Dienstag, 26. Februar 2019

2018 Mit der LIBERTÉ von Paris - Rouen - Paris

oder la vie en rose




Reise 13/18 · 20.07. - 28.07.18 · 9 Tage · PARIS – ROUEN – PARIS 

  • AUF: Canal Saint-Martin (siehe 12/18) und Seine ÜBER: Bogival, Mantes-la-Jolie, Bonnières / Bennecourt, Vernon, Saint Aubin-lès-Elbeuf und Rouen

Tag 1 Freitag 20.07.2018 - es geht in die Unterwelt 

Paris-Port Arsenal nach Carrière-sur-Seine ist der Plan. Johann, der andere Captain der LIBERTÉ und Vater von Thomas Magner sowie der neue Koch sind in der Nacht gegen 1.00 h angekommen und mit Thomas nicht vor 3.00 h im Bett gewesen. Der Wagen wurde noch ausgeladen, die neue Kaffeemaschine, das neue Rad und vieles mehr haben sie mitgebracht. Es gibt Frühstück für uns 6 weiterfahrenden Gäste, wir machen uns danach mit Heidi auf den Weg zum Notre Dame. Wir schlendern über die Île Saint-Louis, auf der sich schöne kleine Lädchen befinden. Der Bereich heißt 4e Arrondissement - Saint Gervais - Les Îles - Delikatessen, Boutiquen, Souvenirs etc. Es steht fest, wir müssen hier wieder her. Der Platz vor dem Notre Dame ist schwarz vor Menschen, wir machen ein Foto und gehen wieder auf ‚unsere‘ kleine Insel.  


Heute verlassen wir unseren schönen Liegeplatz im Port de l’ArsenalEinschiffung ist heute bis 11.30 h, die letzten Gäste sind schon an Bord, als wir von unserem Trip zum Notre Dame zurückkehren. Wir machen uns alle bekannt, es gibt Begrüßungssekt und danach Mittagessen wie die letzten Male in der Schleuse, nicht beabsichtigt aber so gekommen. 

Wir sind froh, leichtes delikates Essen. Vorweg Pastete, leider Schwein, also nichts für mich, Steffen Gluten-free Variante, lieb angerichtet. Dann gibt Hähnchenspiess, dazu Paprikagemüse und junge Kartoffeln, als Dessert für uns Obstsalat und die anderen Rum-Eis, sehr schön angerichtet. 

Wir fahren heute auf dem Canal Saint-Martin mit 4,5 km Länge und mit 9 Schleusen, davon einige Doppelschleusen. Aber als erstes geht es in die Unterwelt, unter dem Place de la Bastille hindurch fahren wir durch einen Tunnel mit 2069 m Länge. Auf den Hinweisschildern steht in Englisch, Deutsch und Französisch, dass man nur 18 Minuten für die Durchfahrt hat. 




Der Präfekt von Paris Georges-Eugène Haussmann ließ den Kanal zwischen dem Place de la Bastille und der Avenue de la République auf einer Länge von anderthalb Kilometern unterirdisch legen (voûte souterraine), was durch Dekret vom 30. April 1859 geregelt wurde. 



Der Verkehr wird über Lichtsignale geregelt. Dieser Wasserweg wurde bereits 1825 in Dienst gestellt und diente lange nur der Wasserversorgung der Stadt und für den Transport von Waren. Beide Uferseiten sind dicht belagert von den Besuchern aus aller Welt. Da wir ein wenig spät dran sind, nehmen wir einen 
Liegeplatz um 18.00 h am Quai de L‘Oise hinter der Brücke Rue de L‘Ourcq und Brücke Rue de Crimée (Square de la Place de Bitche). Es fängt an zu nieseln. 
Wir gehen in ein Bistro, dass sehr gut besucht ist, aber deswegen auch sehr laut und der Grund, warum wir wieder an Bord verholen. Es wird kühler durch den Regen, wir gehen heute zeitig zu Bett und können gut schlafen. 





