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Donnerstag, 26. April 2012

1 x um die Welt - Teil 2a

- Auf den Spuren großer Seefahrer

Bildquelle Hapag Lloyd Kreuzfahrten

Sich einmal wie ein großer Entdecker fühlen, davon träumt so mancher. Große Seefahrer wie Kapitän James Cook, er segelte von 1768 bis 1780 um die Welt. In einer Zeit, als es noch viele weiße Flecken auf den Landkarten der Europäer gab, führten ihn seine Reisen in die Südsee. Oder auf den Spuren der Bounty mit William Bligh, der einer alten Seefahrerfamilie entstammte und 1779 Augenzeuge von Cooks Ermordung auf Hawaii war. Auf den Spuren großer Entdecker - viele brachen auf ins Ungewisse mit dem Ziel Land zu erobern, die letzten weißen Flecken auf den Landkarten zu füllen, mit Wissensdurst oder auch auf der Suche nach Handelspartnern. 

Für mich ist der der erste Trip auf bzw. über den Südpazifik oder auch Südsee. Gleich 4 Ziele haben mich bewogen, diese Reise anzutreten - Robinson Insel, Osterinsel, Pitcairn und Tahiti, ich bin gespannt. Meine Reisestatistik: 62 reine Seetage, insgesamt auf 161 Tage auf 12 Reisen verteilt, ein Schnitt von 13,42 Tagen/ Reise. (Nicht mitgezählt sind Übernachtungen vorher und Abreisetage sowie Reisen auf anderen Schiffen). 

 

Tag 1 - Mo 05.03.2012 - Santiago  - Flug nach Puerto Montt und dort zur Einschiffung auf die Hanseatic, Abfahrt 17.00 Uhr
 
Heute geht es nach Hause. Es gibt ein frühes Frühstück, bevor es um 7.30 h zum Flughafen geht. Bei uns im Bus ist Kai Schepp, der das andere Vorprogramm Atacamawüste begleitet hat. Nach einem kurzen Flug werden wir von den Agenten in Puerto Montt erwartet. Per Bus begeben wir uns auf eine Orientierungsfahrt. Unser Guide erzählt uns, daß Chile 1000 Vulkane hat, allein in dieser Region sind 3 - 4 aktive. Außerdem weist uns unser Guide auf die von deutschen eingeschleppte Plage, den Stachelginster hin. Wir kommen durch Puerto Varas, der Rosenstadt, unschwer an den Rosen am Straßenrand zu erkennen. Zum Mittag halten wir am Hotel ARREBOL PATAGONIA, einem schönen Restaurant und Hotel, in dem wir das leckere Chilenische Spezialgericht "Curanto" geniessen, das im Erdofen zubereitet wird. Dann geht es nach Frutillar, einer Siedlung, die von deutschen Einwanderern am 23. November 1856 gegründet wurde. Frutillar liegt im Süden des Chiles in der Región de los Lagos am Westufer des Lago Llanquihue, mit rund 860 km² der zweitgrößte See Chiles. Blickt man von Frutillar auf die gegenüberliegende Seeseite, sieht man dort den mächtigen Vulkan Osorno mit seiner Höhe von 2652 m. In dem Museum (Museo Colonial Alemán), daß die deutsche Besiedlung ab Mitte des 19. Jahrhunderts zeigt, kaufe ich mir in der Schmiede ein Hufeisen als Andenken. Dann endlich geht es nach Hause. Als wir an der Pier ankommen, sehen wir, ein Frachtschiff hat die Pier blockiert. Also geht es per Tender an Bord. Die Rotterdam liegt ebenfalls auf Reede. Da deren Passagiere auch einchecken, verzögert sich alles. Die Behörden lassen uns die Koffer durch die Kontrolle schleppen. Um 17.30 h unsere Seenotrettungsübung. Mit 2 Stunden Verspätung geht es in Richtung Valparaiso - Entfernung 628 sm. Wir richten uns häuslich ein, gehen etwas essen und ab geht es in die Falle. SA 7:38, SU 20:28.

Tag 2 - Di 06.03.2012 - Entspannung auf See 
9.00 h Durchsage Kapitän: Unsere Position ist 39° S 75° W, 360° parallel zur Chilenischen Küste auf Höhe des Rio Valdivi. Wir haben 2 Lotsen an Bord und haben 1 Drittel der Strecke zurückgelegt - 204 sm, Restdistanz ist 207 sm, 16 Knoten Fahrt, Wassertiefe ist 1000 m. 16°, 16°, 1016 hPa, schwache Brise O 2-3, 2 - 2,5 m Schwell. Danach Kommentar Kai Schepp: Um das Schiff herum sehen Sie Albatrosse, Sturmvögel und Riesensturmvögel. 10.30 Willkommen an Bord - Vorstellung der Konzessionäre, Reiseleitung und Experten. Unsere Experten dieser Reise sind Eliane Koller - Ethnologin und Dokumentarfilmerin, Kai Schepp - Leiter exklusiver Naturreisen, Dr. Franz Gingele - Glaziologe und Klimatologe und Prof. Dr. Lothar Staeck - Biologe und Verfasser unseres Reisetagebuches. 11.30 h - Anden - Feuer und Eis mit Franz Gingele. 17.00 h Vortrag Lothar Staeck - Küstensaum - Leben in und am Meer. 18.30 h Willkommens - Cocktail und Vorstellung. Anzahl der Passagiere 159, 125 Crew, 11 Häfen, 5200 Meilen - 9600 km. Danach das Welcome Dinner und ein Besuch in der Explorer Lounge. Wir haben eine neue Band - Sigi Kohlberg Band. 13.00 h 17°, 17°, 1017 hPa, 64%, 1-2 variabel, leicht bewölkt, SA 7:44, SU 20:28.

