Samstag, 28. Dezember 2019

2019 Mit der LIBERTÉ von Amsterdam nach Lüttich (Liege)

- weiter geht es durch die Niederlande & Belgien







06.07. - 14.07.2019, Reise 12 / 19 - Dauer 9 Tage




1. Tag 06.07.2019 Samstag Amsterdam/ Osterdok - Uithoorn

Wir fahren nach dem Mittag nicht wie geplant nach Harleem wegen der Brückenzeiten und starken Verkehr nach Haarlem sondern über die Amstel zu dem kleinerem Ort Uithoorn

Das Mittagessen bestand heute aus Lauchsuppe, Rinderfilet mit einer Pfeffersauce mit französischem Cognac und Senf verfeinert, dazu Petersilienkartoffeln und Salat, Schokoladen-Palatschinken als Dessert. 

So erleben wir doch die schöne Fahrt durch Alt-Amsterdam. Für uns werden die alten Klapp-Brücken geöffnet. Wie unser Kapitän des historischen Schiffes schon sagte, am Wochenende sind die Grachten mit Schiffen übersäht. Die Brückenwärter fahren von Brücke zu Brücke, um die alten Brücken zu öffnen, dadurch entstehen wir ab und zu Wartezeiten für uns, denn viele Brücken haben nur eine Durchfahrthöhe von 2,50 m. 





Links und rechts liegen wunderschöne Hausboote, es regnet und wir sehen aufgespannte Schirme, Plastik-Regenhäute, die mich an die Niagarafälle erinnern. Die jungen Leute machen trotz Regen Party auf den offenen Booten. Zur Kaffeezeit passieren wir Ouderkerk an de Amstel. 
Wir erreichen eine große Kirche in Nes San de Amstel, ab hier regnet es wieder, als wie sie passieren sehen wir, dass es eine große Klosteranlage ist. 

Sichtungen: Blässhühnchen mit Jungen, Silbermöwen, Lachmöwen, Haubentaucher, Nilgänse, Höckerschwan auch als Tretboote, Stockenten, Graugänse, Storch, Nebelkrähen, Kormorane, Graureiher, Strassentaube, Rauchschwalben.

Impression aus Leiden 

2. Tag Sonntag 07.07.2019 Sonntag Uithoorn nach Leiden

Jeden Tag neue Mückenstiche, so stark zerstochen war ich seit Jahren nicht mehr. Wir starten um 09.00 h, es geht durch die erste Brücke. Heute ist es wieder grau und kühl. Gemächlich schippern wir durch die Amstel (Fluss) an schönen Häusern vorbei. Es nieselt wieder kurz, während ich 2 Kormorane beobachte, die immer wieder neben dem Heck der LIBERTÉ im Wasser landen, wohl um aufgewirbelte kleine Fische zu fangen. 
Ich genieße die vorbeiziehenden Orte und flache Landschaft, hier versperren keine Deiche den Blick auf das weite Land. Ich beobachte kleine Blässhühnchenjunge, die über die Seerosen am Ufer laufen, gut behütet von dem Elterntier. Ich sehe Spatzen kurz vor der Schleuse - der Tolhuissluizen, ab hier beginnt der Aarkanaal

Wir fahren durch ein Gartenanbau-Gebiet. Ein Bauer scheint Alpakas zu züchten, die kann ich allerdings nicht mitzählen, da sie als Haustiere gelten. Immer wieder sehen wir die großen Gewächshäuser am Ufer, einmal ist genau daneben ein Golfplatz. Captain scherzt, dass das wohl nicht ganz optimal ist. Wir passieren gerade die Aardammerbrug. Die wunderschön bepflanzten Vorgärten sind eine Augenweide, Hortensien und Rhododendren in den schönsten leuchtenden blau und rosa Farbabstufungen strahlen um die Wette.

Um 11.55 h kommen wir nach Alphen, hier wurde die LIBERTÉ gebaut. Das Werftgelände Falcon gibt es nicht mehr. Ich mache ein Foto von dem Platz mit der Hochbrücke Alphen im Hintergrund. 
Die Häuser stehen direkt am Kanal, die Terrassen hängen oft etwas darüber und sind mehr oder weniger schön. Wir passieren gerade die orange Klappbrücke, dahinter liegen die schönsten Villen, eine heißt ANTOINETTE mit hübschen hellblauen vergoldeten Reichsäpfeln. An der Woubrugsebrug beginnt der Ort Woubrugge, auch hier ist ein Haus schöner als das andere.

