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Freitag, 27. Dezember 2013

Jahr 2014



Foto Taufe Europa 2 in Hamburg © Constanze Hoffmann


Der Stern


Hätt' einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus dem Morgenland
und ließe sich dünken, er wäre wohl nie
dem Sternlein nachgereist wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen läßt,
fällt auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
des Wundersternes von dazumal.



Wilhelm Busch (1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller -

Ich wünsche Ihnen/Euch allen ein gesundes, glückliches Jahr 2014!

© Constanze Hoffmann


Sonntag, 14. Oktober 2012

Serengeti Park Hodenhagen

oder - ein kleines Stückchen Afrika vor unserer Tür
 
Was für ein Affentheater!

Im August 2011 waren wir bei bestem Wetter mit Freunden im Serengeti Park in Hodenhagen. Wir hatten eine Parkführerin, die uns immer zu den richtigen Zeiten zu interessanten Plätzen führte.

Ich empfehle Ihnen mit den Serengeti Bussen fahren, da die Tiere den Fahrzeugen sehr nah kommen bzw. auch schon einmal auf die PKW's klettern. Wir sahen einen PKW, der an der Weiterfahrt von 3 Nashörnern gehindert wurde. 





Bis auf die Aquasafari haben wir alle Attraktionen besucht. Meine Favoriten sind die Affenwelt und die Dschungelsafari

  • In der Affenwelt bewegt man sich mitten unter ihnen, da ist es ratsam, Ketten, Ohrringe, Kappen, eben alles, was lose am Körper ist, zu sichern. Die Führerin hatte die passenden Leckereien für die Kleinen dabei, es kostet allerdings Überwindung die Mehlwürmer zu verfüttern. 
  • Die Dschungelsafari ist eine abenteuerliche Tour im offenen Jeep, Off road geht's auf eine ganz besondere Dschungel - Expedition. Unser Fahrer war besonders lustig, über die Spezialeffekte verate ich nicht zu viel.



Was willst Du mit dem Eisbären?


Die Freizeitwelt und Wasserwelt bieten viel Spaß und jede Menge Attraktionen für jedes Alter. Dieser Park bietet einen gelungenen Mix aus Zoo und Freizeitpark.  

👉 Hier geht es zum Parkplan


Mein Resümee - Ein tierisches Vergnügen für die ganze Familie!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag  
© Constanze Hoffmann 


Montag, 14. Mai 2012

1 x um die Welt - Teil 2b


- Auf den Spuren der Meuterer

Bild - Quelle Wikipedia

Die Nachfahren der berühmten Meuterer der Bounty leben auf Pitcairn. Die Bounty war ein dreimastiges Segelschiff der britischen Admiralität, das 1787 unter Führung von Lieutenant William Bligh zu einer Reise in die Südsee aufbrach, um Stecklinge des Brotfruchtbaums von Tahiti zu den Antillen zu bringen. Nach einem 5 - monatigen Aufenthalt auf Tahiti ging die Bounty wieder auf See. Nach wiederholten Ungerechtigkeiten an Bord kam es am 28. April 1789 südwestlich von Tofua zu der Meuterei, deren Anführer Christian Fletcher war. Kapitän Bligh wurde zusammen mit Fryer, Peckover und sechzehn anderen im sieben Meter langen und rund zwei Meter breiten Beiboot aus gesetzt, das um fast 20 Zentimeter tiefer eintauchte als bis zur vorgesehenen zulässigen Höchstmarke. 


Karte von Pitcairn - Quelle Wikipedia

Tag 14 - So 18.03.2012 – Bounty Bay / Pitcairn Island, Liegezeit 8.00 – 15.00 Anker

John Adams Grab


7.30 h – wir erreichen Pitcairn eine halbe Stunde früher, es herrscht ein wahnsinniger Schwell. Nach dem Scouten sind wir diesmal die letzte Gruppe. Ich überlege, ob ich ausboote, weil die Deckboys mehr als einmal bis zur Hüfte im Wasser stehen. Aber ich überwinde mich, wer weiß, ob ich jemals wieder hierher kommen werde. Es war immer ein großer Wunsch von mir, einst auf den Spuren der Bounty zu wandeln, denn hier begegne ich den Nachfahren der legendären Meuterer persönlich. Die Überfahrt ist schaukelig. Immer wieder lassen uns große Wellen kurz anhalten, bis wir dann auf einer in die Bucht hinein surfen. Für die Gäste, die nicht mit an Land gehen, kommen extra Händler an Bord. An Land sehen wir einige Bewohner, die uns mit ihren Quads zum Ort fahren wollen. Unter anderem einen, der ein wenig wie ein Freibeuter aussieht. (Zu sehen in dem Beitrag von National Geographic). Es geht eine asphaltierte Strasse hinauf, vorbei an dem Anker der Acadia. Auf dem Weg zum Ort überrascht uns ein Tropenschauer. Oben auf dem Marktplatz mit dem Bounty Anker und einer Kanone des Schiffes sind Stände mit Souvenirs aufgebaut. Dort oben in der Kirche befindet sich auch die Bounty Bibel. Wir sehen Mitarbeiter von National Geographic bei ihren Recherchen. In Partnerschaft mit der Pew Environment Group’s Global Ocean Legacy wollen Sie Pitcairns unberührte Gewässer, eines der letzten wilden Orte im Ozean, erforschen, vermessen und schützen. Ein 13 - köpfiges Team von Wissenschaftlern und Filmemachern hat im März-April 2012 Expeditionen zu den Pitcairn-Inseln unternommen, um mit ihrer Spezialausrüstung, die unglaubliche und unberührte Unterwasserwelt zu filmen.
Wir machen uns mit Lothar auf eine Wanderung über den Ecotrail, der nach dem Regenguß ganz schön schlammig ist. Lothar Staeck erklärt uns die tropische Vegetation. Es gibt dort Brotfrucht-, Mango-, Guaven-, Bananen-, Passionsfrucht-, Taro– und Maniokbäume. Am meisten beeindrucken mich die großen Feigenbäume (Bayan oder Ficus). Außerdem sehen wir wieder Fregattvögel und die Feenseeschwalben. Auf dem Rückweg zum Schiff kaufen wir uns T-shirts und eine Mütze als Andenken. Ich bin richtig froh, daß ich mit ausgebootet bin. 14.30 h letztes Boot von Land, Anker hoch in Richtung Mangareva – Entfernung 316 sm. 12:00 h 27°, 27°, 1011 hPa, 90%, NW 3, leicht bedeckt, SA 6:43, SU 18:59.

