Samstag, 21. Dezember 2013

Taifun Schach zweite Runde

- von Kanazawa nach Manila 
2013 von Kanazawa nach Manila
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StepMap 2013 von Kanazawa nach Manila


Motto der Reise - Expedition Wissen: Nahaufnahmen im Fernen Osten

Willkommen im Land der aufgehenden Sonne - wer an Japan denkt, hat Teezeremonien, Tempel, Samurai, alte Rituale, Sushi und Sumo Ringer im Kopf. Wer wie ich schon einmal in Japan war, weiß, daß das Land der aufgehenden Sonne weitaus vielfältiger ist. Allein die Vielfalt der Landschaft ist eine wahrhafte Überraschung. Die Kontraste Japans mit dichten Dschungel, echte Zuckerrohrplantagen, verwunschene Perleninseln, traumhafte Buchten zum Schnorcheln, gigantische Metropolen und alte Kaiserstädte, ziehen einen in den Bann. Alleine das geheimnisvolle Ritual der Teezeremonie, das streng nach bestimmten Regeln abläuft, hat mich sehr beeindruckt. Hier geht es um Ruhe, Meditation, innere Einkehr, Harmonie und Gelassenheit, das sind Werte, die in Japan ganz besonders intensiv gepflegt werden. Das Japan vergangener Zeiten zeigt sich eindrucksvoll in der alten Kaiserstadt Kyoto, die mit zahlreichen Kunstschätzen und Tempeln glänzt.

Ein Wahrzeichen Japans ist der atemberaubende, schneebedeckte Berg Fuji, der von den Japanern als Nationalheiligtum verehrt wird. Leider wurde uns der Blick auf ihn im letzten Jahr vergönnt. Ein Kontrast dazu sind die modernen Metropolen Japans wie die Hafenstadt Nagasaki und Hiroshima eine sehenswerte Großstadt in Japan und zugleich ein bewegendes Mahnmal. Und nicht zu vergessen: die Millionenstadt Osaka, die mit einer langen Liste an Sehenswürdigkeiten brillieren kann, zu denen auch die berühmte Osaka Burg gehört.

Der Inselstaat Japan, der aus vier Hauptinseln besteht, zählt zu den geheimnisvollsten Ländern der Welt. Von Japan geht eine Faszination aus, der sich niemand entziehen kann. Das Land des Lächelns wird auch Ihr Herz höher schlagen lassen. Für mich war letztes Jahr klar, daß ich wieder hier muß. 

Begleitende Taifune dieser Reise waren Wutip (Paolo), Sepat, Fitow (Quedan), Danas (Ramil), Nari (Santi) und Wipha (Tino), der Zyklon Phailin der vor Indien wütete, sie sorgten auch auf diesem Trip für eine Umroutung. Am 15.10. kam noch Francisco, den wir aber nicht mehr mitbekamen.



Experten der Reise: 

Dr. Hans-Dieter Heumann, Botschafter a. D. er ist Angehöriger des Auswärtigen Amtes und war an deutschen Vertretungen in New York, Washington, Moskau und Paris auf Posten. Von 2009 – 2011 war er ständiger Vertreter der Bundesrepublik beim Europarat in Straßburg. Seit August 2011 ist er Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik in Berlin. Die von ihm verfasste Biografie von Hans-Dieterich Genscher erschien ebenfalls 2011. 

Dr. Manfred Osten, Generalsekretär a. D. flüchtete 1952 in die Bundesrepublik, war viele Jahre im Auswärtigen Amt tätig. Er ist seit 1995 Generalsekretär der Alexander-von-Humboldt-Stiftung in Bonn, Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Literatur sowie Ehrendoktor der Universitäten Bukarest, Jasy und Pécs. Veröffentlichung - Alexander von Humboldt - über die Freiheit des Menschen. 

Knut von Hofmann, hat Japanologie, Sinologie, und Kunstgeschichte studiert. Es folgte ein Chinesisches Sprachstudium, ein längerer Aufenthalt in Mexiko und ein Studium in Mexikanistik. Seine Reisen führten ihn in den Nahen Osten, nach Syrien. Bisher hat er diverse Artikel über China und das Buch – Das Drachensymbol in Ostasien – veröffentlicht. Momentan arbeitet er an einem Buchprojekt über Chinesische Kultur und an der Übersetzung eines alten chinesischen Textes aus dem 7. Jahrhundert über die Chinesische Medizin. Er forscht in Chinesischen Archiven nach Quellen Chinesischer Naturwissenschaften. Seit 1998 hält er Vorträge auf den Schiffen von Hapag Lloyd. 
„Asiens Entwicklung bewegt die Welt. Doch nicht nur geografisch, auch kulturell sind uns die Länder oft fern und wenig vertraut. Auf dieser „Expedition Wissen“ lernen Sie die faszinierende Fremde neu verstehen. Zwischen Tempeln, Wolkenkratzern und ursprünglicher Natur entfaltet sich ein facettenreiches Kaleidoskop asiatischen Lebens und Denkens.“ Knut von Hofmann - Quelle Hapag Lloyd Kreuzfahrten

Mo 30.09. Kanazawa/Japan, Abfahrt 20.00 h 
Kanazawa (jap. 金沢市, -shi) ist eine Großstadt, Seehafen und Verwaltungssitz der Präfektur Ishikawa auf Honshū, der Hauptinsel von Japan. Kanazawa liegt etwa 150 km nördlich von Nagoya an der Küste zum japanischen Meer und ist mit gut 450.000 Einwohnern die größte Stadt in der Region Hokuriku. Historisch war Kanazawa das Zentrum der Ikkō-ikki (一向一揆; „Ikkō-Aufstände“) in der Provinz Kaga. Die sogenannte buddhistische Ikkō-shū (一向宗) hatte im 15. Jahrhundert den Fürsten gestürzt und fast ein Jahrhundert autonom regiert.
Da der Wert einer Region in der Menge Reis gemessen wurde, die sie einbrachte, war es auch die reichste Provinz. Der Reisertrag betrug eine Million Koku (1 Koku entspricht rund 180 Litern), daher kommt der Begriff Hyakumangoku (Hyakuman = 1 Million), der ein Synonym für den Reichtum der Maedas in Kanazawa wurde. Die Region blieb in den 300 Jahren der Maeda-Regierung von Krieg und schweren Naturkatastrophen verschont, so förderten die Fürsten sehr Kultur, Literatur, Sado, Theater, Gartenkunst und so weiter. Unter der Maeda-Regierung erlebte die Stadt eine kulturelle Blüte, was ihr bis heute den Namen Sho-Kyōto (Klein-Kyōto) eintrug [Quelle Wikipedia].


Die neuen Passagiere sind angekommen, wie immer sind etliche bekannte Gesichter wieder dabei. Man tauscht Erinnerungen aus, ach, es ist eben wie nach Hause kommen. Kurz vor der Seenotrettungsübung meldet sich der Kapitän: Herzlich willkommen an Bord, an 26 Gäste willkommen zurück. Um 17.40 h Durchsage von der Kreuzfahrtdirektorin Ingrid Schwarz: Um 18.00 h beginnt die obligatorische Seenotrettungsübung, wegen Verabschiedung an der Pier findet das Abendessen um 19.30 h statt 19.00 h statt. Um 18.00 h wird die Übung durch die Signale 7 kurze und 1 langer Ton eingeleitet. 
An der Pier werden wir mit Trommeln, Tänzen und Fahnenschwingern verabschiedet. Wegen der Dunkelheit wurden große Stahlermasten aufgebaut. Bunte Leuchtröhren werden verteilt, so bekommt die ganze Szenerie etwas Abstraktes. Der Leitende und der Kapitän stecken sich die Stäbe unter die ihre Schulterklappen. Der Kapitän trägt sie natürlich in rot und grün, er schmunzelt: „Damit ich weiß, wo Backbord und Steuerbord ist.“ Um 19.05 h meldet er sich zu Wort: Evtl. haben wir gegen Mittag Schiebewind, wir legen und fahren ohne Lotse ab. Um 19.50 h Ablegen diesmal ohne Hymne, Kapitän sagt: „Die hau‘ ich hier nicht zwischen!“ Gute Entscheidung, es ist auch einfach zu schön! Kurs Nagasaki – Entfernung 473 sm. Wetterdaten 12.00 h: 25°, 24°, 1019 hPa, WSW2, SA 5:47 h, SU 17.39 h.