Tag 3 - Mi 07.03.2012 - Valparaíso/Chile, von 14.00 bis 24.00 Uhr
                 
Mein Mann ist gerade im Bad, da geht die Vorauskamera aus, ich stelle um, dann ist plötzlich alles aus. Er steht im Dunkeln und ruft: "Warum hast Du das Licht ausgemacht?" Gott sei Dank schon geduscht - wir haben einen Blackout. Dann hören wir die 9.00 h Durchsage des Kapitäns:Position 33° 12' S, 31° 59' W, 115 sm Steuerbord ist die Chilenische Küste 22 m Entfernung, 572 sm seit Puerto Montt. 11.00 h Lotse an Bord, 11.30 h fest. 22', 600 m Wassertiefe. 20°, 17°, 1013 hPa, achtern S 4, 1-1,5 m hohe Wellen. Wir haben ein Problem mit der Stromversorgung, Toilette und Frischwasser (schon gemerkt). um 9.55 h haben wir immer noch kein Frischwasser. 10.00 h Vortrag Kai Schepp - Valparaiso und historische Orte der Küste. Er erzählt von Valdivia, dort gab es 1960 das bisher stärkste Beben. Am 22. Mai 1960 wurde die Stadt vom stärksten gemessenen Erdbeben der Welt und von einem Tsunami getroffen (Großes Chile-Erdbeben). Das Beben hatte eine Stärke von 9,5 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Kai sagt, es war paradox, am dem Tag als 2011 in Japan die Erde bebt, befindet die Hanse dort vor Valdivia. 3 Stunden bevor die Welle kommt, nimmt sie Kurs auf die offene See. 10.55 h Frischwasser wieder ok. Wir kommen vor Valparaiso an, aber der Liegeplatz ist noch nicht frei. Nach dem Mittag gehen wir auf unseren Ausflug. Im Terminal hole ich Postkarten und schicke die ersten nach Hause, außerdem kaufe ich mir einen korallenfarbenen Schal und zwei Magneten. Valparaiso, das „Tor zum Pazifik", die wunderschöne Altstadt von Valparaíso gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die bunten Fassaden im Kolonialstil trugen diesem traditionsreichen Handelsplatz schon im 19. Jh. den Namen „kleines San Francisco" ein. Ab 14.45 h erkunden wir Valparaiso mit Bus und Bahn (Trolley) aus den 60 er Jahren mit unseren Guides Hilma und Daniela. Wir erklimmen etliche Höhenmeter teils zu Fuß über Treppen, teils mit den Ascensores - Aufzügen (Standseilbahn), fahren Metro und mit den Trolleys durch schöne, enge Gassen und haben von oben einen schönen Blick über die Stadt. Es ist sehr heiß, bei einem Eiskaffee erzählt uns Hilma von ihrer Stadt und daß sie hier eigentlich täglich Erdbeben haben. Danach geht es zurück zum Schiff und wir geniessen die Dusche. Nach dem Abendessen gibt es Musik und Folklore in der Explorer Lounge, mit meinem neuen Schal bin ich dafür gewappnet. Der Joke an ihm, er wird durch Schütteln größer. Um 2:30 statt wie geplant Mitternacht nehmen wir Kurs auf die Robinson Insel - Entfernung 371 sm. 12.00 h 19,5°, 18,5°, SW 5, wolkig, SA 7:43, SU 20:14.

Tag 4 - Do 08.03.2012- Entspannung auf See - Kurs Robinson Insel

9.00 h Kapitän: Um 2:30 h haben wir Valparaiso verlassen. Verzögerung durch Bunkern, Proviant und Crewwechsel. Kurs Isle Robinson 264°, 14 Knoten, 91 sm, Restdistanz 277 sm. Position 33° 6' S 73° 19' W, Tiefe 3700 m, 17°, 16°, 1010 hPa, frischer Wind SSW 5, bewölkt, Schauer, Wellenhöhe 3 m. 10:30 h Vortrag Erdbeben und Tsumanis - Gingele. Das paßt ja, Chile bebt täglich und 2010 wurde die Robinson Insel verwüstet. 11.30 Pølserparty auf dem Pooldeck mit Michael und Eliane - Sigi Kohlberg Band, immer eine super Stimmung, wir verzichten auf das Mittagessen. 17.00 h Juan Fernández und Robinson Crusoe - Die wahre Geschichte, die Story und das Ende einer deutsch - englischen Verfolgung - mit Kai Schepp. 18.15 h Recap mit den Experten und Vorschau auf die Robinson Crusoe Insel in der Explorer Lounge. Heute geht das Internet wieder. SA 7:50, SU 20:34.