Tag 15 - Mo 19.03.2012 - Mangareva / Gambierinseln / Französisch Polynesien



9.00 h Durchsage des Kapitäns: Die Gambierinseln liegen Steuerbord in 11 sm, es sind noch 2 1/2 Stunden bis zur Lagune. Um 12.00 h werden wir vor Mangareva ankern. Position 23°23' S 134°51' W, Kurs 291°. 11 Knoten, 28 sm Rest, seit Pitcairn 278 sm, 25°, 27°, 1012 hPa ansteigend, S 3-4, bewölkt, Regen, Dünung 1m, 10 Stunden zu Deutschland. 10.30 h Eliane Koller - Die schwarze Perle - das Juwel der Südsee. Um 11.07 h sehen wir Sturmvögel. Gegen 12.00 h Ankern wir vor der Ortschaft Rikitea. Wir Booten als erste Gruppe aus. Uns wird gesagt, daß es naß werden wird, so entschließen wir uns nur die wasserfeste Kamera mitzunehmen. Nach 2 sm Zickzack - Kurs mit dem Zodiac werden wir an Land mit Kränzen und einheimischer Musik begrüßt. Im Ort sind unter einem Zelt, Köstlichkeiten der Insel für uns angerichtet. Dort werden uns später auch Tänze vorgeführt - wie im dem kurzen Video oben. Danach wandern wir mit Lothar Staeck zu einem alten Konvent, auf dem Weg dahin bewundern wir die üppige Vegetation. Die Einflüsse der französischen Missionare aus dem 19. Jh. waren sind in dieser Region zu merken, wie die 1848 erbaute Kathedrale Saint Michel bekundet, deren Altar eine mit Perlen und Perlmutt geschmückte Augenweide ist. Auf dem Rückweg besichtigen wir eine Schule, in der Jugendliche lernen Perlmutt zu bearbeiten. Ich kaufe mir bei Händlern 3 schwarze Perlen und Monoi. Das hier besonders klare Wasser der Lagune wird traditionell für die Perlenzucht genutzt. Um 17.30 h verlassen wir Mangareva - Kurs Makemo / Tuamoto Insel - Entfernung 641 sm. Wir gehen heute ins Ethno, dort es gibt es heute Polynesische Spezialitäten, das paßt zum Südseefeeling. 21.30 h Kai Schepp will auf dem Oberdeck Sterne erläutern, leider sind zu viele Wolken am Himmel. 12.00 h 25°, 27°, SO 3, wolkig, SA 5:59, SU 18:12, die Uhren wieder eine Stunde zurück.
 
Tag 16 - Di 20.03.2012 - Auf See - Kurs Makemo / Tuamoto Inseln 

Bildquelle Wikipedia
9.00 h Kapitänsdurchsage: Die Tuamotos sind in Sicht mit so klangvollen Namen wie Tenavaro, Vahanga, Tenarango, Mururoa und Fangataufa. Wir fahren in 70 sm Entfernung zu Mururoa wegen der Atomversuche der Franzosen. Unser Kurs 309*, bis Makemo noch 215 sm, seit Mangareva 418 sm. 11 Knoten, 20 °55' S 137°57' W, 3600 m unter dem Kiel, 27°27°, O 4-5, 1014 hPa, 1,5 - 2 Dünung. Mururoa eigentlich Moruroa heißt in der Landessprache in etwa "Großes Geheimnis". Das Geheimnis ist keines mehr, 1966 wurde das jetzt unbewohnte Atoll wegen als Kernwaffentestgelände Frankreichs  bekannt. Zwischen 1966 bis 1996 wurden auf Mururoa insgesamt 188 Atombomben gezündet, davon 41 in der Atmosphäre und 147 unterirdisch. Bis heute ist Mururoa ein Sperrgebiet. In rund 140 Bohrschächten lagern dort außerdem große Mengen radioaktiven Abfalls. 10.30 h Lothar Staeck - Tropische Märkte der Südsee - gesundheitsfördernde Früchte und exotisches Gemüse. Er erläutert die gesundheitlichen Vorzüge und erzählt, daß sich die meisten sich leicht anbauen lassen. Ab 12.00 h heißt es O'zapft is - Frühschoppen mit Sigi Kohlberg Band.
Ab 15.00 h wird die Heimreise eingeleitet, die Kofferanhänger werden ausgegeben. 16.45 h - Franz Gingele mit Riffe - ein Erfolgsmodell der Erdgeschichte. 18.15 h Recap und Vorschau auf Makemo, die größte befahrbare Lagune, Fakarava, Farbnuancen des Wassers, Big 10 des Wassers, Tatoo, was soviel wie Winde schlagen heißt. 12.00 h 28°, 27°, NO 3, wolkig, SA 6:14, SU 8:12.

Tag 17 - Mi 21.03.2012 - Seetag / Happy birthday Hanseatic! 

9.00 h Durchsage des Kapitäns: Heute ist Frühlingsanfang, um uns herum die Tuamoto Inseln. Hao, Amanu, Taurere auf Steuerbord, Ravahere, Marukau, Rertoro auf Backbord. Bis Makemo 165 sm, 468 sm seit Mangareva. 310°, 11 Knoten, Position 18°22' S, 141°22' W, Tropenzone, 3200 m Wassertiefe, 28°, 28°, O3, Schwell 1,5 m, 1013 hPa steigend. 10.30 h - Korallenriffe - tödliches Paradies fällt aus. Happy birthday MS Hanseatic, von 11.00 - 12.00 h Booten wir auf dem Pacific aus - Position 18°04.100'S, 141°33.130' W. Unser Hoteldirektor und unsere Maître'D schenken Champagner aus. 17.00 h Brando und die Bombe - mit Eliane Koller. 19.00 h BBQ auf dem Lemaire Deck mit Band - alle Gäste werden zum 19. Geburtstag des Schiffes eingeladen. Die Crew hat das Deck mit einer traumhaften Südsee - Deko verschönert und trägt passende Kleidung im Südseelook, auch wir wurden gebeten uns so zu kleiden - ein wundervoller, gelungener Abend. 12.00 h 28°, 28°, O3, wolkig, SA 6:34, SU 17:43.