Di 01.10. Entspannung auf See 
9.00 h Kapitän: Unsere Position ist 35°45’N 133°9’O, wir sind 10 sm von der Japanischen Hauptinsel entfernt und passieren die Koreastraße zwischen Honshū und Kyūshū mit einer Breite von 7-8 sm. Die Restdistanz bis Nagasaki beträgt 165 sm, die Wassertiefe 80 m, wir fahren mit 13,5 Knoten. Wir haben herrlichen Sonnenschein, Wolken sehen Sie nur über Land. In der kommenden Nacht erwarten wir stärkere Bewölkung. 18°, 25°, N3, in Nagasaki 25°, 1019 hPa, leichte Dünung. Um 10.30 h stellt unsere Kreuzfahrtdirektorin Ingrid Schwarz zuerst sich, dann die Lektoren dieser Reise und das Kreuzfahrtdepartement vor. Zu ihrer Person, sie ist seit 1994 bei Hapag Lloyd, „scoutet“ Reisegebiete unter anderem und begleitet die Kreuzflüge. Sie gibt Infos zum Schiff und spricht das empfindliche System der Toiletten an. Außerdem bekommen wir wichtige Infos für die Landgänge in Japan und den nächsten Destinationen. Unsere Ausflugsberaterin Svenja und Lektor Knut von Hofmann stellen alle Ausflüge der Reise vor.

Um 16.45 h mit Knut: Japan – Zeit der Stille. Heute lädt Kapitän Mark Behrend zum Welcome Cocktail ein. Wegen der Wärme trage ich heute mein orangefarbenes Kofferkleid, treffe Red von der Küchencrew, der herzlich lacht, weil es genau wie der Schornstein der "Hanse" leuchtet. In der Explorer Lounge dankt Ingrid der Band, sagt Willkommen zu Hause und stellt unseren Kapitän vor. Kapitän Behrend, so sagt er selbst, ist nach der vorigen Reise und der legendären Nord West Passage (unter dem Link mein Bericht von 2009), der Neue an Bord, doch dazu später mehr. Er versucht den Gästen klarzumachen, daß ein Schiff nicht wackelt, das macht eher ein Popo, schaukeln geht gerade noch so! Richtig heißt es, ein Schiff schlingert, rollt und stampft! Kapitän Behrend hat in Kanazawa um ein 15 minütig früheren Start der Zeremonie gebeten, da unsere Lotsen nicht wirklich entspannt waren. Beschreibt die Highlights der Reise, besonders der vielen philippinischen Besatzungsmitglieder, die sich auf Manila und ihre Familien freuen. Dann stellt er seine Offiziere vor, der leitende Ingenieur ist zum ersten Mal auf einem „Musikdampfer“. Geplant sind bis Manila 2850 sm, um 6.50 h nehmen wir den Lotsen für Nagasaki auf. Danach geht es zum Abendessen. Unser Ziel des Abends ist unser Stammlokal die Explorer Lounge. Wir verabreden uns für Nagasaki mit zwei Bekannten aus Österreich der letzten Reise – Eva und Reinhard, der immer wundervolle Videos seiner Reisen macht! Wetterdaten 12.00 h: 25°, 24°, 1019 hPa, WSW2, sonnig, SA 6:09 h, SU 17:57 h. 

Mi 02.10. Nagasaki/Japan, von 8.30 Uhr bis 19.00 Uhr 
Nagasaki (jap. 長崎市, -shi) ist die Präfekturverwaltung und größte Stadt der Präfektur Nagasaki mit 444.310 Einwohnern (Stand 2009). Ursprünglich ein kleines Fischerdorf im Kreis Nishisonogi wurde es durch die Ankunft der Portugiesen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu einer bedeutenden Hafenstadt. Die Stadt liegt an der Südwest-Küste der drittgrößten japanischen Insel Kyūshū. Bürgermeister ist seit April 2007 Tomihisa Taue.Traurige weltweite Berühmtheit erlangte Nagasaki als Ziel des zweiten kriegerischen Kernwaffeneinsatzes am 9. August 1945. Darüber hat Dr. Klaus Delueg in seinem BlogSchafftWissen - WissenSchaftsBlog einen sehr informativen Beitrag geschrieben - Dokumentation und Diagramme zur Atombombe, der das Thema Atombombe und die Abwürfe 1945 ausführlich mit Bildern abhandelt [Quelle Wikipedia].

Um 8.00 h Durchsage von Ingrid: um 6.50 h war der Lotse an Bord, 24°, 25°, 1013 hPa, 78%, SO2, blauer Himmel, windstill mit leichtem Brisen. Wir warten bis die Ausflugsgäste von Bord sind, dann gehen wir zum Terminal, dort gibt es Free WLAN – superschnell! Dann steigen wir mit Eva und Reinhard ins Taxi. Ein bisschen Handeln muß sein, dann steht der Plan. Wir erzählen, wir wären eine große Familie, Papa Leinel (Reiner), Mama Eva, Adam und Paula. Der Taxifahrer überzeugt uns, zuerst auf den Inasayama Hill mit dem fantastischen Blick auf Unzen, Amakusa und die Gotch Inseln zu fahren. Danach fährt uns der Fahrer zum Friedenspark, es ist sehr heiß. Wieder beeindrucken mich die unterschiedlichen Statuen, ich mache noch ein Foto von der Frau mit der Taube gespendet von der Volksrepublik China.


Wir fahren die Rolltreppen hinunter und schauen, wo der Fahrer bleibt. Dann schlendern wir zum Ground Zero, dem Platz wo damals der Abwurf der Atombombe Fat Man war. Auf dem Weg dorthin überlegen wir immer, was wohl der Taxifahrer zu uns gesagt hat? Ich beschließe wieder zurück zugehen, um oben nachzusehen. Und siehe da, er wartete oben auf uns. Ich steige in Taxi und dirigiere ihn zum Ground Zero. Alles ist gut! Dann fahren wir zum Shinto Shrine (Suajnsha), dort zeigt er uns die Zeremonie des Betens. Erst Waschen, Mund spülen, anschließend die Kelle reinigen, oben am Altar dann 2 x Verbeugen, in die Hände klatschen, den Wunsch äußern und nochmals Verbeugen. Den zwei Holzbuddhas haben wir Geld gespendet und sie an den uns vorher gezeigten Stellen gerubbelt, der eine bringt Geld und der andere sorgt dafür, daß einem die Speisen nie ausgehen. Danach fahren wir zur kleinen nachgebauten Museumsanlage Dejima. 


Dejima (jap. 出島, dt. etwa: „Vorinsel“, im 17. Jh. auch Tsukishima 築島, „aufgeschüttete Insel“ genannt) war eine fächerförmige kleine künstliche Insel in der Bucht von Nagasaki. Die Grundstücke waren Privatbesitz jener Kaufleute, die das Kapital für die Landgewinnung aufgebracht hatten. Die Kompanie entrichtete für die Nutzung eine jährliche Pacht und musste sich um den Erhalt der Gebäude kümmern. Seit 1672 war Dejima ein Stadtviertel von Nagasaki, weshalb es auch hier einen japanischen Stadtteilsvorsteher gab. Nach der Öffnung Japans in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging Dejima im Zuge der Neulandgewinnung in den Stadtkern von Nagasaki und war im 20. Jahrhundert kaum noch zu erkennen. Inzwischen sind die meisten Gebäude anhand alter Pläne und Modelle rekonstruiert, und nahezu das gesamte Grundstück wieder zusammengefasst, so dass der Besucher einen guten Eindruck vom Handel und Wandel der Europäer in Japan zu Beginn des 19. Jahrhunderts gewinnt [Quelle Wikipedia].


Danach fahren wir zur Meganebashi, der berühmten Brillenbrücke, dort ziehen wir uns an einem Automaten schöne kalte Getränke, fahren nach Chinatown und abschließend zum Roten Tempel, aber gehen nicht hinein, was wir später bereuen. Unsere 3 Stunden, die wir mit dem Fahrer vereinbart haben, gehen zu Ende. Während der vereinbarten 3 Stunden hat er von der lieben Familie ein Foto vor jeder Sehenswürdigkeit geschossen. Er läßt uns in der Straße mit der Christlichen Kirche, der Mutter Maria - Oura Kirche, aussteigen, wir bummeln noch etwas herum, sehen einen Plastik – Samurai und machen ein Foto.


