgemacht ist. Der Abend ist ganz im Zeichen Shackletons, uns wird das Shackleton Dinner serviert! 

        Tag 9 - 25.01.2005 Petermann Island - Almirante Brown / Paradise Bay

        Während des Frühstücks liegt die Hanseatic vor dem Eingang des Lemaire Kanals. Der enge Kanal ist voll mit kleinen Eisbergen und Meereis, nur langsam kann sich das Schiff vorantasten. 

        Krabbenfresserrobben (Robbenarten) und Seeleoparden liegen vereinzelt auf den Eisschollen und lassen sich selbst dann kaum stören, wenn wir die Schollen mit dem Schiff entzweien. Das Eis wird immer dichter und wir müssen umkehren. Petermann Island erreichen wir heute nicht, Kurs Neumeyer - Kanal - Paradies Bay zur Station Almirante Brown. Dort ist eine Kolonie von Eselspinguinen, wir können den Hausberg herunterrutschen. Bei einer Zodiactour durch die Bucht sehen wir Blauaugenkormorane, Seeschwalben und Kapsturmvögel. Ein Seeleopard liegt relaxed auf einer Eisscholle, obwohl wir nah an ihm vorbeifahren, läßt er sich nicht stören. Wir können auch einige Wale beobachten. Am Abend sehen wir zwei Buckelwale, die uns ihre großen Fluken zeigen. Kurs auf die Gerlachsterasse und Deception Island - 143 Seemeilen.




























        Tag 10 - 26.01.2005 - Deception Island - Greenwich Island - King George Island:


        Heute sind wir in der Caldera des Vulkans Deception Island. Einfahrt ist die enge Einfahrt durch Neptuns Blasebalg, wir ankern vor der Whalers Bay, vor den Ruinen der alten Walfängerstation. Der letzte Vulkanausbruch war dort 1968 -  70. Wir haben die Möglichkeit in einen ausgehobenen Pool mit 40 Grad zu baden und den Gipfel zu besteigen. Nach dem Mittag geht es weiter nach Yankee Harbour zu einer Eselspinguinkolonie. Die Küken dort sind schon älter, es gibt dort wieder die Skuas und einige antarktische Seebären. Zur Kaffeezeit sind wir wieder an Bord, da wir noch eine 3. Anlandung auf King George Island planen. Das Highlight der russischen Station Bellinghausen ist die orthodoxe Kirche aus sibirischen Hölzern, stolz führt uns der Pope herum. Wir werden überall freundlich empfangen und dürfen auch den Chilenischen Teil der Station besuchen, der durch einen Grenzfluss getrennt ist. Dort gibt es eine Bank, einen Souvenirshop, eine Kirche und ein Postamt, wir können Postkarten aufgeben. Sehr spät geht es wieder an Bord. Was für ein toller Tag! Die Hanseatic nimmt wieder Kurs auf die Drake Passage.




























        Tag 11 - 27.0.2005 - Auf See - Drake Passage - Kurs Ushuaia: 
        Die Drake Passage ist weiterhin ruhig, es gibt einige interessante Vorträge über Vulkane und die Antarktis. Heute ist ein rustikales Buffet angesagt mit Freibier. Am Abend Abschiedscocktail und das Abschiedsdinner, danach singt der Hanseatic Shanty Chor und die Versteigerung der Seekarte dieser Reise beginnt.




























        Tag 12 - 28.01.2005 - Auf See - Drake Passage - Kurs Ushuaia: 
        Immer noch auf See, alles ruhig. Weiter geht es mit Vorträgen über Wale, Stationen in der Antarktis und einer lustigen Vorlesung "Am Südpol denkt man ist es heiß", sowie Vogelbeobachtungen mit Sylvia Stevens. Wir packen, da es am morgen von Bord geht. Wir geniessen den letzten Abend an Bord.

        Tag 13 - 29.01.2005 - Ushuaia - Buenos Aires:
        Wir übernachten wieder in dem gleichen Hotel und gehen in unser Steakhaus El Mirasol. Ich komme als erste am Lokal an und sehe, der 10 - er Tisch steht bereits oder noch immer so aufgestellt. Die Kellner erkennen uns sofort wieder und holen sofort die Eiskühler an den Tisch. Was gibt es wohl? Siehe Tag 1!

        Das war meine erste Tour dieser Art und es hat mich gepackt. Schon keimte der Wunsch nach dem nächsten Trip, aber das ist eine andere Geschichte. 

        Ich wünsche euch einen schönen Tag!
        © Constanze 'Paula' Hoffmann