Das Menü heute: Ziegenkäse mit Ziegenkäse mit Ruccola, Balsamico und Honig-Pinienkernen, dann Kabeljau mit Dillsauce, Erbsenpüree und gegrillten Cherrytomaten, Dessert ist Erdbeercocktail. 
Zur Mittagszeit fahren wir durch Kaag, auch ein zauberhafter Ort. Hier scheint die Einflugschneise für Shiphol zu sein. Die schönen Seen wie der Kaagerplassen sind künstlich angelegt, der Liegeplatz in Leiden liegt im ehemaligen Burggraben. Die sternförmigen Angelegten Verteidigungsanlagen sind von einem Kanal umrundet, der für den Transport der Waren genutzt wurde und jetzt für Rundfahrten. 




Wir gehen in die Stadt und hören Lifemusic, es spielt die Soulcoverband (Website) auf einem Boot, im Schubverband mit einem kleinen Dampfschiff dahinter. Zwei Sängerinnen und jede Menge Blech, ich mache Videos und poste sie bei Instagram. Wir gehen in die Innenstadt, auch dort spielen Bands auf dem Wasser. In einem Restaurant sitzen wir genau vor der Band und genießen das Abendessen bei Musik. Das Event nennt sich WOODSTOCK in Leiden 🎸WOODSTOCK op het water (auf dem Wasser). Alle Menschen tragen "Flower Power" Klamotten und einige auch orange, denn heute spielt ihre Nationalmannschaft und verliert leider. 

Sichtungen am Sonntag: Blässhühnchen am Morgen, d.h. die ganze Nacht ein Gepiepe und Gepfeife vor unseren Bullaugen. Nebelkrähe, Kormorane, Haubentaucher, Stockenenten, Rauchschwalben, Strassentaube. Endlich mal wieder ein Schilfbewohner, der Seggenrohrsänger, Wildbienen schwirren im Schilf zwischen den Blüten hin und her. Spatzen kurz vor der Schleuse - der Tolhuissluizen. Lachmöwe, Graureiher, Blässhühnchenjunge in allen Altersstufen, Kohlweißling, HAHN auf einer Art Hundehütte, wieder eine weiße Stockente, Fasan auf der 2. Golfplatz, Nilgänse, Mäusebussard. 

3. Tag Montag 08.07.2019 Leiden - Delft - Rotterdam

Die Brücken heben sich heute erst ab 09.00 h, vorher können wir unseren Liegeplatz nicht verlassen. Wir starten um 09.50 h, eigentlich wollten wir auf die andere Seite verholen, um Wasser zu Bunkern. Die zwei Schiffe auf der anderen Seite wollten zu dieser Zeit die Pier verlassen und deren Passagiere auf Radtour. 
Allerdings scheint die wegen des Regens auszufallen. 

So starten wir halt später, Captain zahlt noch beim Hafenmeister und ab geht es durch die Klappbrücke, gebunkert wird spätestens in Rotterdam unserem heutigem Tagesziel. Wir nehmen einen alten Wasserweg, auf dem die großen Schiffe nicht verkehren. 

Um 10.30 h passieren wir einen sehr alten Bauernhof bei Voorschoten, an der Vorderseite steht Oost-Vliet. Dann fahren wir an Rijn auf Steuerbord vorbei, in dieser Richtung liegt auch Den Haag, offiziell die Hauptstadt der Niederlande.




Ich bin überrascht über die großen Ansammlungen von Gänsen, mit den Jungtieren sammeln sie Kraft für den Vogelzug im Herbst. 
Wir sehen zwei Mühlen, ein Windpumpwerk, durch Windkraft angetriebenes Pumpwerk kurz vor Leidschendam, das andere ist die Sägemühle de Salamander. 

Den pittoresken Ort können wir entspannt in der alten Schleuse genießen. Hier sitzen die Gäste teilweise auf dem Gelände der Anlage, bei uns undenkbar. Ich finde die Holländer sowieso recht relaxed.

Zum Mittagessen wird uns Brokkolicremesuppe, dann Putenbrust in Currysauce mit Ananas mit Zuckerschoten und Kartoffelpüree mit Honig serviert, danach eine Schokocreme. 