Dann beschließen wir, zum Essen zu gehen. Wir müssen zum Lokal durch einen Souvenirshop und die Treppe hinunter gehen. Was uns bewogen hat, zu bleiben, ist uns heute noch ein Rätsel. Das Essen war weit von einem „kulinarischen Donnerschlag“ entfernt, das Beste war das kalte Bier. In dem Shop kaufen wir für unseren Bekannten, der Geburtstag auf der Reise hat, „sinnvolle“, böse Geschenke. Eva und Reiner einen Magneten, wir eine nette quietschgelbe Krawatte mit einem Cartoon Vielfraß und eine Einwegkamera, da er einige Male das falsche Objektiv auf der Kamera hatte. Schon jetzt grinsen wir, weil wir genau wisssen, was er sagen wird. "Ihr seid böse!" Zurück an Bord müssen wir später noch in der Zeit von 17.30 – 18.30 h zum Ausklarieren in den Terminal. An der Pier werden wir von der Nagasaki Junior High School Brass Band verabschiedet. Sie spielt wie im letzten Jahr einmalig gut! Um 19.00 h nimmt die Hanse Kurs auf Cheju – Entfernung 198 sm. 19.08 h Kapitän: In der Mitsubishi Werft wird bis 2015 eine Aida fertiggestellt. Gleich machen wir einen Rechtsschwenk ohne Lotsen. Um 8.00 h wird in Cheju schon die Silver Shadow liegen, 11.00 h erwartete Ankunft. Wind N5-6, 20 Knoten Wind, mittags abnehmend, nachts Regen, Wolkensysteme, 1 -1,5 m Wellen, evtl. morgen 20°. Wetterdaten 12.00 h: 26°, 25°, 1012 hPa, SW3, SA 8:30 h, SU 18:05 h. 

Impressionen im Hafen von Cheju
Do 03.10. Cheju / Südkorea, von 11.00 Uhr bis 17.50 h (33°32’N 126°33’O) 
Jeju (Jeju-si) ist die Hauptstadt der Insel-Provinz Jeju-do in Südkorea. Es ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt der Insel, vom Jeju International Airport werden 13 nationale und 4 internationale Ziele in Japan und China angeflogen. Fährlinien werden zusehends durch Fluglinien ersetzt, es gibt aber Routen zu sechs nationalen Zielen, von denen Mokpo und Busan die wichtigsten darstellen. Das gesamte Gemeindegebiet nimmt in etwa die nördliche Hälfte der Insel Jeju ein. 
Jejudo (koreanisch: 제주도) ist eine Vulkaninsel und die mit Abstand größte Insel Südkoreas. Sie bildet zusammen mit einigen kleineren Inseln um sie herum die Provinz Jeju-do (제주도). 
Jeju-do ist eine Provinz in Südkorea, die geografisch gesehen mit der subtropischen Vulkaninsel Jejudo südlich der Koreanischen Halbinsel identisch ist. Jejudo ist die größte südkoreanische Insel und war auch unter dem Namen Quelpart bekannt. Ihr Gebiet wurde 1946 verwaltungstechnisch von der Provinz Jeollanam-do abgetrennt und bildet seitdem die kleinste Provinz (seit 1. Juli 2006 Sonderautonomieprovinz) Südkoreas [Quelle Wikipedia]. 

Silver Shadow
9.00 h Durchsage des Kapitäns: 33°36’N 126°50’O, auf Backbord befindet sich in 3 sm Cheju, das Festland ist in 40 sm Entfernung, Wassertiefe hier 100 m mit vielen Untiefen und Inseln, wir passieren in 16 sm einen Wellenbrecher, legen an Pier 9 an. Wetterdaten: 20°, 24°, 1016 hPa, nördliche Winde, NO, NNW5, Dünung NW 1,5 m, sonnig. 11.00 h Ankunft ohne Lotsen, aber mit Schlepper zur Pier. Um 18.45 h 30-45 min Ausklarieren, um 19.00 h nach Silver Shadow auslaufen. Nach dem frühen Mittagessen begeben wir uns auf unseren Ausflug – Naturhistorisches Museum und dann der Kraterbesuch. Knut von Hofmann ist mit in unserem Bus, unsere Führerin Suzi ist sehr gewöhnungsbedürftig. 


Nachbildung des Schildkrötenfelsen aus der Manjanggul Höhle
Im Museum sehen wir im ersten Teil alles über die Flora und Fauna, den Vulkanismus – jede Menge Lavabomben und sogar einen Teil der Manjanggul Höhle nachgebaut, die Schildkröte, die wie der Umfang der Insel aussieht, darf natürlich nicht fehlen. Im weiteren Verlauf sehen wir Trachten und Lebenssituationen und im Bereich Ozean viele Plastikfische. Per Bus fahren wir die Straße entlang, in der einem bei abgestelltem Motor Bergauf - Fahrt vorgegaukelt wird. Am San Gumburi Krater mit seinem 200 – 300 m Durchmesser machen wir uns sogleich auf die Kraterumrundung, wir freuen uns, daß das jetzt möglich ist. Knut holt uns zurück, da es ein Missverständnis mit Suzi war, es gibt doch nur den uns bekannten Weg. Ich hole mir im Shop meine „Gesichtswaschcreme“ und bin zufrieden. 

Herbstimpressionen am San Gumburi Krater
17.50 h legen wir ab – Kurs Shanghai – Entfernung 328 sm. 17.50 h Kapitän: Wir legen direkt nach der Silver Shadow ab und machen maximale Fahrt wegen des Taifuns Fitow. So können wir eher an der Pier in Shanghai sein. An der Lotsenstation werden wir um 10.30 h sein, 18.00 h an der Pier. WSW Winde, die See wird nachlassen. Heute war in Shanghai kein Lotsendienst wegen starken Seegangs, hat aber mit dem Taifun nichts zu tun. 18.35 h wir sitzen in der Obsi und sehen ringsherum die grellen Strahler der Tintenfischfischer am Horizont auf und ab hüpfen. An Backbord die Lichter Chejus und auf Steuerbord und voraus die Fischerboote. Wir gehen heute schon um 21.00 h ins die Koje und lesen. Heute stellen wir wieder die Uhren um eine Stunde zurück. Wetterdaten 12.00 h: 21°, 24°, 1019 hPa, N2-3, SA 6:29 h, SU 18:15 h.

Einfahrt nach Shanghai auf dem Huangpu Fluss
Fr 04.10. Seetag – Ankunft Shanghai 18.00 h – Landgangsende 02.00 h 
09:08 h Kapitän: Es ist jetzt 09:08 h, wenn nicht, dann haben sie die Zeitumstellung verpasst. Es ist sonnig, wir befinden uns in der Ansteuerung auf das Mündungsgebiet des Jangtsekiang. Um 11.00 h stellen wir die Stabilisatoren ab, um den Lotsen aufzunehmen, wir machen vorher eine Durchsage. Es kann zu Schiffsbewegungen kommen, da wir uns auf Lee legen. In den letzten 24 h gingen Mails hin und her, ob wir einen Platz an der Pier bekommen oder doch nur eine geschützte Reede, es kann alles noch geändert werden. Wir sind früher als gedacht in den Nordkanal eingebogen, den Huangpu Fluss erreichen wir gegen 15.30 – 16.00 h. 17 Knoten, 82 sm bis zur Pier. 21°, 24°, 1020 hPa, N5-6, 2 m Dünung, sonnig. Um 10.53 h werden die „Stabis“ eingefahren und der Lotse kommt an Bord. Mittags ab 12.30 h haben wir Fischbüfett, es herrscht ein starker Schiffsverkehr und viele Schiffe liegen auf Reede.

Impressionen bei der Einfahrt
15.30 h Kapitän: Wir haben noch 15 sm bis zur Pier, reduzierte Geschwindigkeit von 7-8 Knoten in den Nebenarm des Jangtsekiang. Auf Steuerbord sehen sie den neuen Cruise Terminal, dort liegt zurzeit ein Costa - Schiff. Um 16.55 h scheint es als wenn wir Ankern würden, die Durchsage kommt, die Fahrrinne, sei kurzfristig versperrt. Dann geht es aber doch weiter, wir hatten schon die Befürchtung, daß es doch auf Reede geht. Wir geniessen die famose Einfahrt nach Shanghai, auch für mich ein ganz neues Erlebnis. So habe ich Shanghai noch nie gesehen, die Luft ist unglaublich klar durch die starken Winde des Taifuns. Um 18.20 h meldet sich Ingrid von der Brücke: Herzlich willkommen, eine tolle Einfahrt, der Sonnenuntergang und jetzt diese tolle Beleuchtung der Skyline. Wir machen uns fertig zum Abendessen, es gibt Französische Küche oben auf dem Lemaire Deck, wir sitzen zusammen mit Reinhard und Eva. Leider nimmt die Hanse Sprit auf und der Motor und Schornstein des Tankers älteren Modelles liegen genau auf der Höhe, wo wir sitzen und erinnert an einen Presslufthammer. Wie sagte unser Golf Pro immer so schön? Das ist eine große Schade! [Spruch unseres Golftrainers von uns bei einem mißlungenen Abschlag]. Wir telefonieren später mit unserem Freund Winfried, der in Shanghai lebt und belassen es bei dem morgigen Treffen um 10.00 h. Ich bitte seine Frau Annie einige Adressen und Redewendungen auf Chinesische zu übersetzen und die Zeichen per Mail zu senden. Wir sitzen später noch in der Obsi und können uns an der Skyline nicht satt sehen. Wetterdaten 12.00 h: 23,5°, 24°, 1018 hPa, NO4, SA 5:39 h, SU 17:26 h. 