Tag 18 - Do 22.03.2012 - Makemo / Tuamoto Inseln / Liegezeit 8-18 h (Anker) 

Wir erreichen Makemo um 8.00 h. Makemo ist ein 69 km langes Atoll mit 7 - 17 m Breite, das 4 größte der Tuamoto Inseln. Die ganze Lagune hat eine Fläche von ca. 600 km², dabei ist die Insel selbst nur ein schmaler Landstreifen, auf dem ca. 700 - 1000 Menschen wohnen. Wir müssen zu den Behörden in die Explorer Lounge, da wir in Papeete abreisen werden. Um 9.30 h geht es dann mit den Zodiacs an Land durch eine breite Passage in die Lagune hinein zum Pier des Ortes Pouheva. Wir werden mit Musik, Tänzen und duftenden Kränzen begrüßt. Der Bürgermeister heißt uns mit einer Ansprache willkommen. Wir probieren die Köstlichkeiten der Insel unter anderem Kokosnuss Milch aus der grünen Nuss, rohen Fisch mit Gemüse und Kokosnuss Milch im Blatt serviert und stöbern an den Souvernirständen. Ich kaufe mir 2 Pareos, ein rotes Kleid mit typischem Blumenmuster und eine Perlmuttkette mit einer schwarzen Perle. Die Waren sind hier viel schöner als auf Mangareva und die Einheimischen auch viel freundlicher. Dann machen wir uns bei der unglaublichen Hitze mit Lothar Staeck auf, um die Umgebung zu erkunden. Unterwegs treffen wir kaum Insulaner, sie scheinen alle an der Pier zu sein. Wir gehen zum Leuchtturm und zur Kirche, Lothar weist uns auf die Vegetation hin, Makemo ist eine wundervolle duftende Insel. Als wir zum Pier zurückkehren, kommen uns die Einheimischen entgegen. Die Dame, bei der ich das Kleid gekauft habe, schenkt mir eine braune Muschel als Erinnerung. Sie hält sie sich ans Ohr und sagt, wenn ich sie mir ans Ohr halte, würde mich ihr Rauschen immer an Makemo erinnern. Als wir im Zodiac sitzen, winkt sie zum Abschied. Zum Mittag sind wir an Bord und fahren um 14.00 h an einen Strand der Insel, um zu Schnorcheln. Leider ist das Wasser etwas trübe, trotzdem sehen wir einige bunte Fische. Die Dusche genießen wir heute besonders. Um 18.00 h verläßt die Hanse Makemo und nimmt Kurs auf Fakarava / Tuamoto Inseln - Entfernung 142 sm, danach geht es ab zum Recap. Die letzten Tage lassen wir Revue passieren und werden auf Fakarava, Moorea und Tahiti vorbereitet. Nach dem Abendessen hält Kai Schepp einen Vortrag über die Kreuzfüge der Hapag Lloyd in der Explorer Lounge. 12.00 h 28°, 28°, S 2-3, wolkig, SA 5:39, SU 17.43, Uhr 1 Stunde zurück.

Tag 19 - Fr 23.03.2012 - Fakarava / Tuamotuinseln 



Feenseeschwalben
Um 8.00 erreichen wir das gewaltige Atoll Fakarava mit einer Größe von 60 x 25 km², aber mit einer Landfläche von nur 16 km². Durch die Nord Passage fahren wir in die Lagune ein und Ankern vor dem Ort Rotoava. Ab 8.30 h fahren wir per Tender an Land, fröhliche Musik, duftende Kränze und Menschen in den bunten Farben der Südsee erwarten uns. Gutgelaunt schauen wir uns die Waren der Händler unter dem Zeltdach an. Ich kann nicht widerstehen und kaufe ein Perlmutt Set. Die nette Verkäuferin schenkt mir später ein Glas mit Sand der Insel, als Erinnerung an Fakarava. Wir schließen uns wieder Lothar Staeck an, der uns die Pflanzen links und rechts des Weges erklärt, Nonibäume, Brotfrucht, Tuamotupalmen, Scharlachkordie und verschieden Arten von Lilien. In einem großen Baum sehen wir Feenseeschwalben in ihren Nestern. Auf dieser Insel gelingen mir einige schöne und typische Südseebilder. Um 13.00 h sind dann alle wieder an Bord und wir verlassen Fakarava mit Kurs auf Moorea - Entfernung 262 sm. 16.45 Kai Schepp mit Tahiti - Insel über dem Wind. Ich gehe zum Friseur, heute ist schon der Abschiedsabend.
Beim Cocktail läßt Kapitän Natke die Reise Revue passieren: 5200 sm, 10.000 km, 11 Häfen, 2 x Pier, 4 x Tender, 6 x Zodiacanlandungen. Einsamste Gegenden der Welt, nicht nur Sonnenschein, nicht immer Palmen und Strände, nicht überall Hula Hula Mädchen, Premiere Makemo, Zodiac auf dem Pacific, Temperaturen von 15 ° an der Chilenische Küste und am heutigen Abend von 30°, kalt und warm, immer auf dem Kurs des Südost Passats,  stärkster Wind bei der Osterinsel mit 7-8 am Abend.
Nach dem Cocktail ist das Gala Dinner, ab 22.00 h singt der Shanty Chor des Schiffes und die Seekarte wird versteigert. Sie ist diesmal besonders schön bemalt. Die heutige Aktion heißt Gäste und Crew engagieren sich, das Geld geht an www.stiftunglife.de, die  verschiedene Projekte unterstützen. Die Lounge leert sich heute nur ganz langsam. 12.00 h 28, 28, O2, wolkig, SA 5:47 h, SU 17.56 h.