Kurz danach legen wir in Delft am Hooikade an, hier kann Captain Wasser bunkern. Von hier läuft man etwa 15 min zum Stadtzentrum mit dem großen Marktplatz, gut ausgeschildert und an dem hohen Kirchturm zu erkennen. 16.30 h wird die Gangway eingeholt und wir starten um 16.40 h zu Kaffeezeit in Richtung Rotterdam. Wir sehen die Mevlana Moschee auf Backbord und fahren durch Klappbrücke Mathenesserbrücke, die geschlossen eine Höhe von 4 m hat.



Der Liegeplatz stand noch nicht fest, wir sehen schon den Euromast mit seinem Lift, er ist etwa 10 min Fußweg vom Liegeplatz entfernt. Gegenüber liegt das Restaurant und Café De Machinist mit WiFi.
Das WiFi funzt und wir können endlich Apps laden. Auch an Bord geht es prima. Das Essen schmeckt und das Lokal ist ansprechend. 

Sichtungen zum Start der neuen Woche: Stockenenten, Silbermöwen, Dohlen, Rabenkrähen, Blässhühnchen, Silberreiher, Nonnengänse, Rauchschwalben, Haubentaucher, Austernfischer, Höckerschwäne, Kormorane, Lachmöwen, Elster, Spatz, Amsel, Graugänse, Kolbenenten, Kiebitze, Störche, Bachstelze, Felsentaube, Nilgänse, Graureiher, Kuhreiher. 

Rijn-Schie-Kanal 16 km 1 Schleuse, Delfse- und Delfshavense Schie ca. 25 km, Oude Rijn 6 km 

4. Tag Dienstag 09.07.2019 Rotterdam - Dordrecht - Willemstad

Wir fahren später los wegen der Schleusenzeiten der Parksluizen, bei der Rundfahrt im Hafen scheppert es. Die Taxiboote verursachen starken Schwell, bei Wenden kracht es richtig. Ein paar Gläser erleiden Schiffbruch. Bis hier wirken sich Ebbe und Flut von der Nordsee aus. Wir sehen die A-ROSA SILVA auf Backbord und einen Ölplattformversorger subsea 7 namens Seven Vega mit Heimathafen Douglas. Vorbei an der Skyline geht es an etlichen Werften, die die Ufer Backbord und Steuerbord säumen, vorbei in Richtung Dordrecht, eines der ältesten Städte der Niederlande. Auf einem Werftgelände liegt "Seaship Spartacus Antwerpen imo 9834404" ein Saugbagger. 




Von der Noord biegen in die Rietbaan, Captain nimmt Kontakt zum Hafenmeister von Dordrecht auf, wir bekommen einen schönen Liegeplatz im Wolwevershaven. Dort haben wir 1,5 Stunden um die historische Altstadt zu erkunden. Hier liegen viele schöne historische Dampf- und Segelschiffe. Am Hafenbecken an der alten Kirche steht eine Metall-Giraffe, es gibt auch ein Kinderbuch darüber und eine Buchhandlung (Website). Was nun aber zuerst da war? Keine Ahnung. 





Der Lunch bestand heute aus Krabbencocktail, hatte eher Suppencharakter mit Zwiebel und Knoblauchscheiben in Sahne, Szegediner Gulasch mit Böhmischen Knödel nach Fritz‘ Oma, für mich wegen des Paprikas Hühnchengulasch in Tomatensauce, als Dessert Milchreis mit Apfelmus.

Nach dem Mittagessen legen wir pünktlich ab zur Festungsstadt Willemstad am Hollandschen Diep. Der Yachthafen ist einer der schönsten in Holland, die Yachten geben schon was her, es waren nicht die kleinsten. 
Wir gehen spazieren und kaufen uns noch einen Pulli und ein Polohemd, trinken ein Bier in der Sonne. In dem Restaurant kann sogar Carpaccio fliegen, es ist auch sehr laut. Steffen geht in das Restaurant Vista und reserviert dort einen Tisch für 19.00 h, ist begeistert, weil gleich nach Allergien gefragt wird. 
Das Ambiente ist ansprechend, dezente Loungemusik spielt. Die Kellner servieren uns drei kleine Leckereien, wie Blumenkohl-Lolli, eine Art Wantan mit Füllung und Polentawürfel, dann erst kommt das Amuse mit Duo vom Lachs. Die gewählten Speisen sind alle dekorativ angerichtet und sehr delikat, als Abschluss wählen wir eine Käseplatte. 