Shanghai Skyline bei Nacht
Sa 05.10. Shanghai/China Landgangsende 02.00h 
Die Hafenstadt Shanghai (= englische Umschrift; chinesisch 上海  Shànghǎi; im Deutschen auch Schanghai) ist die bedeutendste Industriestadt der Volksrepublik China und eine der größten Städte des Landes und der Welt. Das gesamte Verwaltungsgebiet Shanghais hat 23 Millionen Einwohner (Volkszählung 2010). Davon sind 15,9 Millionen registrierte Bewohner mit ständigem Wohnsitz ( hùkǒu) und 7,1 Millionen temporäre Einwohner (动人 liúdòng rénkǒu) mit befristeter Aufenthaltsgenehmigung (暂住证 zànzhùzhèng). Wird die Kernstadt (hohe Bebauungsdichte und geschlossene Ortsform) als Grundlage genommen, leben in Shanghai 15,1 Millionen Menschen (2011). Der Ballungsraum (einschließlich Vororte) hat 24,8 Millionen Einwohner (2011) [Quelle Wikipedia].

8:05 h Ingrid: Wir haben 22°, 22° Wassertemperatur, einen Luftdruck von 1019 hPa, und 70% Luftfeuchtigkeit. Der Ausgang befindet sich auf dem Explorer Deck links, gehen Sie bitte zur Glaskuppel zur Unterführung. Ein Shuttlebus verkehrt zwischen Pier und Huang Pu Park. Um 8.10h meldet sich dann der Kapitän mit der Nachricht, daß ein Taifun im Anzug ist mit starken Wellensystemen. Zugrichtung ist über Shanghai, dadurch evtl. eine 24 h Verlängerung der Liegezeit. Momentan zieht er weiter im Süden über das Land und bringt viel Wind und Niederschlag mit sich. So werden wir Xiamen später oder eher wahrscheinlich gar nicht mehr anlaufen. Heute Abend gibt es mehr Infos! Schon um 8.25 h bekommen wir von den Behörden die Bestätigung für die Verlängerung. Kurz nach 10.00 h kommen Winfried und Annie, um mit uns zum Bäcker in die Hong Mei Road zu fahren, dort gibt es Free WLAN und es ist gegenüber des „Fakemarkets“. Perfekt, da meine Handyhülle den Geist aufgibt. Danach gehen wir in den Louis Vuitton Tower, der im Januar noch nicht fertig war. Mit Annie schlendere ich durch die Geschäfte, während Steffen und Win es sich im Bistro L’Avenue bequem machen, dort stößt auch später Bijuan – Annies Schwester - zu uns. Als Entspannung gehen wir in den Stamm – Fußmassage Laden der beiden. Eine Wohltat, selbst Steffen gewöhnt sich langsam daran. Gegen 17.00h fahren wir zum Schiff, wo wir am Anfang trotz Anmeldung und aller Passdaten wegen der Chinesischen Behörden, Probleme haben, dank unseres Zahlmeisters Henry klappt es dann doch. Danke Dir! Wir zeigen den beiden das Schiff, nehmen einen Cocktail in der Obsi und gehen danach zum Abendessen. Später in der Explorer Longe fühlen sich die beiden wie in einem Privatclub und verstehen, daß wir so gerne mit der Hanse fahren. Wetterdaten 12.00 h: 25°, 22°, 1018 hPa, ONO2, SA 5:50 h, SU 17:34 h. 

So 06.10. ab Shanghai - Landgangsende 17.15 h wegen Hochwasser 
Um 8:10 h Ingrid: Um Mitternacht Regen, 23°, 22°, 1018 hPa, 100%, windstill. Gefolgt von den Kapitän: Fitow ist deutlich südlicher an der Küste aufgeschlagen, er bringt Regen und an der Nordseite starke Winde. Die Behörden rechnen mit deutlichem Hochwasser hier an der Pier und setzen uns ein Landgangsende von 18.00 h. Zur Sicherheit verkürze ich es auf 17.15 h, bitte dann wieder zurück an Bord sein. Sie werden die Fluttore schließen, rechnen mit Aufbrisen des Windes. Morgen um 9.30 h verlassen wir die Pier von Shanghai.
Da habe ich echt überlegt, ob ich packen soll und noch hier bleiben. Eine tiefe Wolkendecke hängt über der Stadt, es ist trübe. Annie holt uns ab zum Brunch in dem Lokal Abbey Road mit Beatles Deko, ebenfalls ein rustikal gehaltenes Stammlokal mit gutem Essen. Wir setzen uns nachher in den Garten, unter dem großen Marktschirm sind wir sicher, für Mückenschutz ist gesorgt. Um 16.15 h fahren wir dann in Richtung Schiff. Win wundert sich über das bevorstehende Hochwasser. Er hat in den 10 Jahren, seid er hier lebt, noch nie erlebt, daß die Pier überflutet wurde. Um 18.01 h meldet sich der Kapitän: Hier herrscht ein Gezeitenwechsel wie auf der Elbe, mit einer Höhe von 3 m, die Behörden schließen zur Sicherheit die Fluttore. Gegen 02.00 h wird das Hochwasser höher als normal erwartet, Taifun Fitow trifft gegen 0.00 h deutlich südlicher auf das Land mit NO Winden. Vettel siegt in Korea und kommt seinem Titel ein Stück näher. Fitow kennt man auch im deutschen Fernsehen wegen der Formel1. Er läuft sich langsam tot, allerdings wandert Danas nach Norden auf Südkorea und Japan zu. Um 9:30 h fahren wir gegen die Flußströmung hinaus, um 15.00 – 16.00 h auf den Jangtsekiang hinaus und setzen aber den Lotsen vorher wegen Seegangs ab. Zum Abend erwarten wir Wellen von vorne mit 4-4,5 m von vorne, später von der Seite. Am 10.10. werden wir morgens Hong Kong erreichen. Heute werden oben im Ethno asiatische Köstlichkeiten serviert, wir essen aber unten im Marco Polo Restaurant und gehen zeitig auf Kabine. Wetterdaten 12.00 h: 24°, 22°, 1013 hPa, ONO 3, SA 5:50 h, SU 17:34 h.

Das wichtigste Stück Reisegepäck ist
und bleibt ein fröhliches  Herz.

Mo 07.10. Abfahrt Shanghai 09.30 h - Seetag – Kurs Hongkong 
Xiamen wurde leider wegen Zeitmangel aufgrund des Taifuns Fitow gecancelt. Xiamen (chinesisch 廈門市 / 市 Xiàmén shì) ist eine Küstenstadt im Südosten der Volksrepublik China und im Süden der Provinz Fujian. Sie ist eine der 15 Unterprovinzstädte des Landes. Ihr Zentrum liegt auf einer dem Festland vorgelagerten Insel gleichen Namens und verfügt über einen eigenen Flughafen [Quelle Wikipedia].
9:08 h Kapitän: Es ist allzu windig, das Hochwasser ging bis zur Oberkante Pier. Wir nehmen gleich den Lotsen an Bord und einen Schlepper und drehen im Hafenbecken. Den Lotsen setzen wir noch unter Landabdeckung ab und fahren die letzten Seemeilen ohne ihn. Er wird gegen ca. 14.30 von Bord gehen. Wir rechnen mit etwa 4 m Seegang, erst nehmen wir Ostkurs aus dem Jangtsekiang, dann Südkurs. Ab Mitternacht wird es ruhiger werden. Fitows Zentrum liegt 150 sm entfernt, zieht nach Norden auf Nagasaki. Kurs Hong Kong 866 sm Entfernung. 10:30 h gibt Infos Ingrid wegen der Verschiebung unserer Ausflüge in Hong Kong. 11:15 h Dr. Heumann mit dem informativen Vortrag „Internationale Politik und die multipolare Welt“. Um 12.30 h gibt es World Cruise Lunch im Marco Polo Restaurant. Um 16.20 h meldet sich der Kapitän: Um 14.20 h verließ uns der Lotse, wir fuhren über den Nord Kanal hinaus, passieren gleich die Außenreede und werden gleich von einem Containerschiff überholt. Die See ist ruppig, die Wellen unter 4m, einige vielleicht etwas mehr mit Wind Ausläufern des Taifuns Fitow. Er befindet sich nördlich von Xiamen. Wir nähern uns Danas auf 300 sm auf 29°30‘, Wind kommt aus Norden. Im Laufe des Tages lassen der Wind und auch der Seegang spürbar nach. Wir machen volle AK in Richtung Hong Kong zur Taiwanstraße, der Wind kommt dann von achtern. Der Vortrag von Dr. Osten „Chinas Konfuzius – Renaissance – eine Herausforderung für den Westen?“ wird von der Explorer Lounge in die Darwin Hall verlegt, wir hören den Vortrag auf unserer Kabine. Beim Abendessen fehlen etliche Gäste auch einige der Crew leiden unter dem ewigen Dümpeln. Die Show am Abend mit Anika wird verschoben. Wetterdaten 12.00 h: 25°, 23°, 1017 hPa, NO5-6, SA 5:49 h, SU 17:31 h. 