Tag 5 - Fr 09.03.2012 - Robinson Crusoe Insel/Chile

Heute ist Freitag und wir erreichen die Robinson Crusoe Insel um 8.00 h. Wer kennt sie nicht die Geschichte von Robinson und seinem Freitag? Alexander Selkirk war Vorbild für die gleichnamige Romanfigur des Daniel Defoe, er wurde im Jahre 1705 ausgesetzt. Auf dieser Insel beeindrucken schroffe Küstenformationen und üppig grüne Berglandschaften mit ihrem dichten Bewuchs aus Bäumen, Farnen und Gräsern den Besucher. In diesem UNESCO-Biosphärenreservat wachsen über 100 endemische Pflanzenarten. Robinsón Crusoe (spanisch Isla Robinsón Crusoe) ist mit 96,4 km² die größte Insel des zu Chile gehörenden Archipels der Juan-Fernández-Inseln. Ich freue mich, endlich hier zu sein. Aber zuerst muß das Schiff von den Behörden freigegeben werden. Das erste Boot sollen die Wanderer nehmen, die mit Schepp auf den Berg steigen werden. Ankerplatz ist vor der Hauptstadt San Juan Bautista. Per Tender geht es an die Pier, von dort sieht man ganz genau, bis wo der Tsunami 2010 die Insel zerstört hat, der durch das Erdbeben vom 27. Februar 2010 in Mittelchile ausgelöst wurde. Wir spazieren in Richtung des Platzes, an dem die Dresden gesunken ist. Auf dem Weg dorthin probieren wir die Sportgeräte aus, die mit unserem Eigengewicht funktionieren. Wir sehen einen Seebären, der gerade Rückenschwimmen macht, er läßt sich durch nichts stören. Danach gehen wir zur Kirche, von wo ein Tsunamifluchtweg beginnt. Wir spazieren oberhalb der Kirche durch den Ort und sehen Kolibris und diverse Pflanzen. Ab 11.00 ist eine Piratenparty geplant, es gibt Langustenspiesse und Fischklößchen mit Dips sowie einheimisches Bier und Pisco Sour. Gegen 13.00 h kehren wir zum Schiff zurück und relaxen auf dem Pooldeck. 15.05 h Anker hoch - Kurs Osterinsel - Entfernung 1642 sm nach einer Inselumrundung. Wir sehen fliegende Fische und Sturmvögel. 18.00 h Kapitän: 24.00 - ca. 4.00 h kein Strom, Frischwasser und Toilette wegen Reparatur. Um 19.00 h gehen wir heute ins Ethno Restaurant - Sushi und Sashimi. Heute Nacht Uhrenumstellung - 1 Stunde zurück. SA 8:10, SU 20:45.



Tag 6 - Sa 10.03.2012 - Seetag - Kurs Osterinsel 
9.00 h Kapitän: Position 32' 33' S 83' 54' W, auf dem Breitengrad von Santiago, Buenos Aires und Kapstadt. Kurs 283', 276 sm, Rest 1377 sm, 14 Knoten, Tiefe 3650 m, 22', 22', 1014 hPa, NNW 4, 1,5 m Wellen. 10.30 h Vortrag Lothar Staeck - Warum Inseln so faszinierend sind. 12.30 h Großes Tapasbüfett im Marco Polo Restaurant. 17.00 h - Verschenkte Kinder mit Eliane Koller. 12.00 h - 21', 22', 1025 hPa, 71%, WNW 3, leicht bewölkt, Regen, SA 7:29, SU 21:10.

Tag 7 - So 11.03.2012 - Auf See - Kurs Osterinsel 
9.00 h Durchsage: 6 h Unterschied zu Deutschland, Position 31° 13' S 90° 24' W. 616 sm seit der Robinson Crusoe Insel, Restdistanz 1030 sm. Am 14.03.2012 werden wir die Osterinsel erreichen. 14 Knoten, Tiefe 3000 - 4000 m, wir sind außerhalb der Seeschiffahrts - Straßen. 22°, 23°, S 3-4, Dünung 2 - 2,5 m, 1020 hPa steigend. Kurz nach dem Kapitän meldet sich Lothar Staeck von der Brücke, Sichtung eines Weisschwanz - Tropicvogels. Dafür müßte Land in der Nähe sein, es gibt zwei Punkte auf der Landkarte mit dem Vermerk - Nachweis nicht erbracht. 10.30 h - Franz Gingele - El Ninjo - Fluch oder Segen? 15.00 h Brückensprechstunde mit dem Kapitän. 16.45 h Blütenzauber der Südsee - mit Lothar Staeck. Nach dem Abendessen gehen wir auf das Explorer Deck - ein Bekannter hat ein Sternfinder App, wir sehen das Kreuz des Südens. 12.00 h 24', 23', S 3, wolkig, SA 7:57, SU 20:34.