Sichtungen: Kormorane, Lachmöwen, LIBELLE, GIRAFFE, Spatz, Rauchschwalben, Höckerschwäne, Blässhühnchen, Stockenenten, Silbermöwen.

Nieuwe Maas 10 km, Noord 9 km, Oude Maas 4 km, Dortse Kil 9 km, Hollandse Diep 18 km 


Willemstad Impressionen


5. Tag Mittwoch 10.07.2019 Willemstad - S'Hertogenbosch

Heute legen wir um 09.00 h ab, über das Diep fahren wir zurück in Richtung Osten. Auf Steuerbord passieren wir die wieder die gewaltigen Industrieanlagen von Moerdijk, danach wird es wieder gemütlich. Wir befahren jetzt die Amer, ein Mündungsarm zum Rheindelta gehörend. Das Wetter ist bis Mittag angenehm, sonnige Abschnitte mit einigen Wölkchen, dann scheint es sich zuzuziehen. 
Wir sehen drei Militärhubschrauber und einen gelben, die über uns bei Waalwijk hinweg fliegen. Industrie und Natur wechseln sich ab, immer wieder gibt es kleinere Orte mit Häfen. 




Ich wundere mich über eine normale weiße Hausgans in einer Gruppe Kanadagänse, wir scherzen, sie hat wohl kein Bock auf Weihnachten. Die Innenstadt unseres heutigen Zieles S'Hertogenbosch erreichen wir, indem wir am Nachmittag ein Stück der Zuid-Willemsvaart befahren. Wir haben 58% Regenwahrscheinlichkeit, am Abend Vorausschau 91 %. 

Sichtungen zur Wochenmitte: Lachmöwen, Rauchschwalben, Höckerschwäne, Blässhühnchen, Mäusebussard, Nilgänse mit Jungen, Nebelkrähen, Kanadagänse in einer Gruppe mit einer normalen weißen Hausgans, Graureiher, Flussseeschwalbe, Haubentaucher, Storch, Felsentaube, Elstern, Amsel, erst am nächsten Tag aufgelöst junge Teichhühner.

Hollandse Diep 18 km, Amer 8 km, Bergse Maas 25 km, Maas 12 km, Zuid- Willemsvaart 7 km 1 Schleuse 

6. Tag Donnertag 11.07.2019 S'Hertogenbosch bis irgendwo auf der Strecke

Statt 09.00 h starten wir erst um kurz nach halb 10.00 h, die Schleuse öffnet pünktlich um 10.00 h. Wir müssen rückwärts die 7 km auf dem Zuid-Willemvaart zurück, um dann auf der Maas weiter zu folgen. Ein entspannter Tag auf dem Fluss mit Windmühlen, die aus der Ferne grüßen, wenige Schleusen bieten Abwechslung. Das Teichhühnchen nutzt die LIBERTÉ als Kletterbaum zum Unmut des Captains, der gestern und heute geputzt hat und fährt ein kleines Stück mit. 




In der Schleuse begrüßt uns der Bordhündin Posta des Flussschiffes Merwestroom, an dem wir längsseits gehen. Die Ufer ziehen an uns vorbei, immer wieder sieht man Kuhherden am Wasser stehen, einige suchen Schutz unter Bäumen vor der Sonne, die endlich wärmend scheint. Ich schmunzle schon, da einige sagen, es sei zu heiß an Oberdeck. 

Zeitig gibt es heute Mittagessen: Melone mit Parmaschinken und Himbeerbalsamicocreme, Ragout von Rind und Kaninchen mit Pilz-Rotwein-Sauce dazu Romanesco und Basmatireis und als Abschluss Panna Cotta.
Schon zum Mittag Gewimmel in der Schleuse, ich sage Cappuccino kommt, das passt, denn der erste wird serviert und gleichzeitig geht eine Yacht mit dem Namen längsseits. Am Nachmittag passieren wir die Maas-Waal-Kanal Mündung, von hier kann man bei Nijmegen den Rhein zu erreichen. 