Di 08.10. Seetag – Kurs Hongkong 
09.15 h Durchsage des Kapitäns: Sonne und Wolken im Wechsel, Position 27°19’N 121°27’O, 4-4,5 m Wellen nach der Mündung. Wir nehmen so früh wie möglich Südkurs, 15 Knoten. Fitow war Montag in Hong Kong, etwa 250 tausend Menschen wurden evakuiert um Wenzhou und Suzhou. Er schlug mit 200 km/h auf das Festland auf. Jetzt wird hier aufgeräumt. Fitow bedeutet schöne zarte Blume. Wir nehmen SW Kurs, auf Höhe Danas sind wir gegen Mitternacht nach NO Schwenk. Danas ist jetzt an der japanischen Nordküste auf Höhe Hokkaidos mit einer Stärke von 250 km/h und einer Verlagerungsgeschwindigkeit von 20m/h. 

[Erklärung Verlagerungsgeschwindigkeit: Unter Zyklonenbewegung versteht man die Verlagerung von Tiefdruckgebieten nach Richtung und Geschwindigkeit. Es besteht eine Abhängigkeit vom Entwicklungsstadium und der Form der Tiefdruckgebiete. Warmsektorzyklonen bewegen sich in Richtung der Warmsektorströmung, wobei die Verlagerungsgeschwindigkeit 50 bis 60 Prozent der Windgeschwindigkeit in der 500-hPa-Fläche beträgt. Wellen wandern jedoch meistens schneller. Mit weiterer Zyklonenentwicklung reduziert sich die Verlagerungsgeschwindigkeit.Kreisförmige Tiefdruckgebiete bewegen sich in die Richtung des stärksten Bodendruckfalls (isallobarischen Gradienten). Ellipsenförmige Tiefdruckgebiete zeigen eine Verlagerungsrichtung, die zwischen dem stärksten isallobarischen Gradienten und der längeren Achse der Ellipse liegt. Quelle http://www.deutscher-wetterdienst.de/lexikon]. 

Die Wellenhöhe beträgt 2 -2,5 m, Dünung von Danas, 25°, 25°, 1019 hPa, W3-4, bewölkt, Regenschauer, Kurs 215°, In der Nacht erreichen wir die Taiwanstraße auch Formosastraße mit über 100 km Breite und einer Tiefe von 60- 70m. Seit Shanghai 314 sm, Restdistanz bis Hong Kong 522 sm. Um 07.30 h erreichen wir Hong Kong aus Osten und nehmen 1,5 Std. vorher den Lotsen auf. An diesem Seetag finden einige Vorträge statt. Um 16.45 h Kapitän mit der Meldung, daß in 75 sm querab Fuzhou liegt NW von Taipeh in der Taiwanstraße. Hier herrscht ein reger Schiffsverkehr und auch Fischerboote fahren hier im Päckchen mit ihrem ganzen Tauwerk. In Hong Kong ist zurzeit Nieselregen, auf den Philippinen Regenfälle mit 7-8 Windstärken, das Wetter bessert sich, wenn wir Hong Kong erreichen. Am Abend ist Repeater Abend, auf der Hanseatic werden die Anzahl Reisen gerechnet. Kapitän Behrend erwähnte die höchste Ehrung, die er auf der Europa vorgenommen hat mit 3000 Tagen an Bord, das entspricht - 8,2 Jahren. Wetterdaten 12.00 h: 26°, 26°, 1011 hPa, NO3, SA 6:02 h, SU 17:31 h.


Karte Taiwanstrasse Wikipedia


Mi 09.10. Seetag – Kurs Hongkong 
9.30 h Durchsage des Kapitäns: Position 23°31’N 117°58_O, Kurs WSW 229°, 11,5 Knoten, 240 sm Restdistanz bis Hong Kong. Um 6.15 h nehmen wir den Lotsen auf, und fahren über die Osteinfahrt zum OceanTerminal, das wir um 07.30 h erreichen werden. 26°, 26,5°, 4-5 Windstärken von achtern, Hong Kong hat 26-28°, evtl. wird es diesig sein nach dem Regen. Er erwähnt einige Ereignisse wie der Rücktritt Heinemanns 1950, die am 9.10. stattfanden. Lesen Sie hier mehr anabell.de. Um 10.30 h von Hofmann mit „Hong Kong – Tiger und Drachen“. Auf dem Lemaire Deck gibt es zum Mittag Pastabüfett. Die Ausläufer des Taifuns sind noch spürbar. Um 17.30 h hält Dr. Heumann in der Explorer Lounge einen Vortrag über die Biografie Genschers, die er geschrieben hat: Diplomatie – Die Überwindung des kalte Krieges und die Vereinigung Deutschlands. 

Buchtipp:Hans-Dietrich Genscher: Die Biographie - Hier kaufen bei amazon.de 

Wir essen heute Philippinische Küche im Ethno Restaurant. Unser Ethno Koch stellt das Menü mit seinem philippinischen Kollegen vor, daß uns bei tropischer Luft draußen serviert wird. Um 21.30 h sehen wir die Show mit Anika und der Festivalband: „Ein Schiff wird kommen“ – die Geschichte mit Paul und wo ist Mr. Right? [Ich freue mich sehr für sie, daß sie ihn auf dieser Reise gefunden hat, viel Glück Euch beiden! Keine Namen, keine Beträge!] Wetterdaten 06.00 h: 25,5°, 26,5°, 1013 hPa, 90%, NO5, bedeckt, SA 6:10 h, SU 17:56 h. 

Blick auf Hong Kong vom Victoria Peak
Do 10.10. Hongkong/China Ankunft 07.30 – 11.10 um 13.00 h 
Hongkong (chinesisch 香港 Xiānggǎng, kantonesisch Yale: Hēunggóng, Jyutping: Hoeng1 gong2, Guangdong: Hêng1 gong2, englisch Hong Kong ‚Duftender Hafen‘) ist eine Metropole und Sonderverwaltungszone an der Südküste der Volksrepublik China im Mündungsgebiet des Perlflusses. Mit über 7 Millionen Einwohnern auf 1085 km² und einem bedeutenden Wirtschafts- und Finanzsektor zählt Hongkong zu den Weltstädten. 95 % der Einwohner Hongkongs sind chinesischer Abstammung mit überwiegend kantonesischer Muttersprache.
Hongkong wurde während des Ersten Opiumkriegs 1841 durch das Vereinigte Königreich besetzt und durch den Vertrag von Nanking 1843 zur britischen Kronkolonie erklärt. Für viele Chinesen war die britische Kolonie Zufluchtsort vor dem Chinesischen Bürgerkrieg 1927 bis 1949 und der daraus hervorgegangenen kommunistischen Volksrepublik China. Im Jahr 1997 erfolgte die Übergabe der Staatshoheit an die Volksrepublik China. Seitdem ist Hongkong eine chinesische Sonderverwaltungszone unter Beibehaltung einer freien Marktwirtschaft und hoher innerer Autonomie [Quelle Wikipedia].

Hier ist ein Link zum Straßenplan der Stadt mit den Sehenswürdigkeiten.

Star Ferry
Die Einfahrt nach Hong Kong ist beeindruckend, leider ist es diesig. Um 07.00 h erreichen wir die Pier des Ocean Terminals. Das Wetter soll schön werden. Ich geniesse eine Massage und bin rechtzeitig um 10.30 h unten an der Pier, wo wir uns mit Reiner und Eva verabredet haben. Mit der Star Ferry setzen wir hinüber nach Hong Kong Island. Zu Fuß gehen wir zur Straßenbahn Station, wir wollen nach Wan Chai. Hier geht es zum Link der Hongkong Tramways, Limited. Die Hong Kong Tramways (chinesisch 香港電車), auch "Ding Ding" genannt, ist eine seit 1904 bestehende Straßenbahn im Norden der Insel Hong Kong. Die ausschließlich doppelstöckigen Wagen nach dem Vorbild der Straßenbahn Blackpool sind eine Touristenattraktion. 