Tag 20 - Sa 24.03.2012 - Moorea/Gesellschaftsinseln - Papeete/Tahiti, Ankunft 19.00 Uhr 



Um 8.00 h erreichen wir Moorea und Ankern in der Cook Bay. James Cook besuchte Moorea 1777 während seiner dritten Reise. Er ankerte jedoch nicht in dieser Buch mit den Schiffen Resolution und Discovery, sondern in der benachbarten Baye d´Opunohu. Die höchste Erhebung Mooreas ist der Mount Tohiea mit 1207 m. Für uns ist heute Stress angesagt, wir haben heute 2 Ausflüge und kaum Zeit dazwischen. Als erstes gehen wir auf Schnorcheltour, mit einem Ausflugsboot und 2 Mann Crew fahren wir in eine Lagune, um dort die Fauna des Meeres zu erforschen. Zur Stärkung gibt es Wasser, Obst und Kokosraspeln an Bord. Als Highlight schnorcheln wir an einem anderen Platz mit Schwarzflossen Riffhaien und Rochen. Die Rochen sind durch das Füttern fast zahm und lassen sich streicheln. Kuscheln mit Rochen, wer hätte das gedacht? Wir fahren noch etwas an der Küste entlang und dann zurück zum Pier. Schnell in den nächsten Tender, der auf uns Gäste von der Schnorcheltour wartet und zurück an Land, damit wir zu unserer Jeeptour kommen. 
Auf ins Abenteuer - zuerst geht es steil und in unzähligen Serpentinen zum Magic Mountain. Oben angekommen müssen wir noch ein Stück in der sengenden Hitze bergauf steigen, um den Blick von oben auf die Lagune zu genießen. Das türkisfarbene Meer leuchtet in der Sonne, sagenhaft, welch' Anblick! Genauso abenteuerlich geht es zurück, schon ein komisches Gefühl, kopfüber die Strasse herunterzufahren. Dann fahren wir weiter zu einer Ananas Plantage. Diese Art der Ananas ist kleiner aber viel süßer im Geschmack als die, die wir kennen. Danach fahren wir zum Aussichtsspunkt Belvedere, ein schöner Name aber passend. Von dort können wir in die Cooks Bay mit der Hanseatic und die Oponohu Bucht mit der Rotterdam schauen. Dort oben bemerken wir Hähne, die sich hier ohne Ende vermehrt haben – ursprünglich wurden sie als Schädlingsbekämpfer eingesetzt. Sie laufen frei auf der Insel verstreut herum und krähen zu jeder Tageszeit. Weiter geht es durch die tropische Vegetation des Paopao Tals zu einem altem polynesischen Tempel in der Nähe. Wir fahren noch zu einem botanischen Garten, dort und auch bei einem anderen Shop können wir Marmelade probieren und diese sowie Erfrischungen erwerben. Um 16.30 h sind wir zurück an der Pier und gehen auch gleich an Bord. Duschen!! Um 18.00 h nehmen wir Kurs auf Papeete / Tahiti - Entfernung 19 sm. Wir geben unsere Flossen und gehen an Oberdeck, um 19.00 h erreichen wir Papeete. Heute reisen schon die ersten Passagiere ab, wir genießen unser letztes Abendessen an Bord und verabschieden uns von den ersten Bekannten an Bord. Letzte Nacht, übliches Prozedere, Koffer vor die Tür, dann noch einmal schlafen. 12.00 h 29, 28, N O 2-3, wolkig, SA 6:12 h , SU 18:06 h. 


Abendimpressionen von Tahiti

Tag 21 - So 25.03.2012 Tahiti / Papeete - Ende dieser Reise 
Wir können es ruhig angehen lassen, da wir noch ein paar Tage auf Tahiti bleiben. Unsere letzten Sachen quetschen wir ins Handgepäck. Nach dem Frühstück um 9.00 h Verabschiedung von Crew und Gästen verlassen wir das Schiff. Wir geben Matthias und unserem Kapitän an dem Sidegate die Hand. An der Pier sind etliche Taxis, wir nehmen uns eines mit einer netten Dame am Steuer. Wir fahren zu unserem Hotel für die nächsten Tage, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag  
© Constanze Hoffmann

"Die Menschen, die wir lieben, können nicht immer bei uns bleiben. Deshalb ist die Zeit, die wir mit ihnen verbringen - sehr wichtig !"

Veronika Eger

Donnerstag, 26. April 2012

1 x um die Welt - Teil 2a

- Auf den Spuren großer Seefahrer

Bildquelle Hapag Lloyd Kreuzfahrten

Sich einmal wie ein großer Entdecker fühlen, davon träumt so mancher. Große Seefahrer wie Kapitän James Cook, er segelte von 1768 bis 1780 um die Welt. In einer Zeit, als es noch viele weiße Flecken auf den Landkarten der Europäer gab, führten ihn seine Reisen in die Südsee. Oder auf den Spuren der Bounty mit William Bligh, der einer alten Seefahrerfamilie entstammte und 1779 Augenzeuge von Cooks Ermordung auf Hawaii war. Auf den Spuren großer Entdecker - viele brachen auf ins Ungewisse mit dem Ziel Land zu erobern, die letzten weißen Flecken auf den Landkarten zu füllen, mit Wissensdurst oder auch auf der Suche nach Handelspartnern. 

Für mich ist der der erste Trip auf bzw. über den Südpazifik oder auch Südsee. Gleich 4 Ziele haben mich bewogen, diese Reise anzutreten - Robinson Insel, Osterinsel, Pitcairn und Tahiti, ich bin gespannt. Meine Reisestatistik: 62 reine Seetage, insgesamt auf 161 Tage auf 12 Reisen verteilt, ein Schnitt von 13,42 Tagen/ Reise. (Nicht mitgezählt sind Übernachtungen vorher und Abreisetage sowie Reisen auf anderen Schiffen). 