Wir suchen uns eine schöne Stelle an unserer Strecke für den Abend und die Nacht. Das Wetter ist stabil und wir wollen Grillen. Es gibt lecker Kalbsfilet und -Würstchen, Fritz hat Kartoffelsalat und grünen Salat gemacht und der Captain gibt die Getränke dazu aus. Das Wetter spielt mit, trotz Prognose bleibt es trocken und ist angenehm von der Temperatur, da es windstill ist. Es gibt einen schönen Sonnenuntergang. Wir genießen den schönen Sommerabend. 





Sichtungen: Ein Teichhuhn mit grünen Füssen, Lachmöwen, Blässhühnchen mit jungen schauen am Bullauge vorbei, die Gänse- und auch die Entenschar, sie werden mir fehlen. Jetzt zeigen auch die weißen Wildgänse ihre vier Jungen. Nebelkrähe, Haubentaucher mit 2 Jungen, Kormorane, Graureiher, Kühe am Ufer und im Wasser werden nicht gezählt, sowie der Maulesel und das Pony auf der Weide ebenfalls nicht. Flusspferde (Scherz 5 Pferde im Wasser), gemeine Wespe, Stubenfliegen, natürlich Mücken und diese fiesen Stechfliegen, Bachstelze, Mäusebussarde, Höckerschwäne, Kohlweißlinge, Graugänse, Nilgänse, Kanadagänse, Trauerschwäne oder auch Schwarzschwan. 

Zuid-Willemsvaart 7 km 1 Schleuse, Maas ca. 80 km ca. 3 Schleusen 

7. Tag Freitag 12.07.2019 Mook - Roermond

Um ca. 08.00 h legen wir heute ab, es regnet heute, es scheint, dass die Wetterprognose leider stimmt. Ab der ersten Schleuse scheint die Sonne und noch eine Zeit danach. Die Schleuse Sluis Sambeek hat drei Kammern. Auf der Maas geht es zu wie auf einem Güterbahnhof, uns kommen sehr viele Frachtschiffe entgegen. 

Wir sehen an der Strecke, dass die Deiche erhöht werden. Selbst in Mook wurde eine Schutzmauer errichtet, aber schön passend zu der Kirchenmauer. 
Um die Mittagszeit passieren wir Venlo, die deutsch-niederländische Grenze verläuft hier in nur ca. 4 km Entfernung parallel zur Maas. Die nächste größere Stadt ist Krefeld in etwa 25 km landeinwärts. 




Unser Mittagessen am Freitag: Zwiebelsuppe, Lachs mit Zucchini und gelben angebratenen Paprika, Senfsauce und Kartoffeln, danach Creme Brülee. 
Es wird auf einmal sehr windig. Um 14.40 h sagt Steffen, es ist Gewitter angesagt, in dem Augenblick blitzt es auch schon. Ich mache ein Foto von Kühen auf dem Deich, die dastehen wie die Hühner auf der Stange. 
Unser heutiges Ziel heißt Roermond, eine hübsche Stadt in einem größtenteils künstlich angelegten Wassersportgebiet. In den Geschäften und Restaurants viele Deutsche, auch haben viele hier ein Boot liegen, auf den Maasplassen gibt es unzählige Yachthäfen. Die vielen ehemaligen Baggerseen sind alle miteinander verbunden. 




Zur Kaffeezeit erreichen wir unseren Liegeplatz gegenüber des Natalini Turmes, dem 63 m hohen Büroturmes nach einem Entwurf des Architekten Adolfo Natalini und dem Architektenbüro Abken Schrauwe. Wir gegen an Land an einem Hausboot vorbei, dass ein wenig an eine Hütte in den Bergen erinnert. Wir spazieren zum Marktplatz und ich kaufe mir 2 Blusen und eine Stola. 
Dann suchen wir uns ein Restaurant zum Abendessen und wählen das Aruna Cuisine am Kraanpoort 1. Es ist von außen ansprechend und wir werden gleich nett willkommen geheißen. Die Karte ist überschaubar, wir wählen orientalische Vorspeisen in Gläsern und indische bzw. thailändische Hauptgerichte. 

Sichtungen: Graureiher, Spatz, Rauchschwalben, Graugänse, Nilgänse, Nebelkrähen, Kormorane, Lachmöwen, Kanadagänse, Stockenenten, Bachstelzen, Austernfischer, Felsentaube, am Vormittag Biber durch Captain entdeckt, leider nur unscharfes Foto. Rabenkrähen, Trauerschwäne. 
  