Wir bummeln über den Markt und fahren dann per Taxi fahren wir dann nach Aberdeen, dort lassen wir uns am Anleger des Jumbo Restaurants absetzen. Wir verhandeln den Preis für ein Sampan Boot und fahren damit zu den Water People. Noch immer leben und arbeiten viele Menschen auf den Schiffen im Hafen. Wir sehen einige Kraniche. Als wir am Jumbo Restaurant vorbeifahren bin ich beeindruckt, umso mehr aber entsetzt als ich die Rückseite sehe. Ein Schiff dahinter scheint das Küchenschiff zu sein. Vorne hui, hinten pfui! Das Restaurant ist nicht geöffnet. 
Etwas außerhalb nehmen wir uns ein Taxi zum Victoria Peak. Der Victoria Peak mit 552 Metern Höhe ist der bekannteste Berg Hongkongs. Auf Hong Kong Island gelegen, ist er zugleich die höchste Erhebung dieser Insel, wird jedoch vom 958 Meter hohen, in den New Territories gelegenen Tai Mo Shan deutlich überragt. Sein chinesischer Name Tai Ping Shan bedeutet „Berg des großen Friedens“. Der Gipfel bietet einen weiten Blick über Kowloon und große Teile der Insel Hongkong. Wir essen in einem Vietnamesischen Nudelladen und ich kaufe mir einen chinesischen Drachenanhänger aus Silber (Bild auf der Seite von silversmith.com), der sich bei meiner Recherche als Löwenkopf entpuppt. Wir fahren weiter zum Man Mo Tempel in der Hollywood Road, der leider von innen und außen renoviert wird. Hier sehen Sie unter dem Link den Tempel ohne Baugerüste (Seite hong-kong-macao.com). Ich verbrenne einige Räucherstäbchen, um für eine gute Weiterfahrt für die Hanse und uns zu bitten. Die Hollywood Road ist eine der ältesten Straßen von Hong Kong, wo früher Antiquitätenhändler ihre “gesammelten” Möbel und Kunstgegenstände aus China verkauften. Bis heute sind hier zahlreiche Antiquitätenshops an der Hollywood Road zu finden. Hier wurden auch Teile des legendären Hollywood-Films “The World of Suzie Wong” gedreht. 




 Youtube - The world of Suzie Wong

Gegen 16.10 h sind wir wieder am Schiff, die Hitze ist der Hammer. So richtig Lust haben wir eigentlich nicht mehr, aber ich kann meinen Mann Steffen überreden, doch noch am Abend zum Nachtmarkt, dem Temple Street Night Market auf discoverhongkong.com, zu fahren. Wir essen am frühen Barbecue Büfett auf dem Lemaire Deck und fahren mit Reiner und Eva los. Der Markt erinnert mich ein wenig an den Fakemarket in Shanghai. Die beiden sind sich einig, der Charme, den der Markt früher hatte, existiert nicht mehr. Es wurden auf der Strasse Gebisse gefertigt. An einem sehr einfachen Restaurant abgetrennt mit Plastikplanen, trinken wir außerhalb eine sehr schön kaltes Tsingtao Beer. Rechtzeitig zur 15 minütigen Lichtshow „Symphony of lights“ (bei discoverhongkong.com) sind wir wieder an Bord. Die Band spielt heute auf dem Pooldeck, eine tolle Atmosphäre vor der Kulisse Hong Kongs. Wetterdaten 06.00 h: 26°, 25°, 84%, 1014,5 hPa, NO4, Sa 06:17 h, SU 18:03 h. 

„Symphony of lights“ (bei discoverhongkong.com)
Fr 11.10. Abfahrt Hongkong – 13.00 h Kurs Hundred Island / Philippinen 
Um 8.00 h Durchsage Ingrid: Sonnenschein, bei 26°, Wassertemperatur 25°, 79% Luftfeuchtigkeit, 1014 hPa, variable Winde. Nach dem Frühstück gehen wir mit unserer Hostess Barbara und dem Guide Jawson, der 20 Jahre in Deutschland gelebt hat. Wir lassen uns mit der Star Ferry in der ersten Klasse oben übersetzen. Unsere Bekannte Traute zeigt uns erst einmal, daß man die Rückenlehnen umklappen kann. In einem Kleinbus fahren wir zum Hong Kong Park. Zuerst gehen wir zu der Edward Youde Voliere, die im Jahre 1992 eröffnet worden ist. In der 3 Hektar großen begehbaren Voliere findet man mehr als 100 Arten Vögel. Unter dem Link finden Sie eine Skizze der Voliere. Wir sehen einige Exemplare des Balistars oder Bali-Mynah (Leucopsar rothschildi), eine hochgefährdete Vogelart aus der Familie der Stare (Sturnidae) und andere Vögel.

Balistare oder Bali-Mynah
Der Hong Kong Park wurde mit einem Preis von $ 398.000.000 erbaut und eröffnete im Mai 1991 und hat eine Größe von 8 Hektar. Er ist ein gutes Beispiel, wie modernes Design und natürliche Landschaften ineinander verschmelzen können. Schön zu sehen in den Elementen fließenden Wassers mit Wasserfällen, Bächen und Teichen, die mit natürlichen und künstlichen Felsen gestaltet worden sind. Im Park befinden sich mehrere historische Gebäude, die als Unterkünfte für Offiziere der britischen Streitkräfte in Hongkong dienten. Dazu gehört das 1846 erbaute Flagstaff House, Sitz des Oberbefehlshabers der Streitkräfte in Hongkong. In dem Flagstaff House befindet sich heute ein Teemuseum. Wir schlendern durch den Park an den Teichen vorbei mit Koi Karpfen und Schildkröten. Hier geht es zu einem Lageplan

Von dort gehen wir in Richtung Finanzzentrum mit dem Citibank Gebäude, der Bank of China und die Hong Kong Bank. Danach fahren mit dem Bus zum Central Mid-Levels Escalator, auch Central Escalator genannt. Einem Rolltreppensystem aus 20 hintereinander gestaffelten Rolltreppen und 3 Förderbändern in der Connaught Road im Central District. Im Jahr 1993 wurde die mit 800 Metern und 135 Höhenmetern längste überdachte Rolltreppe eröffnet, um während der Hauptverkehrszeiten das Verkehrsaufkommen zu mindern und um den für einige beschwerlichen Weg hoch zu den Mid-Levels zu erleichtern. Sie beginnt unweit von Lan Kwai Fong, an ihrem Verlauf liegen einige Cafés und Bars. Auf dem zweiten Level befindet sich der Stadtteil SoHo, die Gegend für gute Restaurants und das Nachtleben in Hong Kong. Am Ende der Rolltreppe findet man die kleine Jamia Moschee (bei discoverhongkong.com). Die Fahrt dauert gute 20 Minuten. 



Wir steigen vorher aus und gehen zum Lebensmittelmarkt von Wan Chai und von dort zur Hollywood Road zum Man Mo Tempel. Jawson erzählt, daß in dem Tempel für die taoistischen Götter Man Chong (Gott der Literatur) und Mo Tai (Gott der Kampfsportart) geopfert wird. Viele Seeleute beten hier und hängen die Räucherspiralen mit ihrer längeren Brenndauer auf, da sie nicht wissen, wie lange sie auf See sind. Ich verbrenne auch noch ein paar Räucherstäbchen, bei den Taifunen kann man ja nie wissen. Von dort geht es gegenüber die Treppe hinunter zu kleinen Antiquitätenhändlern, die wie Jawson sagt – Alles verkaufen, was kein Mensch braucht. Danach geht im Bus durch den nördlichen Tunnel, den Sulphur Tunnel zurück zum Schiff.

Hier gelangen Sie zu Hong Kong Impressionen: Commons/Hongkong– Sammlung von Bildern 

Um 13.26 h legen wir ab, einige Gäste verlassen uns, unser Kurs Hundred Island – Entfernung 505 sm. Kurz danach Durchsage des Kapitäns: In 5 min nehmen wir den Lotsen aus Steuerbord auf, nehmen den gleichen Weg zurück vom Ocean Terminal, der im nächsten Jahr geschlossen werden soll. Im Golf von Lingayen ist in 500 sm ein Taifun im Anmarsch. Er wird 24 h Stunden vor uns auf die Küste treffen. Unser Kurs östlich auf die Südspitze von Taiwan, dann 90° Kursänderung und hinter dem Taifun ‘rein. Er wird die Südchinesische See aufwühlen, wenn wir auf gleicher Höhe sind wie er, nehmen wir Südkurs. Es wird erträglich sein, 4,5 – 5m See von der Seite. Wir müssen an die Ausschiffung denken, am 13.10. gegen Mittag werden wir Hundred Island erreichen. Der Name des Taifuns ist Nari, er ist der 25. in dieser Saison. Mit meinem Disaster Alarm App sehe ich alle aktuellen Stürme. 
Ab 18.30 h haben wir auf dem Pooldeck unseren Clubempfang, der Poolinhalt schwappt hin und her. Heute Abend ist Chefs Dinner, das Restaurant ist nicht ganz besetzt und während des Essens brist es wieder leicht auf. In der Explorer Lounge findet das Konzert „Kostbarkeiten der Musik“ mit Prof. Wienhardt am Flügel und der Sopranistin Yuan Yuan Lu statt. Die See wird immer unruhiger, die Band baut nicht mehr auf und sichert ihre Instrumente. Wetterdaten 6.00 h: 25°, 25°, 83%, 1014 hPa, windstill, SA 5:46 h, SU 17:40 h. 