 

Tag 1 - Mo 05.03.2012 - Santiago  - Flug nach Puerto Montt und dort zur Einschiffung auf die Hanseatic, Abfahrt 17.00 Uhr
 
Heute geht es nach Hause. Es gibt ein frühes Frühstück, bevor es um 7.30 h zum Flughafen geht. Bei uns im Bus ist Kai Schepp, der das andere Vorprogramm Atacamawüste begleitet hat. Nach einem kurzen Flug werden wir von den Agenten in Puerto Montt erwartet. Per Bus begeben wir uns auf eine Orientierungsfahrt. Unser Guide erzählt uns, daß Chile 1000 Vulkane hat, allein in dieser Region sind 3 - 4 aktive. Außerdem weist uns unser Guide auf die von deutschen eingeschleppte Plage, den Stachelginster hin. Wir kommen durch Puerto Varas, der Rosenstadt, unschwer an den Rosen am Straßenrand zu erkennen. Zum Mittag halten wir am Hotel ARREBOL PATAGONIA, einem schönen Restaurant und Hotel, in dem wir das leckere Chilenische Spezialgericht "Curanto" geniessen, das im Erdofen zubereitet wird. Dann geht es nach Frutillar, einer Siedlung, die von deutschen Einwanderern am 23. November 1856 gegründet wurde. Frutillar liegt im Süden des Chiles in der Región de los Lagos am Westufer des Lago Llanquihue, mit rund 860 km² der zweitgrößte See Chiles. Blickt man von Frutillar auf die gegenüberliegende Seeseite, sieht man dort den mächtigen Vulkan Osorno mit seiner Höhe von 2652 m. In dem Museum (Museo Colonial Alemán), daß die deutsche Besiedlung ab Mitte des 19. Jahrhunderts zeigt, kaufe ich mir in der Schmiede ein Hufeisen als Andenken. Dann endlich geht es nach Hause. Als wir an der Pier ankommen, sehen wir, ein Frachtschiff hat die Pier blockiert. Also geht es per Tender an Bord. Die Rotterdam liegt ebenfalls auf Reede. Da deren Passagiere auch einchecken, verzögert sich alles. Die Behörden lassen uns die Koffer durch die Kontrolle schleppen. Um 17.30 h unsere Seenotrettungsübung. Mit 2 Stunden Verspätung geht es in Richtung Valparaiso - Entfernung 628 sm. Wir richten uns häuslich ein, gehen etwas essen und ab geht es in die Falle. SA 7:38, SU 20:28.

Tag 2 - Di 06.03.2012 - Entspannung auf See 
9.00 h Durchsage Kapitän: Unsere Position ist 39° S 75° W, 360° parallel zur Chilenischen Küste auf Höhe des Rio Valdivi. Wir haben 2 Lotsen an Bord und haben 1 Drittel der Strecke zurückgelegt - 204 sm, Restdistanz ist 207 sm, 16 Knoten Fahrt, Wassertiefe ist 1000 m. 16°, 16°, 1016 hPa, schwache Brise O 2-3, 2 - 2,5 m Schwell. Danach Kommentar Kai Schepp: Um das Schiff herum sehen Sie Albatrosse, Sturmvögel und Riesensturmvögel. 10.30 Willkommen an Bord - Vorstellung der Konzessionäre, Reiseleitung und Experten. Unsere Experten dieser Reise sind Eliane Koller - Ethnologin und Dokumentarfilmerin, Kai Schepp - Leiter exklusiver Naturreisen, Dr. Franz Gingele - Glaziologe und Klimatologe und Prof. Dr. Lothar Staeck - Biologe und Verfasser unseres Reisetagebuches. 11.30 h - Anden - Feuer und Eis mit Franz Gingele. 17.00 h Vortrag Lothar Staeck - Küstensaum - Leben in und am Meer. 18.30 h Willkommens - Cocktail und Vorstellung. Anzahl der Passagiere 159, 125 Crew, 11 Häfen, 5200 Meilen - 9600 km. Danach das Welcome Dinner und ein Besuch in der Explorer Lounge. Wir haben eine neue Band - Sigi Kohlberg Band. 13.00 h 17°, 17°, 1017 hPa, 64%, 1-2 variabel, leicht bewölkt, SA 7:44, SU 20:28.

Tag 3 - Mi 07.03.2012 - Valparaíso/Chile, von 14.00 bis 24.00 Uhr
                 
Mein Mann ist gerade im Bad, da geht die Vorauskamera aus, ich stelle um, dann ist plötzlich alles aus. Er steht im Dunkeln und ruft: "Warum hast Du das Licht ausgemacht?" Gott sei Dank schon geduscht - wir haben einen Blackout. Dann hören wir die 9.00 h Durchsage des Kapitäns:Position 33° 12' S, 31° 59' W, 115 sm Steuerbord ist die Chilenische Küste 22 m Entfernung, 572 sm seit Puerto Montt. 11.00 h Lotse an Bord, 11.30 h fest. 22', 600 m Wassertiefe. 20°, 17°, 1013 hPa, achtern S 4, 1-1,5 m hohe Wellen. Wir haben ein Problem mit der Stromversorgung, Toilette und Frischwasser (schon gemerkt). um 9.55 h haben wir immer noch kein Frischwasser. 10.00 h Vortrag Kai Schepp - Valparaiso und historische Orte der Küste. Er erzählt von Valdivia, dort gab es 1960 das bisher stärkste Beben. Am 22. Mai 1960 wurde die Stadt vom stärksten gemessenen Erdbeben der Welt und von einem Tsunami getroffen (Großes Chile-Erdbeben). Das Beben hatte eine Stärke von 9,5 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Kai sagt, es war paradox, am dem Tag als 2011 in Japan die Erde bebt, befindet die Hanse dort vor Valdivia. 3 Stunden bevor die Welle kommt, nimmt sie Kurs auf die offene See. 10.55 h Frischwasser wieder ok. Wir kommen vor Valparaiso an, aber der Liegeplatz ist noch nicht frei. Nach dem Mittag gehen wir auf unseren Ausflug. Im Terminal hole ich Postkarten und schicke die ersten nach Hause, außerdem kaufe ich mir einen korallenfarbenen Schal und zwei Magneten. Valparaiso, das „Tor zum Pazifik", die wunderschöne Altstadt von Valparaíso gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die bunten Fassaden im Kolonialstil trugen diesem traditionsreichen Handelsplatz schon im 19. Jh. den Namen „kleines San Francisco" ein. Ab 14.45 h erkunden wir Valparaiso mit Bus und Bahn (Trolley) aus den 60 er Jahren mit unseren Guides Hilma und Daniela. Wir erklimmen etliche Höhenmeter teils zu Fuß über Treppen, teils mit den Ascensores - Aufzügen (Standseilbahn), fahren Metro und mit den Trolleys durch schöne, enge Gassen und haben von oben einen schönen Blick über die Stadt. Es ist sehr heiß, bei einem Eiskaffee erzählt uns Hilma von ihrer Stadt und daß sie hier eigentlich täglich Erdbeben haben. Danach geht es zurück zum Schiff und wir geniessen die Dusche. Nach dem Abendessen gibt es Musik und Folklore in der Explorer Lounge, mit meinem neuen Schal bin ich dafür gewappnet. Der Joke an ihm, er wird durch Schütteln größer. Um 2:30 statt wie geplant Mitternacht nehmen wir Kurs auf die Robinson Insel - Entfernung 371 sm. 12.00 h 19,5°, 18,5°, SW 5, wolkig, SA 7:43, SU 20:14.