Tag 8 - Mo 12.03.2012 - noch ein Seetag - Kurs Osterinsel


9.00 h Durchsage: Position 29' 51' S 97' 02' W, Kurs 283', 15 Knoten, 682 sm Restdistanz nach Hanga Roa. 979 sm seit Valparaiso, fast 2000 km. Wassertiefe unter dem Bug 3650 m. 22', 24', 1021 hPa, O 2-3, bedeckt, 1,5 m Schwell, Pool ist gefüllt. 10.30 h Meeresbiologie und Klimaforschung in tropischen Meeren - Gingele. 11:30 Fitnessraum, 12:30 großes Fischbüfett. Nach dem Mittag Sonnenbaden auf dem Oberdeck. 17.00 h Die Osterinsel vor der europäischen Entdeckung - Schepp. Nach dem Abendessen gibt es für uns wieder Sternenkunde per App, diesmal nehmen wir 2 nette österreichische Damen mit dazu, die wir ebenfalls von dem Vorprogramm kennen. Die Uhren werden heute Abend wieder eine Stunde zurückgestellt. 12.00 h 25', 25', NO 3, wolkig, SA 7:23, SU 19:58. 

Tag 9 - Die 13.03.2012 - letzter Seetag vor der Osterinsel
9.00 h: Hanga Roa kommt immer näher, noch 307 sm, wir werden pünktlich um 8.00 h die Osterinsel erreichen. 28' 24' S 103' 57' W, Felsengruppe Isla Sala y Gomez nördlich von uns - in 320'. Kurs immer noch 283'. Schon 1351 sm, 15 Knoten, Wassertiefe 3000 - 3500 m. 24', 25', 1019 hPa gleichbleibend, O2, Dünung 1- 1,5 m aus nördlicher Richtung. 10.00 h Vom Vogelmannkult bis zum heutigen Leben auf der Osterinsel - Schepp. 11.30 h Zodiaceinweisung ltd. Offizier Carsten Gerke und Vorausschau auf die Osterinsel mit den Lektoren. Nach dem Mittag ist wieder Sonnen angesagt. 12:00 h 25', 25', NO 3, wolkig, SA 7:50, SU 20:21 und wieder die Uhr um 1 Stunde zurück.

Tag 10 - Mi 14.03.2012 -  Hanga Roa/ Osterinsel/ Chile, von 8.00 bis 19.00 Uhr

Ahu Tongariki
7.30 h - Wir ankern vor Hanga Roa, dem Hauptort der Osterinsel, die seit mehr als einem Jahrtausend von den mystischen Moais bewacht wird. So haben wir Zeit, uns im Ort später umzusehen. 8.15 h Beginn der Ausbootung, irgendwie herrscht Chaos, das sind wir sonst nicht so gewohnt. Wir gehen auf den Ausflug - Moai Statuen. Dank dieser Steinriesen ist der Rapa-Nui-Nationalpark Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Per Bus geht es zur  "Werkstatt" der Statuen - dem Steinbruch am Vulkan Ranau Raraku. Ein Mysterium von Rapa Nui ist das Geheimnis um den Vogelmann. In jedem Frühjahr schwammen junge Männer von Orongo aus zum vorgelagerten Motu Nui, um das erste Ei der Rußseeschwalbe (Sterna fuscata) zu finden. Wer als erster ein unbeschädigtes Ei zurückbrachte, wurde zum Vogelmann erklärt, stand rituellen Opfern vor und erfreute sich besonderer Privilegien. Das Hauptmotiv ist das des Vogelmannes (polynesisch: Tangata Manu), ein Mischwesen aus Mensch und Fregattvogel. Der Kult um den Vogelmann erlangte ab etwa 1500 n. Chr. zunehmende Bedeutung. Die Gründe für die Abkehr von der alten Religion der Ahnenverehrung, die letztendlich auch das spätere Umstürzen der Moais zur Folge hatte, sind unbekannt. (Quelle Wikipedia). 
Danach wandern wir zur Caldera, wo sich jetzt ein schöner See befindet. Unser nächstes Ziel ist Ahu Tongariki, die 15 Statuen wurden bei einem Tsunami umgeworfen und per Kran wieder aufgestellt. Zum Schluß geht es zu dem Sehenden - Ko Te Riku. Als wir wieder am Anleger sind, machen wir uns auf eigene Kappe auf den Weg, um Souvenirs und Postkarten zu kaufen. Ich erstehe einen Minimoai, sowie ein Hemd und ein Herren T-Shirt mit Moaimotiven. Zum Nachmittag sind wir wieder an Bord. Nach der Dusche stelle ich fest, daß ich zu viel Sonne bekommen habe, dem entsprechend bin ich am Abend total fertig. Bevor ich mich in meine Koje verkrieche, pflege ich meine krebsrote Haut mit Aloe. 19.00 h Anker hoch – Kurs Dulcie Island/ Pitcairn Insel – Entfernung 844 sm. 12.00 h 27°, 26°, O3, wolkig, SA 7:18, SU 19:35, die Uhr wird wieder um 1 Stunde zurückgestellt. 