Sa 12.10. Seetag – Kurs Philippinen
Die Philippinen (amtlich Republik der Philippinen, filipino Republika ng Pilipinas, englisch Republic of the Philippines) sind ein Staat und Archipel im westlichen Pazifischen Ozean und gehören zu Südostasien. Ihren Namen erhielten sie von dem Entdecker Ruy López de Villalobos, der die Inseln zu Ehren des spanischen Infanten Philipp Las Islas Filipinas nannte. Die Philippinen bestehen aus insgesamt 7107 Inseln, von denen 3144 mit einem Namen benannt und etwa 880 bewohnt sind.
Der Archipel, der sich von 5 bis 21 Grad nördlicher Breite und von 117 bis 125 Grad östlicher Länge erstreckt, bildet den fünftgrößten Inselstaat der Welt nach Indonesien, Madagaskar, Papua-Neuguinea und Japan. Das Südchinesische Meer trennt die Inselgruppe im Westen von Vietnam, die Sulusee im Südwesten von Malaysia, die Celebessee im Süden von Indonesien. Im Osten erstreckt sich die Philippinensee [Quelle Wikipedia].
 
Heute lese ich zum ersten Mal im Tagesprogramm: Laut Wettervorhersage ist der heutige Tag voraussichtlich von unruhiger See geprägt. Deshalb kann es jederzeit zu Änderungen im Tagesprogramm kommen. Um 9.25 h meldet sich der Kapitän: Unsere Position 21°57’N 119°54’O, der Taifun Nari ist jetzt auf der gleichen Länge wie wir und zieht nach Süden ab. Unser Schiff stampft ab und zu ein wenig, aber unser Ziel haben wir noch nicht aufgegeben. Hundred Island erreichen wir gegen Mittag, ist aber wetterabhängig, 15 Knoten Geschwindigkeit. Über Luzon waren in der letzten Nacht heftige Niederschläge, Nari hat Cat.2, er ist etwas langsamer geworden, wird aber wieder auftanken und Cat. 3 erreichen, über Indien wütet Phailin mit Cat. 5. Zum Wetter: Wolken und Sonne im Wechsel durch den Taifun, 26°, 26°, Pool leer wegen Seegang, 1010 hPa, NNO6-7, Seegang NO3-4 m. Im Laufe des Tages werden wir wieder 4,5 -5 m Seegang haben, auch der Wind wird mehr.

Um 11.00 h Dr. Osten mit „Die Philippinen oder die Geschichte der vereitelten Autonomie“. Um 16.25 h Kapitän: OSO Kurs 155°, mehr nach Süden, Wellenhöhe 5 m von der Seite, Wind 7-8, 12-14,5 Knoten. Wenn wir gegen 1.00 -2.00 h die nördliche Spitze Luzons passiert haben, wird es ruhiger und der Taifun entfernt sich weiter. Geschätzte Ankunft 13.00 h mit Sonne und aufgelockerter Bewölkung. Um 17.00 h Knut von Hofmann „Philippinen: Ein traumhaftes Inselarchipel“, danach gibt Ingrid Infos zu Hundred Island und Subic, wo sie für Hapag Lloyd gescoutet hat. Das Ethno Restaurant und die Obsi sind heute geschlossen, das heißt kein Service. Die Folklore Show wird abgesagt, aber die Festival Band und Alexander Gorlenko spielen im Wechsel. Wetterdaten 12.00h: 28°, 27°, 1011 hPa, ONO7, bewölkt, SA 5:51 h, SU 17:40 h. 

 Taifune von links: Phailin über Indien, Nari und rechts Wipha wie auf einer Perlenschnur

So 13.10. Philippinen / Hundred Islands 11.45 – 17.30 h 
Um 9.21 h meldet sich der Kapitän und weist auf die Zodiaceinweisung um 9.30 h hin. Position 16°43’N 120°09’O, Südkurs mit 15 Knoten, wir sind im Golf von Lingayen, 11 sm auf Backbord liegt das Festland von Luzon. Nari ist zwischen den Philippinen und Taiwan. Die Dünung kommt von Nari, das Schiff stampft ab und zu. Wir erreichen unsere Ankerposition zwischen 11.30 – 11.45 h. Seit erreichen der Nordwestseite der Insel ist es ruhiger geworden, beim Ausbooten später, da müssen wir noch einmal sehen. Das Wetter ist sonnig im Wechsel mit Bewölkung, 28°, 28°, 1009 hPa, NO – SO 2-3. Ab 10.30 h wird Schnorchel Equipment ausgegeben. Um 11.45 h erreichen wir dann unseren Ankerplatz vor Quezon Island. Nach dem frühen Mittagessen geht es per Zodiac an Land, wir werden nach Decks ausgebootet. Steffen und ich schauen uns an und sagen: „So wie die Wellen stehen, wird es bestimmt auf der Rücktour nass werden.“ Aber so lange müssen wir gar nicht warten, ein starker Regenschauer überrascht uns schon auf der Hintour -wenigstens ist es warmer Regen. Kaum an Land legen wir unsere Sachen ab und gehen in dem herrlich warmen Wasser schwimmen. Steffen fährt mit einem Outtriggerboot, einem Auslegerboot auf eine einstündige Rundfahrt, ich gehe mit Anika unserer Sängerin noch einmal schwimmen und erkunde die Insel ein wenig. 

Hundred Island Impressionen
Um 17.30 h heißt es schon wieder Anker hoch – Kurs auf Subic – Entfernung 171 sm. Heute ist Abschiedsabend, beim Cocktail sagt Ingrid: Sie sei so froh, daß sie hier die freudestrahlenden Gesichter sieht. Dabei hatte sie bei der Dünung heute vor dem ausbooten richtig Angst, daß es nicht klappen würde. Der Kapitän hätte sie immer beruhigt mit einem – Alles wird gut! Dann ruft sie den Kapitän auf die Bühne. Kapitän Behrend bedankt sich bei den Gästen, seinem Team, den Künstlern und den Lektoren. Wir sind 124 Gäste und 123 Crew, jetzt ist er nach 10 Jahren bei der Flotte hier der Neue. Er läßt die Reise von Kanazawa Revue passieren, die Änderung kam von oben, wir befinden uns auf einer Expeditionsfahrt. Sie machen das Wetter, wir machen den Rest hat diesmal nicht so geklappt. Das war Taifun Schach, so etwas hat er noch nie erlebt, 3 Taifune eigentlich fast 4-5. Shanghai erst nicht anlaufen wegen des Feiertags, dann Fitow und erst nur einen Ankerplatz. Xiamen gecancelt wegen Taifun, Hong Kong nach dem Regen, das war perfekt, der Taifun kam danach. Die Chancen für die Zodiacausfahrt heute lagen erst bei 15-20%. Taifun Phailin (Artikel bild.de) war der schwerste Taifun seit 10 Jahren. Dank für das Vertrauen, aber wir hatten keine andere Chance. Lesen Sie einen weiteren Bericht auf tagesschau.de.

Wir sitzen zum Abendessen mit Ingrid am Tisch. Während des Essens wird die See wieder unruhiger und einige Gäste verlassen den Speisesaal. Nach dem Essen singt der Crew Shantychor. Kapitän: Motto der Reise – wir lieben die Stürme. In Manila kommen 250 Gäste an Bord, Angehörige unserer philippinischen Crew. Der Kapitän singt Mary Ann. Früher waren die Männer aus Stahl und die Schiffe aus Holz, eine Redewendung aus dem Schiffalltag. Der Chor singt bei „Wir lagen bei Madagaskar“ den Refrain immer wieder: Der Durst war die größte Plage, der Durst, bis jemand vom Service eine Runde Schnaps nach vorne bringt. Dann wird die Seekarte präsentiert, die Emilio von der Maschine gestaltet hat. Ein wahres Kunstwerk mit einer Kompassrose – NESW – übersetzt der Kapitän wie folgt: Nach Europa süchtig werden.  Wetterdaten 6.00 h: 27°, 28°, 1008, 5 hPa, NO4, bewölkt, SA 5:50 h, SU 17:39 h. 