Tag 2 Samstag 21.07.2018

Die heutige geplante Route wäre von Carrière-sur-Seine nach Vernon gewesen, aber wir starten erst etwas später. Einige Gäste stehen schon mit einem Kaffee an Oberdeck und genießen die ersten Kilometer. Wir fahren noch die letzten Kilometer auf dem Canal Saint-Denis in Richtung Seine. Hier verkehren schon größere Schiffe bis 60 m Länge. Links und rechts sind wie schon nach dem Liegeplatz schöne bunte coole Graffitis, die letzten Schleusen werden passiert. 




Um 10.10 h liegt auf Backbord das Stadion St. Denis, um 10.55 h der Bahnhof des Ortes. Steffen spielt Bootsmann und baut die Reling mit Koch Fritz unter Anweisung von Stewardess Sabrina auf. Um 11.23 h dann erreichen wir die Seine, Backbord achtern liegt die Abzweigung für die Rücktour ungefähr bei Seine km 29. Wir fahren wieder ein Stück, das wir auf der letzten Reise schon gefahren sind. So liegen Steuerbord wieder die schönen Villen und Häuser der Vororte Paris. Wir passieren kurz vor dem Mittagessen den Liegeplatz der letzten Reise am Parc de la Marie. Heute gibt es Salat mit Ziegenkäse, Huhn bzw. Schwein, Erbsen-, Spinatpüree und Kartoffel provencale, als Nachtisch Bananencreme. 

Um 15.40 h erreichen wir Conflans-Saint-Honorine, wo die Oise mündet. Ab hier haben wir auch keine Wiederholungen mehr zur letzten Reise, habe Fotos von der Mündung gemacht. 



Captain berichtet von dem nächsten geplanten Ablauf, wir fahren bis Poissy. Und morgen früh bis Vernon so gegen 14.00 h, Mittag vorziehen, dann Ausflug zum Haus und Garten von Claude Monet ca. 2 Stunden, Kaffee später, so sind wir wieder im Plan. 

Wir fahren durch die Schleuse D‘Andresy, ein anderes Schiff namens Martinique liegt mit uns darin. Langsam gewinnt die Sonne wieder an Kraft, es wird wieder warm. Am Nachmittag erreichen wir Poissy, Reste einer Brücke ragen in der Nähe des Anlegers aus dem Wasser, zerstört durch die Alliierten 1944. Die gemauerte Brücke überquerte die Seine einst mit einer Länge von 400 m, die sechs Pfeiler dienen jetzt den Möwen als Landeplatz. 



Wir gehen an Land, gleich hinter dem kleinen Park ist ein französisches Restaurant, das aber erst um 19.30 h öffnet. Ich sehe das „Himalaya“, ein indisches Restaurant, schlendern aber noch durch die Stadt, um nach anderen Restaurants zu schauen, entschließen uns dann doch für indische Küche. Indisch geht immer, egal wo auf der Welt und die erste Entscheidung ist meistens die Richtige. Es war richtig lecker, wir konnten uns die Gerichte teilen, so waren wir nicht übersättigt. Es wird an Bord wieder später....

Tag 3 Sonntag 22.07.2018

Von Poissy fahren wir erstmal nach Giverny, hier befinden sich das Haus und der Garten von Claude Monet. Das Aufstehen fällt etwas schwer, aber nach einem Kaffee, Apfel und einem Jogurt geht es wieder. Wir passieren die Collégiale Notre Dame in Mantes-la-Jolie, ein Château versteckt hinter großen Bäumen mit einem großen Bootsanlegerhaus. Häuschen wäre untertrieben, es hat die Größe eines Einfamilienhauses. Danach passieren wir die nächste Schleuse, die écluse de Méricourt, sie hat zwei Kammern. 

Auf Steuerbord davor liegen Frachter voll geflaggt, ich finde nichts im Internet unter France 22.07. Da steht nur Beginn der dritten Etappe, der Bergetappe, der Tour de France, es kann natürlich auch noch vom Sieg der Fußball WM sein. 