Die Hanse vor dem Sehendem - Ko Te Riku

Tag 11 - Do 15.03.2012 – Seetag - Kurs Ducie Island
Kapitänsdurchsage 9.00 h: Zeitunterschied zu Deutschland beträgt 8 Stunden, Position 26°30‘ S 113°26‘ W, Kurs Ducie Island 280°, ein Viertel der Strecke - 220 sm, 625 sm Rest, wir werden die Insel um 7.00 h erreichen, 900 sm bis Pitcairn. 15 Knoten, mehr als 3000 m Wassertiefe, 100 % bewölkt, 24°, 26°, 1017 hPa steigend, O 5 von achtern, 2 – 2,5 m Wellenhöhe. 10.30 h Generalalarm – Übung Crew. Zur selben Zeit der Vortrag - Ungewöhnliche Bäume auf den Inseln der Südsee – Lothar Staeck, immer wieder von Anweisungen des Kapitäns unterbrochen. Heute gibt es Pastabüffet. 15.00 h Der Film - My adopted family von Eliane Koller. 16.45 h Sterne der Südsee – eine Einführung mit Kai Schepp. 18.15 h Recap und Vorschau auf Ducie Island und Pitcairn mit den Experten. Der Kapitän erzählt, daß er 1990 dabei war, als die Crew der World Discoverer den Anker der Arcadia gehoben hatten. Die Arcadia war 1181 vor Ducie Island gesunken, der Anker wurde danach nach Pitcairn gebracht. 21.45 Klassisches Klavierkonzert mit Alexander Gorlenko – Bach, Beethoven, Schubert, Tschaikowsky und Rachmaninow. 12:00 h 24°, 26°, 1016,5 hPa, 84%, O4, bewölkt und Regen, SA 6:31, SU 18:59, Uhr 1 Stunde zurück.

Tag 12 - Fr  16.03.2012 - Seetag
9.00 h der Kapitän: Wir haben jetzt 9 Stunden Unterschied zu Deutschland und haben die Tropenzone fast erreicht. 25°27‘ S 119°41‘ W, 280°, 566 sm hinter uns, Rest 280 sm, Geschwindigkeit gedrosselt auf 13 Knoten. Wassertiefe etwa 2400 m, 25°, 27°, 1015 hPa steigend, O 3-4, Ozeandünung 2 – 2,5 m von achtern. Ich gehe auf die Brücke und Frage nach der Luftfeuchtigkeit, sie beträgt 80%. 10.30 h Vulkane des Pazifischen Feuerringes – Franz Gingele. Er nennt als Hotspots Hawaii, Yellowstone und die Eifel, genau in dieser Reihenfolge. Als Anzahl gibt er 50 – 110 an. Da die Identifikation kleinerer Plumes sehr schwierig ist, bleibt die genaue Anzahl unklar. In der Fachliteratur wurden Kataloge der weltweit beobachteten Hotspots in unterschiedlicher Zahl veröffentlicht. Etwa 50 davon konnten bislang durch seismologische Untersuchungen als Mantelplumes eindeutig verifiziert bzw. als sehr wahrscheinliche Kandidaten eingestuft werden. Die bekanntesten Beispiele für Hotspot-Vulkanismus sind neben den Hawaii-Inseln und Island die Eifel in Deutschland, die Galápagos-Inseln in Ecuador und der Yellowstone-Nationalpark in Wyoming. Danach geht die Bordroutine ihren Gang – Mittagessen und dann an Oberdeck zum Sonnen. 16.45 h Tahitianischer Tanz – Geschichte einer Leidenschaft – Eliane Koller. Am Abend ist Chef’s Abendessen – die Küchencrew hat sich selbst übertroffen. 12.00 h 24,5°, 26,6°, NO 2-3, wolkig, SA 6:57, SU 19:22 und wieder stellen wir die Uhr um Stunde zurück. 

Tag 13 - Sa 17.03.2012 – Seetag - Passieren Dulcie Atoll/ Pitcairn Islands

Maskentölpel vor Ducie Island
Um Punkt 7.00 h erreichen wir Ducie Island, ein Scoutboot wird voraus gesandt, da ein großer Schwell herrscht. 7.35 h – Matthias Meyer, unser Kreuzfahrtdirektor: Es ist zu tief zum Ankern und zu großer Schwell am Strand. Wir werden ab 8.15 h mit den Zodiacs am Strand entlang fahren und dann später mit dem Schiff die Insel umrunden. 26° Außentemperatur. Wir steigen zu Lothar Staeck und dem Arzt ins Boot. Rings um uns herum dieses tiefblaue Wasser – Deep Blue. Leider wirkt es auf einem Foto nicht. Dann kommen wir ins flachere Gewässer und die Farbe wechselt zu einem Türkis. Um uns herum kreisen Fregattvögel, Feenschwalben und Maskentölpel. Ich probiere unsere neue Unterwasserkamera aus, klappt super. Lothar macht Jokes wie - Wissen Sie, wie das Wort Atoll entstand? Kapitän Cook sieht eines davon und ruft A – toll! Um 11.00 h verläßt die Hanse dann Ducie Island in Richtung Pitcairn – Entfernung 291 sm. Ab 12.30 h begeben wir uns auf kulinarische Weltreise – vorher und nachher wird gesonnt. Fazit – ein Sonnenbrand auf der Rückseite – wie dumm. Am Abend gehen wir mit einem Bekannten ins Spezialitäten Restaurant – es gibt Arabische Spezialitäten. Ab 21.30 h sehen wir in der Explorer Lounge – Die Meuterei auf der Bounty – die Erstverfilmung mit Clark Gable von 1935. 12:00 h 26°, 27°, NO 3-4, wolkig, SA 6:22, SU 18:41, die Uhren eine weitere Stunde zurück.
Im nächsten Teil geht es dann nach Pitcairn, zur Insel der Meuterer.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag  