Begrüßung in Subic
Mo 14.10. Subic 8.00 – 18.00 h ) 
Gegen 8.00 h legen wir an der Pier von Subic an. An der Pier spielen zwei Bands gegeneinander, ein Blasorchester und eine Spielmannszug in rot-weißen Uniformen und werden von Trommlern mit Bambusrohren abgelöst und Tänzern in farbenfrohen Kostümen begleitet. Unser Ausflug um 8.30 h führt uns heute in den Zoobic Safari Park (Link zoobic.com). Wir sitzen im Bus bei 88% Luftfeuchtigkeit auf plastikbezogenen Sitzreihen. Schon seit 2 Tagen „bellen“ und schniefen Passagiere und Crew. Auch hier im Bus ist es nicht besser, die Klimaanlage läuft volle AK, nicht gerade gut für die bereits angeschlagenen. Vorbei geht unsere Fahrt an Militäranlagen der Amis und am Dschungel, die Vegetation ist einmalig. Knut von Hofmann übersetzt die Worte unseres Führers Jamson kurz Jams. Als wir am Park ankommen, fühle ich mich durch das Eingangsportal ein wenig an Jurassic Park erinnert. 

Raubtierfütterung
Im Park fahren wir mit einer Bimmelbahn zum Tigergehege. Mit den Käfigwagen fahren wir dann in ihr Freigehege. Dort füttert ein Parkguide den Tiger durch die Öffnung genau vor mir mit Hühnchen. Nach der kurzen Tour fahren wir weiter mit der anderen Bahn zur Vogelwelt und zu dem Serpentarium mit Schlangen und anderen Reptilien. Eines der Highlights ist das Croco Loco mit seinen Krokodilen. Dort kann man Krokodile „angeln“, Knut von Hofmann übergibt mir eine Angel, eines der Krokodile springt hoch und schnappt nach meinem Köder. Durch den Schwung als der Köder reißt, fliegt der Rest des Hühnchens einer Dame an die Bluse.
Krokoangeln
Um 12.15 h sind wir wieder an Bord, rechtzeitig zum Frühschoppen, der 1 x pro Reise stattfindet. Doris Adler, unsere Hotelmanagerin schaut mich an und sagt: Wo ist die Tracht? Also ziehe ich mir mein Trachtenoberteil an, so macht es auch mehr Spaß. Nach einer kurzen Mittagsruhe geht es ans Kofferpacken. Um 18.00 h verlassen wir Subic in Richtung Manila – Entfernung 68 sm. Um 18.15 h Gäste diskutieren mit den Experten. Beim Abendessen sitzt Anika bei uns, wir sind spät fertig und sie muß um 21.00 h in der Explorer singen. Ich packe weiter und bin später auch oben, dort verabschieden wir uns schon von einigen Gästen. Nach dem zwar etwas verregneten Tag auf Hundred Island und dem heutigen Tag könnte ich jetzt weiter fahren. Wenn ich bedenke, daß ich in Shanghai schon aussteigen wollte. Wetterdaten 12.00 h: 31°, 28°, 1012 hPa, SW3, wechselnde Bewölkung, SA 5:47 h, SU 17:39 h. 

Impressionen aus Manila
Die 15.10. Manila/ Philippinen Ankunft 06.00 h 
Manila (offiziell: City of Manila; Filipino Lungsod ng Maynila; traditionelles Baybayin, koloniales Baybayin) ist die Hauptstadt der Philippinen. Manila liegt auf der Hauptinsel Luzon in der Manilabucht. Sie ist eine von 16 weiteren Städten und Kommunen, die zusammen die 636 Quadratkilometer große Region Metro Manila bilden. In der Stadt Manila leben 1,7 Millionen Menschen, in der Agglomeration Metro Manila 11,9 Millionen (2010). Die jenigen Einwohner, die außerhalb der Metropolregion wohnen, bezeichnen häufig die gesamte Metropolregion als Manila. Die Hauptstadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes sowie Verkehrsknotenpunkt mit Universitäten, Hochschulen, Theater und Museen. Die Schutzpatronin der Stadt ist die La Naval de Manila. La Naval de Manila ist der gebräuchliche aber verkürzte Name für die Statuette der "Our Lady of the Most Holy Rosary of La Naval de Manila"(Spanisch: Nuestra Señora del Santíssimo Rosario de La Naval de Manila)[Quelle Wikipedia].

08.04 h Kapitän: Es ist trockener als gedacht. Um 6.00 h noch 60 sm Restdistanz, um 5.00 h Lotsen aufgenommen. Manila Pier Position: 14°34.390’N 120°58.150’O. Herzliche Verabschiedung mit dem Kapitän am Sidegate, ich zeige ihm den Crewkoffer, er fragt scherzend, wo mein nächster Einsatz wäre. Dann kommt ein: Ach, komm‘ her und er gibt mir einen herzhaften Schmatzer. Um 8.30 h nach der Verabschiedung geht es für uns auf die Stadtrundfahrt.
Wir fahren zum nördlichen Ende des Roxas Boulevard, dort befindet sich der 60 Hektar große Rizal-Park (auch Luneta). Er war während der spanischen Kolonialzeit als Bagumbayan bekannt. Hier entstand 1912 das Rizal Monument, das der Erinnerung an den philippinischen Patrioten José Rizal dient. 1917 erhielt der Park den Namen des philippinischen Nationalhelden. Im Park befinden sich zahlreiche Museen und Restaurants, ein Freilufttheater, ein Planetarium, die Nationalbibliothek und das Manila Hotel sowie einige chinesische und japanische Gärten. An einem künstlichen kleinen See sind Repliken der philippinischen Inseln zu sehen [Quelle Wikipedia].


Wir besichtigen im Zentrum Manilas den Stadtteil Intramuros, eine von den Spaniern errichtete Stadtfestung. Während der spanischen Kolonialzeit war der Bezirk Sitz der Kolonialverwaltung, wovon noch erhaltene Gebäude zeugen, darunter der „Palacio del Gobernador“ (Gouverneurspalast) oder die „Kathedrale von Manila“. Innerhalb von Intramuros befindet sich die Festung Fort Santiago, die 1570 von Martin de Goiti als Fuerza de Santiago gegründet wurde, um den spanischen Konquistadoren einen Zufluchtsort gegen Guerilla-Angriffe muslimischer Einheimischer zu bieten. Die Festung Santiago wurde auf den Trümmern des Palastes vom ehemaligen Häuptling Manilas Rajah Sulayman errichtet. Der Palast wurde von den Conquistadoren nach zahlreichen blutigen Schlachten zwischen den muslimischen Bewohnern von Manila und den Spaniern 1570 zerstört. Nach dem Sieg der Spanier wurde die Festung 1571 erbaut.
Ursprünglich bestand die Festung aus einem Erdwall. Das meiste wurde aber im Spanisch-Chinesischen Krieg (1574–1575) von den chinesischen Piraten unter Limahong zerstört und belagert. Die Spanier kämpften wieder einen blutigen Konflikt und besiegten die Chinesen. Die Festung wurde schließlich 1589 wieder aufgebaut, diesmal aber aus Stein. Die Bauarbeiten endeten im Jahre 1592. [Quelle Wikipedia]. 


Anschließend essen wir im Edsa Shangri La (Website des Hotels) mit einem grandiosen Brunch Buffet. Ich gehe ein paar Mal zum Sushi und Sashimi Stand, selten habe ich so gutes Sushi gegessen. Wir haben viel Zeit und werden von dort direkt zum Flughafen gefahren. Mehr über Manila unter: http://www.manila-philippinen.com/.
Mit Singapore Airline fliegen wir nach Singapore und von dort mit dem A380-800 nach Frankfurt. Ein super Service, der Flug vergeht wie im Fluge! Ein doofer Satz, aber es war wirklich so. Am nächsten Tag geht es von Frankfurt - Hamburg . Wir sind platt, das Gepäck ist da und wir können gleich um 8.00 h fliegen. 

Fazit der Reise:
Leider ging weiter es mit den Taifunen in dieser Saison, Haiyan wurde der stärkste Wirbelsturm überhaupt. Er verwüstete die Mitte der Philippinen
mit voller Wucht. Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 320 km/h wurde dieser Wirbelsturm einer der heftigsten der letzten Jahrzehnte und ist einer der fünf stärksten gemessenen Taifune überhaupt. Meterhohe Wellen waren die Folge, Bäume wurden entwurzelt und die Infrastruktur beschädigt. Genaue Schäden und Opferzahlen gibt es aber noch nicht. Lesen Sie unter den folgenden Links mehr.
 
http://www.stiftunglife.de/ 


Dank unseres Chief Pursers Henry der MS Hanseatic ist die Philippinenhilfe von Stiftunglife.de in vollem Gange. Wenn auch Sie spenden wollen, hier gelangen Sie zur Online Spenden Seite von Stiftung.de. Vielen Dank!



Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag
© Constanze Hoffmann

PS: Lieben Gruß an Bord der MS Hanseatic!

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