Tag 4 - Do 08.03.2012- Entspannung auf See - Kurs Robinson Insel

9.00 h Kapitän: Um 2:30 h haben wir Valparaiso verlassen. Verzögerung durch Bunkern, Proviant und Crewwechsel. Kurs Isle Robinson 264°, 14 Knoten, 91 sm, Restdistanz 277 sm. Position 33° 6' S 73° 19' W, Tiefe 3700 m, 17°, 16°, 1010 hPa, frischer Wind SSW 5, bewölkt, Schauer, Wellenhöhe 3 m. 10:30 h Vortrag Erdbeben und Tsumanis - Gingele. Das paßt ja, Chile bebt täglich und 2010 wurde die Robinson Insel verwüstet. 11.30 Pølserparty auf dem Pooldeck mit Michael und Eliane - Sigi Kohlberg Band, immer eine super Stimmung, wir verzichten auf das Mittagessen. 17.00 h Juan Fernández und Robinson Crusoe - Die wahre Geschichte, die Story und das Ende einer deutsch - englischen Verfolgung - mit Kai Schepp. 18.15 h Recap mit den Experten und Vorschau auf die Robinson Crusoe Insel in der Explorer Lounge. Heute geht das Internet wieder. SA 7:50, SU 20:34.

Tag 5 - Fr 09.03.2012 - Robinson Crusoe Insel/Chile

Heute ist Freitag und wir erreichen die Robinson Crusoe Insel um 8.00 h. Wer kennt sie nicht die Geschichte von Robinson und seinem Freitag? Alexander Selkirk war Vorbild für die gleichnamige Romanfigur des Daniel Defoe, er wurde im Jahre 1705 ausgesetzt. Auf dieser Insel beeindrucken schroffe Küstenformationen und üppig grüne Berglandschaften mit ihrem dichten Bewuchs aus Bäumen, Farnen und Gräsern den Besucher. In diesem UNESCO-Biosphärenreservat wachsen über 100 endemische Pflanzenarten. Robinsón Crusoe (spanisch Isla Robinsón Crusoe) ist mit 96,4 km² die größte Insel des zu Chile gehörenden Archipels der Juan-Fernández-Inseln. Ich freue mich, endlich hier zu sein. Aber zuerst muß das Schiff von den Behörden freigegeben werden. Das erste Boot sollen die Wanderer nehmen, die mit Schepp auf den Berg steigen werden. Ankerplatz ist vor der Hauptstadt San Juan Bautista. Per Tender geht es an die Pier, von dort sieht man ganz genau, bis wo der Tsunami 2010 die Insel zerstört hat, der durch das Erdbeben vom 27. Februar 2010 in Mittelchile ausgelöst wurde. Wir spazieren in Richtung des Platzes, an dem die Dresden gesunken ist. Auf dem Weg dorthin probieren wir die Sportgeräte aus, die mit unserem Eigengewicht funktionieren. Wir sehen einen Seebären, der gerade Rückenschwimmen macht, er läßt sich durch nichts stören. Danach gehen wir zur Kirche, von wo ein Tsunamifluchtweg beginnt. Wir spazieren oberhalb der Kirche durch den Ort und sehen Kolibris und diverse Pflanzen. Ab 11.00 ist eine Piratenparty geplant, es gibt Langustenspiesse und Fischklößchen mit Dips sowie einheimisches Bier und Pisco Sour. Gegen 13.00 h kehren wir zum Schiff zurück und relaxen auf dem Pooldeck. 15.05 h Anker hoch - Kurs Osterinsel - Entfernung 1642 sm nach einer Inselumrundung. Wir sehen fliegende Fische und Sturmvögel. 18.00 h Kapitän: 24.00 - ca. 4.00 h kein Strom, Frischwasser und Toilette wegen Reparatur. Um 19.00 h gehen wir heute ins Ethno Restaurant - Sushi und Sashimi. Heute Nacht Uhrenumstellung - 1 Stunde zurück. SA 8:10, SU 20:45.



Tag 6 - Sa 10.03.2012 - Seetag - Kurs Osterinsel 
9.00 h Kapitän: Position 32' 33' S 83' 54' W, auf dem Breitengrad von Santiago, Buenos Aires und Kapstadt. Kurs 283', 276 sm, Rest 1377 sm, 14 Knoten, Tiefe 3650 m, 22', 22', 1014 hPa, NNW 4, 1,5 m Wellen. 10.30 h Vortrag Lothar Staeck - Warum Inseln so faszinierend sind. 12.30 h Großes Tapasbüfett im Marco Polo Restaurant. 17.00 h - Verschenkte Kinder mit Eliane Koller. 12.00 h - 21', 22', 1025 hPa, 71%, WNW 3, leicht bewölkt, Regen, SA 7:29, SU 21:10.