© Constanze 'Paula' Hoffmann


Dienstag, 7. Juni 2011

Von Belém nach Teneriffa 02.05.2011 - 13.05.2011

.. ich liebe diese Seetage 

Stand 07/26 



Der Atlantik ist nach dem Pazifik das zweitgrößte Weltmeer, er bedeckt ca. 106 Millionen km². Der Atlantische Ozean, wie er auch genannt wird, entstand durch die Teilung der erdgeschichtlichen Kontinente Laurasia im Norden und Gondwana im Süden und trennt heute Europa und Afrika vom amerikanischen Kontinent. Seine durchschnittliche Tiefe beträgt 3 300 m und die größte Tiefe 9 219 m (Puerto-Rico-Graben). Die Länge des Atlantiks beträgt 21 300 km (Nord-Süd) und die Breite 5 500 km. Der Atlantik umfasst als Nebenmeere: Nordpolarmeer, Baffinmeer, Europäisches Nordmeer, europäisches und amerikanisches Mittelmeer, Hudsonbai, Nord- und Ostsee und Weddellmeer. Er ist der verkehrsmäßig wichtigste unserer drei Ozeane. 
Neben den natürlichen Verbindungen zu den angrenzenden Weltmeeren existieren auch von Menschen geschaffene Verbindungen, wie der Suezkanal, er verbindet das europäische Mittelmeer mit dem Roten Meer und dem Panamakanal, verbindet das amerikanische Mittelmeer mit dem Pazifik.
 
Weitere Informationen erhalten Sie bei  Wikipedia oder bei wissen.de

Diese Seetage haben immer etwas ganz Besonderes, sie geben einem Zeit die Seele baumeln zu lassen und oft erkannt man während solcher Reisen, was einem wirklich wichtig ist. 
Ich wurde gestern im Reisebüro gefragt, wie viele Seetage ich insgesamt schon auf der MS Hanseatic verbracht habe. Es sind seit 2005 bis zu dieser Reise genau 38 Seetage. Insgesamt komme ich auf eine Summe von 105 Tagen auf 8 Reisen verteilt, von denen ich keinen Tag missen möchte. Die Statistik werde ich weiterführen, allerdings nicht mitgezählt sind Reisen auf anderen Schiffen.


Tag 1 – Mi 04.05.2011 – Belem / Brasilien

Während viele Gäste der Amazonasreise wieder nach Hause müssen, machen wir heute eine Stadtbesichtigung in Belem – Die Höhepunkte von Belem. Den von Mangobäumen gesäumten Straßen der Innenstadt verdankt Belém den Beinamen „cidade das mangueiras“ (Stadt der Mangobäume). Wir schlendern über den Fischmarkt, das Gebäude am Ver-o-Peso („Schau auf das Gewicht“) mit dem 4 Türmchen ist eine Eisenkonstruktion, die von Henrique la Roque entworfen und 1901 erbaut wurde und das Wahrzeichen der Stadt ist. Auf dem Markt habe ich mir Dschungelmedizin und einen gut funktionierenden Regenmacher gekauft. Ich war so begeistert von den Klängen, daß ich ihn auf der ganzen Stadtrundfahrt rasseln ließ. Der Regenmacher und ich wurden danach auf der ganzen Reise von so manchen Passagier und Crew verflucht. Außerdem besichtigen wir auf dieser Tour die Basilika und das Fort. Der Nachteil dieses Ausfluges war, daß unsere Reisebegleiterin leider kein Wort deutsch oder englisch sprach und die Übersetzerin leider keine Ahnung von der Stadt und deren Geschichte hatte. Meine Meinung zu Belem: Mir gefiel nicht, daß im Hafenbecken der ganze Dreck der Stadt zu treiben schien. Faszinierend fand ich diese schwarzen Geier, die sich in Horden in der Stadt tummelten. Zum Mittag sind wir dann wieder an Bord. Ich freue mich, daß mit den neuen Gästen einige Bekannte von anderen Reisen mit an Bord kommen. Unter Ihnen ist auch das Lektorenehepaar Marion Tippmann-Böge und ihr Mann Rolf Böge. Nach der Seenotrettungsübung und dem Abendessen um 21.25 h legt die Hanse in Belem ab und nimmt Kurs auf Teneriffa – Entfernung 2598 sm. Wir haben noch einige blinde Passagiere an Bord – eine Gottesanbeterin, eine Fledermaus auf dem Pooldeck und jede Menge Moskitos. Ich freue mich auf die Seetage, die vor uns liegen. 12.00 h -27,5°, 28°, 1010 hPa, 90%, umlaufend 1-2, leicht bewölkt, SA 06:09 h, SU 18:13 h. 