Maas ca. 70 km 3 Schleusen 

8. Tag Samstag 13.07.2019 Roermond - Maastricht - Lüttich 

Gegen 7.00 h legen wir ab und fahren noch ein Stück durch das Wassersportgebiet, dann kommt schon die erste Schleuse, ich bin noch im Bad. Die zweite Schleuse hat einen Hub 9,8 m, ab hier (Maasbracht) fahren wir auf dem Julianakanaal. Die Maas begleitet und in einiger Entfernung, sie folgt ihrem uralten Lauf über und ist in diesem Abschnitt nicht schiffbar. 
Ich bin begeistert, hier haben sie Doppel- oder sogar dreifache Schleusen. Nicht wie bei uns in Deutschland, wo alles blockiert ist, wenn das Schleusentor einmal kaputt ist. 



Zum Mittag halten wir in Maastricht, hier bunkert Captain und schauen und wir die Stadt an, Holland hat schöne Geschäfte. Als wir in Richtung Schiff spazieren, sehen wir eine dunkle Wolkenwand auf uns zugekommen. Captain verholt zurück an den Steg und wir können vor dem Regen an Bord gehen. Es ist schwül, ich packe schon einige Sachen zusammen, morgen ist schon Ausschiffung. Schnell noch geduscht.
Zur Kaffeezeit legen wir ab, es gibt Kaffee und Schokokuchen. Ab geht es jetzt Kurs Lüttich, die letzten Kilometer sind normalerweise schnell geschafft. Auf dem Weg dorthin dominiert Industrie das Bild, riesige Hafenanlagen sind am Ufer entstanden. 
Nur noch eine Schleuse ist an der Grenze zu passieren, aber leider lässt uns die kleine Maus mit der angenehmen Stimme (Maus frz. Souris) 50 min vor der Schleuse Lanaye (Ternaaien) warten. Wie im Spiel „Tetris“ werden die Schiffe in der Schleuse verteilt. Irgendwie dauert es ewig, bis das Schleusentor schließt, gemächlich steigen wir die ca. 10 m nach oben, insgesamt 1 1/2 Stunden Wartezeit.

Foto Steffens Handy des letzten Stücks

Lüttich ist eines der Industriezentren Belgiens. Wir haben nach der Schleuse jetzt noch 20 km vor uns. An viel Industrie und Industrieleichen geht es vorbei, viele Brücken zum Teil mit cooler Graffiti wie der Gorilla. Ein Denkmal steht im Fahrwasser ???

Wir fahren an hässlichen Wohnsilos vorbei. Nicht wirklich schön, es sieht dunkel aus. Wir gehen direkt zu dem Restaurant am Anleger, es sind leider nur noch Plätze draußen frei. Wir bestellen Rotwein, nehmen einen Schluck, da fängt es an zu gießen.
Die Tischdecke und auch die Stühle am 6-er Tisch sind klatschnass. Ein anderes Pärchen von Bord findet einen 2-er Tisch unter einen der Sonnenschirme. Es sind Ständer mit vier einzelnen Schirmen, die die Wassermassen in den Zwischenräumen durchlassen. Der Regen stoppt, wir bestellen und setzen uns enger zusammen. Steffen opfert sein Wasserglas, das zweimal voll ist. Unsere eigene Fontäne am Tisch. Das Essen ist prima, wir gehen aber danach gleich wieder an Bord und sitzen draußen. 

Sichtungen: Höckerschwäne, Lachmöwen, Graureiher, Mäusebussarde, Flussuferläufer, Stockenenten mit Jungen, Kohlweißling, Felsentaube, Blässhühnchen. 

Maas (Roermond-Maastricht) 7 km 1 Schleusen, Maas (Maastricht-Lüttich) 33 km 1 Schleuse so ungefähr...

9. Tag Sonntag 14.07.2019 Abreisetag

Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen, unser Großraumtaxi ist bereits gestern für 10.00 h bestellt worden. Wir sind die ersten von Bord, die aufbrechen, 2 Pärchen fahren mit uns im Zug in Richtung Heimat.

FAZIT der Reise: Das Wetter hatten wir uns anders vorgestellt, es war kälter und ungemütlicher als wir gedacht haben. Wir waren sehr begeistert von Holland!

Vaarwel 👋  tot de volgende keer!! 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag
©️ Constanze Paula Hoffmann

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