Tag 7 - So 11.03.2012 - Auf See - Kurs Osterinsel 
9.00 h Durchsage: 6 h Unterschied zu Deutschland, Position 31° 13' S 90° 24' W. 616 sm seit der Robinson Crusoe Insel, Restdistanz 1030 sm. Am 14.03.2012 werden wir die Osterinsel erreichen. 14 Knoten, Tiefe 3000 - 4000 m, wir sind außerhalb der Seeschiffahrts - Straßen. 22°, 23°, S 3-4, Dünung 2 - 2,5 m, 1020 hPa steigend. Kurz nach dem Kapitän meldet sich Lothar Staeck von der Brücke, Sichtung eines Weisschwanz - Tropicvogels. Dafür müßte Land in der Nähe sein, es gibt zwei Punkte auf der Landkarte mit dem Vermerk - Nachweis nicht erbracht. 10.30 h - Franz Gingele - El Ninjo - Fluch oder Segen? 15.00 h Brückensprechstunde mit dem Kapitän. 16.45 h Blütenzauber der Südsee - mit Lothar Staeck. Nach dem Abendessen gehen wir auf das Explorer Deck - ein Bekannter hat ein Sternfinder App, wir sehen das Kreuz des Südens. 12.00 h 24', 23', S 3, wolkig, SA 7:57, SU 20:34.

Tag 8 - Mo 12.03.2012 - noch ein Seetag - Kurs Osterinsel


9.00 h Durchsage: Position 29' 51' S 97' 02' W, Kurs 283', 15 Knoten, 682 sm Restdistanz nach Hanga Roa. 979 sm seit Valparaiso, fast 2000 km. Wassertiefe unter dem Bug 3650 m. 22', 24', 1021 hPa, O 2-3, bedeckt, 1,5 m Schwell, Pool ist gefüllt. 10.30 h Meeresbiologie und Klimaforschung in tropischen Meeren - Gingele. 11:30 Fitnessraum, 12:30 großes Fischbüfett. Nach dem Mittag Sonnenbaden auf dem Oberdeck. 17.00 h Die Osterinsel vor der europäischen Entdeckung - Schepp. Nach dem Abendessen gibt es für uns wieder Sternenkunde per App, diesmal nehmen wir 2 nette österreichische Damen mit dazu, die wir ebenfalls von dem Vorprogramm kennen. Die Uhren werden heute Abend wieder eine Stunde zurückgestellt. 12.00 h 25', 25', NO 3, wolkig, SA 7:23, SU 19:58. 

Tag 9 - Die 13.03.2012 - letzter Seetag vor der Osterinsel
9.00 h: Hanga Roa kommt immer näher, noch 307 sm, wir werden pünktlich um 8.00 h die Osterinsel erreichen. 28' 24' S 103' 57' W, Felsengruppe Isla Sala y Gomez nördlich von uns - in 320'. Kurs immer noch 283'. Schon 1351 sm, 15 Knoten, Wassertiefe 3000 - 3500 m. 24', 25', 1019 hPa gleichbleibend, O2, Dünung 1- 1,5 m aus nördlicher Richtung. 10.00 h Vom Vogelmannkult bis zum heutigen Leben auf der Osterinsel - Schepp. 11.30 h Zodiaceinweisung ltd. Offizier Carsten Gerke und Vorausschau auf die Osterinsel mit den Lektoren. Nach dem Mittag ist wieder Sonnen angesagt. 12:00 h 25', 25', NO 3, wolkig, SA 7:50, SU 20:21 und wieder die Uhr um 1 Stunde zurück.

Tag 10 - Mi 14.03.2012 -  Hanga Roa/ Osterinsel/ Chile, von 8.00 bis 19.00 Uhr

Ahu Tongariki
7.30 h - Wir ankern vor Hanga Roa, dem Hauptort der Osterinsel, die seit mehr als einem Jahrtausend von den mystischen Moais bewacht wird. So haben wir Zeit, uns im Ort später umzusehen. 8.15 h Beginn der Ausbootung, irgendwie herrscht Chaos, das sind wir sonst nicht so gewohnt. Wir gehen auf den Ausflug - Moai Statuen. Dank dieser Steinriesen ist der Rapa-Nui-Nationalpark Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Per Bus geht es zur  "Werkstatt" der Statuen - dem Steinbruch am Vulkan Ranau Raraku. Ein Mysterium von Rapa Nui ist das Geheimnis um den Vogelmann. In jedem Frühjahr schwammen junge Männer von Orongo aus zum vorgelagerten Motu Nui, um das erste Ei der Rußseeschwalbe (Sterna fuscata) zu finden. Wer als erster ein unbeschädigtes Ei zurückbrachte, wurde zum Vogelmann erklärt, stand rituellen Opfern vor und erfreute sich besonderer Privilegien. Das Hauptmotiv ist das des Vogelmannes (polynesisch: Tangata Manu), ein Mischwesen aus Mensch und Fregattvogel. Der Kult um den Vogelmann erlangte ab etwa 1500 n. Chr. zunehmende Bedeutung. Die Gründe für die Abkehr von der alten Religion der Ahnenverehrung, die letztendlich auch das spätere Umstürzen der Moais zur Folge hatte, sind unbekannt. (Quelle Wikipedia). 
Danach wandern wir zur Caldera, wo sich jetzt ein schöner See befindet. Unser nächstes Ziel ist Ahu Tongariki, die 15 Statuen wurden bei einem Tsunami umgeworfen und per Kran wieder aufgestellt. Zum Schluß geht es zu dem Sehenden - Ko Te Riku. Als wir wieder am Anleger sind, machen wir uns auf eigene Kappe auf den Weg, um Souvenirs und Postkarten zu kaufen. Ich erstehe einen Minimoai, sowie ein Hemd und ein Herren T-Shirt mit Moaimotiven. Zum Nachmittag sind wir wieder an Bord. Nach der Dusche stelle ich fest, daß ich zu viel Sonne bekommen habe, dem entsprechend bin ich am Abend total fertig. Bevor ich mich in meine Koje verkrieche, pflege ich meine krebsrote Haut mit Aloe. 19.00 h Anker hoch – Kurs Dulcie Island/ Pitcairn Insel – Entfernung 844 sm. 12.00 h 27°, 26°, O3, wolkig, SA 7:18, SU 19:35, die Uhr wird wieder um 1 Stunde zurückgestellt. 