Tag 2 - Do 05.05.2011 - Auf See 
Um 4.50 h überqueren wir den Äquator auf Position 00°00'00"S, 047°38'220"W. 9.00 h Durchsage von Kapitän Thilo Natke: Wir sind in einem Tropensturm, unser Kurs beträgt 47°, Geschwindigkeit 15 Knoten, Entfernung vom Amazonasdelta 175 nm, unsere Restdistanz beträgt noch 2429 sm. Um 10.00 h werden uns die neuen Lektoren, Experten und Künstler vorgestellt, die für mich interessanten Lektoren habe ich bereits oben erwähnt. Um 17.00 h hält Marion ihren ersten Vortrag "Voraussetzungen für Entdeckungsfahrten - Kartografie, Schiffbau und Navigation". Nach dem Willkommenscocktail und Abendessen treten alle Künstler dieser Reise auf: Laetitia Cropp - Mezzosopranistin, Kermit Gray - Tenor, Moritz Weber - Pianist und die Odessey Band, mit einem bunt gemischten Programm. 12.00 h - 26°, 28°, 1011 hPa, 100%, SSO 4, Regen - wer hat Schuld?

Tag 3 - Fr 06.05.2011 - Auf See 
Heute ist Frühgymnastik, ich mache meine eigenen Übungen, das ist mir wirklich angenehmer. Die Uhr wurde um eine Stunde zum Mittagessen vorgestellt. Die Sonne schaut heute öfter einmal vor den Wolken hervor, aber immer noch ist es tropisch heiß. Ich hatte die Hoffnung, daß es kühler und frischer wird, wenn wir erst auf dem Atlantik sind. Pustekuchen! Trotz alledem geniessen wir die Weite des Ozeans, rings herum gibt es nichts. Laut Kapitän Natke fahren wir abseits der bekannten Schiffsrouten, herrlich. Zum Abendessen gehen wir ins Ethno Restaurant (die Columbus Lounge jetzt Bistro Lemaire, die zum Spezialitäten Restaurant umfunktioniert wird). Dort gibt es heute Curry Variationen, die unser Koch Hendrik mit seiner Crew zubereitet hat. Am Abend singt Kermit in Begleitung der Band "Vom Broadway nach Harlem und zurück". Welch ein gelungener Abend, erst dieses schöne Menü und dann das beschwingte Konzert. 12.00 h - 28,5°, 28°, 1012 hPa, 100%, NO 5-6, bewölkt, SA 05:41 h, SU 18.:52 h.

Tag 4 - Sa 07.05.2011 - Auf See
Ich kann mich nicht entscheiden, bin ich immer noch müde von der Hitze des Amazonas und schon wieder durch die sanften Schiffsbewegungen? Wir haben schon 830 sm hinter uns, unsere Restdistanz beträgt noch 1787 sm. Marions heutiger Vortrag um 10.00 h heißt: "Auf den Spuren der Seefahrer auf dem Atlantischen Ozeans vom Altertum bis zur Kolonialzeit." Es ist ein typischer, schöner Bordtag, der Wettergott ist uns heute gut gesonnen, ich habe meinen Regenmacher fest in der Kabine verkeilt. Es gibt mittags einen Cocktail vor dem Barbecue an Deck und am Abend eine Poolparty unterm Sternenhimmel, die Odeyssey Band spielt für uns. Mai Tai wird in grünen Kokosnüssen serviert oder wer mag, kann auch Caipirovka (Caipirinha diesmal mit Wodka) bekommen. Es wird getanzt und gescherzt, es ist jedes Mal eine famose Stimmung.

Tag 5 - So 08.05.2011 - Seetag 
Ich wache auf und habe Kopfschmerzen. Anscheinend lerne ich nie, daß ich Mixgetränke lieber meiden sollte. Schaue mir um 10.00 h den Vortag Marions "Entdeckerreisen nach Amerika - von den Wikingern bis Kolumbus" von der Kabine aus im Fernseher an. Heute Mittag ist wieder Uhrenumstellung. In der Columbus Lounge ist italienisches Buffet, ich liebe Pasta, also gibt keine zwei Meinungen. Der Kapitän gibt heute um 15.30 h eine Brückensprechstunde, die ich leider nicht wahrnehmen kann, doofer Caipi! Mein Mann hat mir erzählt, daß es sehr interessant war. Zum Abendessen nach etlichen Stunden Schlaf sehe ich fast wieder manierlich aus. Heute versuchen sich der Kapitän und seine Offiziere als Kellner, sehr amüsant und siehe da, sie machen eine gute Figur dabei. 12.00 h - 25,5°, 26°, 1013 hPa, 73%, NO4, bedeckt, SA 06.00 h, SU 19.30 h.

Tag 6 - Mo 08.05.2011 - Seetag

Um 10.00 h ist wieder Marion dran, diesmal mit dem Thema: "Fluch und Segen der Entdeckungen". Ich erschrecke, als sie darüber erzählt, wie die Sklaven preismäßig gehandelt werden und als Stück bzw. Kinder als halbes Stück bezeichnet werden. Um 11.00 h gehen wir auf die Brücke, der Navigationsoffizier erzählt uns alles über die Reiseplanung des Schiffes, er ist ganz in seinem Element. Die am heutigen Nachmittag geplanten Vorträge werden gecancelt, der Atlantik ist ruhiger geworden. Zu unserer Freude werden wir mit Zodiacs ausgebootet - die Position erfahren wir später: 15.35 h - 16°50.8'N 29°17.2'W. Unsere Hoteldirektorin Doris ist heimlich still und leise mit Champagner bewaffnet in einem Zodiac voraus gefahren, was für eine Überraschung! 

Während wir scheinbar ohne Ziel mit den Zodiacs in den Wogen über den Atlantik fahren, verlässt die Hanse ihre Position und fährt an uns vorbei. Ich bemerke spöttisch: "Toll, die Hanseatic setzt ihre Gäste auf dem Atlantik aus!" Alle auf unserem Zodiac lachen. Aber wir haben Glück, Kapitän Natke hat Mitleid mit uns und nimmt uns wieder auf. Nach dem Chef Abendessen kreiert von Willy Leitgeb singt Kermit für uns unter dem Motto "Ol' man river". 06.00 h - 23°, 25°, 1013 hPa, 75%, O3, bedeckt, SA 06:37 h, SU 19:18 h. 

Tag 7 - Die 10.05.2011 - und wieder ein Seetag

9.00 h die Durchsage des Kapitäns, er macht sie auf den Seetagen immer pünktlich um 9.00 h, die aktuelle Position ist 19°25'N, 26°17'W, wir sind auf dem Breitengrad von Mexiko und der Dominikanischen Republik. Unser Kurs beträgt immer noch 47°, wir fahren mit 14 Knoten. Der Atlantik ist hier etwa 4000 m tief. Die Kapverden liegen etwa 150 sm auf der Steuerbordseite. Wir haben eine Distanz von 1830 sm hinter uns, bis Teneriffa liegen weitere 787 sm vor uns. Heute geht es in Marions Vortrag um "Pionierleistung der Luftfahrt - insbesondere der Luftpostweg von Südamerika". Um 11.20 h die Durchsage: "Wir sind nicht alleine, in etwa 20 min. treffen wir auf ein deutsches Schiff!" Wir stellen die Uhr zum Mittag wieder eine Stunde vor, der Frühschoppen ist diesmal auf dem Columbus Deck. Um 18.30 h gibt es eine Talkrunde mit dem Kapitän und 3 weiteren Crewmitgliedern mit dem Motto: "Erzähl doch 'mal". Kurioses, witziges und unvergessliches, wir lachen über die Ausführung des Kapitäns über die Stufen der Seekrankheit:
  1. Man hat Angst zu sterben
  2. Man möchte sterben
  3. Man hat Angst, man kann nicht sterben
Ich möchte mich hiermit auch im Namen aller damals anwesenden bei all denen entschuldigen, die es jemals mit Seekrankheit zu tun hatten. 

Tag 8 - Mi 11.05.2011 - Seetag 
Wir haben heute Nacht kaum schlafen können, wir sind ziemlich geädert. Punkt 9.00 h weckt uns der Kapitän: 23°1'W 21° 10'N, 300 sm von Westafrika entfernt. Auf dem Längengrad von Kap Blanc und Mauretanien. 2142 sm hinter uns, Restdistanz 475 sm. Wir haben 4000 m unterm Kiel, eine Wellenhöhe von 2-2,5 m. Pünktlich um 10.00 h - erzählt uns Marion über "Alexander von Humboldt - den Naturforscher und Menschenfreund". Um 11.15 h geht mein Mann zu einem Cocktail ABC in der Explorer Lounge. Heute ist schon der Abschiedsabend, der Kapitän lädt zum Cocktail und uns an seinen Tisch. Wir sind heute eine  gesellige und lustige 11 - er Runde. Heute ist es einmal anders, der Shantychor der MS Hanseatic singt vor dem Abendessen. 6.00 h - 21°, 22°, 1014 hPa, 75%, N5-6, bewölkt, SA 06:52 h, SU 19:56 h.

Tag 9 - Do 12.05.2011 - der letzte Seetag
Pünktlich um 9.00 h unser Kapitän: 26°9'N 18°28'W, wir fahren 11-12 Knoten und befinden uns 200 sm vor Westafrika und ebenso zu Teneriffa. Haben eine Distanz von 2418 sm hinter uns. Die Wassertiefe beträgt etwa 3000 m. Marion hält heute einen Vortrag über: "Teneriffa - Vulkaninsel mit tropischen Vegetationszonen." Um 12.00 h ist wieder Zeitumstellung, heute gibt es eine asiatisches Bufett. Marion und Ihr Mann verabschieden sich heute mit einer musikalischen Cocktailstunde mit vorgetragenen ernsten aber auch humorvollen Geschichten und Gedanken. 

Tag 10 - Fr 13.05.2011 - Santa Cruz/ Teneriffa
Nach dem Aufstehen können wir gerade noch dem Bus mit den abreisenden Passagieren winken. Wir beschließen mit einer Bekannten die Hauptstadt Santa Cruz auf eigene Kappe zu erkunden, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag
© Constanze 'Paula' Hoffmann am 07.06.2011