Die Hanse vor dem Sehendem - Ko Te Riku

Tag 11 - Do 15.03.2012 – Seetag - Kurs Ducie Island
Kapitänsdurchsage 9.00 h: Zeitunterschied zu Deutschland beträgt 8 Stunden, Position 26°30‘ S 113°26‘ W, Kurs Ducie Island 280°, ein Viertel der Strecke - 220 sm, 625 sm Rest, wir werden die Insel um 7.00 h erreichen, 900 sm bis Pitcairn. 15 Knoten, mehr als 3000 m Wassertiefe, 100 % bewölkt, 24°, 26°, 1017 hPa steigend, O 5 von achtern, 2 – 2,5 m Wellenhöhe. 10.30 h Generalalarm – Übung Crew. Zur selben Zeit der Vortrag - Ungewöhnliche Bäume auf den Inseln der Südsee – Lothar Staeck, immer wieder von Anweisungen des Kapitäns unterbrochen. Heute gibt es Pastabüffet. 15.00 h Der Film - My adopted family von Eliane Koller. 16.45 h Sterne der Südsee – eine Einführung mit Kai Schepp. 18.15 h Recap und Vorschau auf Ducie Island und Pitcairn mit den Experten. Der Kapitän erzählt, daß er 1990 dabei war, als die Crew der World Discoverer den Anker der Arcadia gehoben hatten. Die Arcadia war 1181 vor Ducie Island gesunken, der Anker wurde danach nach Pitcairn gebracht. 21.45 Klassisches Klavierkonzert mit Alexander Gorlenko – Bach, Beethoven, Schubert, Tschaikowsky und Rachmaninow. 12:00 h 24°, 26°, 1016,5 hPa, 84%, O4, bewölkt und Regen, SA 6:31, SU 18:59, Uhr 1 Stunde zurück.

Tag 12 - Fr  16.03.2012 - Seetag
9.00 h der Kapitän: Wir haben jetzt 9 Stunden Unterschied zu Deutschland und haben die Tropenzone fast erreicht. 25°27‘ S 119°41‘ W, 280°, 566 sm hinter uns, Rest 280 sm, Geschwindigkeit gedrosselt auf 13 Knoten. Wassertiefe etwa 2400 m, 25°, 27°, 1015 hPa steigend, O 3-4, Ozeandünung 2 – 2,5 m von achtern. Ich gehe auf die Brücke und Frage nach der Luftfeuchtigkeit, sie beträgt 80%. 10.30 h Vulkane des Pazifischen Feuerringes – Franz Gingele. Er nennt als Hotspots Hawaii, Yellowstone und die Eifel, genau in dieser Reihenfolge. Als Anzahl gibt er 50 – 110 an. Da die Identifikation kleinerer Plumes sehr schwierig ist, bleibt die genaue Anzahl unklar. In der Fachliteratur wurden Kataloge der weltweit beobachteten Hotspots in unterschiedlicher Zahl veröffentlicht. Etwa 50 davon konnten bislang durch seismologische Untersuchungen als Mantelplumes eindeutig verifiziert bzw. als sehr wahrscheinliche Kandidaten eingestuft werden. Die bekanntesten Beispiele für Hotspot-Vulkanismus sind neben den Hawaii-Inseln und Island die Eifel in Deutschland, die Galápagos-Inseln in Ecuador und der Yellowstone-Nationalpark in Wyoming. Danach geht die Bordroutine ihren Gang – Mittagessen und dann an Oberdeck zum Sonnen. 16.45 h Tahitianischer Tanz – Geschichte einer Leidenschaft – Eliane Koller. Am Abend ist Chef’s Abendessen – die Küchencrew hat sich selbst übertroffen. 12.00 h 24,5°, 26,6°, NO 2-3, wolkig, SA 6:57, SU 19:22 und wieder stellen wir die Uhr um Stunde zurück. 

Tag 13 - Sa 17.03.2012 – Seetag - Passieren Dulcie Atoll/ Pitcairn Islands

Maskentölpel vor Ducie Island
Um Punkt 7.00 h erreichen wir Ducie Island, ein Scoutboot wird voraus gesandt, da ein großer Schwell herrscht. 7.35 h – Matthias Meyer, unser Kreuzfahrtdirektor: Es ist zu tief zum Ankern und zu großer Schwell am Strand. Wir werden ab 8.15 h mit den Zodiacs am Strand entlang fahren und dann später mit dem Schiff die Insel umrunden. 26° Außentemperatur. Wir steigen zu Lothar Staeck und dem Arzt ins Boot. Rings um uns herum dieses tiefblaue Wasser – Deep Blue. Leider wirkt es auf einem Foto nicht. Dann kommen wir ins flachere Gewässer und die Farbe wechselt zu einem Türkis. Um uns herum kreisen Fregattvögel, Feenschwalben und Maskentölpel. Ich probiere unsere neue Unterwasserkamera aus, klappt super. Lothar macht Jokes wie - Wissen Sie, wie das Wort Atoll entstand? Kapitän Cook sieht eines davon und ruft A – toll! Um 11.00 h verläßt die Hanse dann Ducie Island in Richtung Pitcairn – Entfernung 291 sm. Ab 12.30 h begeben wir uns auf kulinarische Weltreise – vorher und nachher wird gesonnt. Fazit – ein Sonnenbrand auf der Rückseite – wie dumm. Am Abend gehen wir mit einem Bekannten ins Spezialitäten Restaurant – es gibt Arabische Spezialitäten. Ab 21.30 h sehen wir in der Explorer Lounge – Die Meuterei auf der Bounty – die Erstverfilmung mit Clark Gable von 1935. 12:00 h 26°, 27°, NO 3-4, wolkig, SA 6:22, SU 18:41, die Uhren eine weitere Stunde zurück.
Im nächsten Teil geht es dann nach Pitcairn, zur Insel der Meuterer.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag  

© Constanze 'Paula' Hoffmann