Ich freue mich schon auf den Garten des Claude Monet, aber erstmal gibt es das frühe Mittagessen. Heute Melonenschiffe mit Serrano-Schinken, Semmelknödel, Blumenkohl, Brokkoli, Kaninchenkeule mit Sauce aus Möhren, Pastinaken, Kenobi und Zwiebeln, anschließend Palatschinken. Wir gehen längsseits an drei größeren Fluss-Schiffen und steigen über sie an Land. Jürgen und ein Pärchen bleiben an Bord, wir nehmen ein Taxi für Heidi und uns, der Rest geht in ein Großraumtaxi. 




Eine ellenlange Schlange steht an der Kasse, eine junge Dame sagt, dass es einen Gruppeneingang gibt. Die anderen bleiben stehen und ich checke die Lage. Dann schicke ich Steffen die andern zu holen, wir sind ja eine Gruppe, ich zahle mit Karte. Ich rufe: „Gruppe Bateau, kommen sie nach vorne, Gruppe Bateau zu mir!“ Weil eine ganze Gruppe davorsteht. Dann geht es los, wir gehen zuerst in das Monet Haus, bevor wir den Garten sowie Wassergarten mit den Seerosen anschauen. Aus dem Souvenir müssen ein paar Postkarten, ein Buch über den Garten und Monet, sowie Duftsäckchen und ein Lavendel-Spray mit. Das Bild mit der obligatorischen Brücke am Seerosenteich konnte ich wegen der vielen Touristen nicht machen. Aber so ganz ohne Menschen und ohne Brücke ist es doch auch ganz hübsch. 




Von Vernon fahren wir flussabwärts, eine Schleuse passierend, weiter nach Les Andelys. Das Chateau Gaillardia von Heinrich, dem V. erbaut, sieht man schon von weitem, es prangt ein übergroßes gelbes Shirt der Tour de France daran. Nouvelle Normandie - Vernon • Giverny • Les Andelys steht darauf. Um 19.15 machen wir fest. Wir gehen in ein Lokal auf der linken Seite namens la Chaîne d‘Or

Es gibt nur Menüs, aber die Portionen sind angepasst und sehr delikat. Krebs-Tatare, Foie Gras, Boeuf, Ravioli mit Hummer, Languste und Krebssauce, eine gute Käseauswahl, Obsttartare, guten Rotwein und Calvados, ich habe einen Chocolate Blend und erhalte dunkle Schokolade dazu, quasi mein Dessert. 

Tag 4 Montag 23.07.2018

Les Andelys nach Rouen, wir sind wieder im Plan, wir fahren 69 km auf der Seine und haben nur eine Schleuse. Wir passieren viele Nebenarme und Seen. Ab der Schleuse Amfreville bei km 202 merkt man die Gezeiten von See, obwohl es noch über 100 km bis Le Havre sind. Einige Reiher und Kormorane fliegen durch das Schiff aufgeschreckt herum. 

Ich nehme eine Auszeit, höre Musik und meditiere an Oberdeck, morgen fahren wir die Strecke ja wieder zurück. Nach dem Mittag gehe ich auf Kabine und schlafe, als hätte ich geahnt, daß ich in der Nacht kaum schlafen konnte. Das Menü, ich lasse mir eine Misosuppe aufrühren, Steffen bekommt Knobisuppe. Normal gibt es Hühnercremesuppe, als Hauptgang Filet Veau, falsches zähes Rinderfilet und als Dessert Käse. 




Ich stehe auf und wir gehen in die Stadt, dort bummeln wir umher auf Suche nach einem Restaurant. Direkt an der Kathedrale Notre Dame de Rouen liegt die Brasserie Paul. Die homemade Foie Gras ist ein Genuss, aber die Portionen selbst der Vorspeisen sind der Hammer. Camembert mit Apfel gebacken in Blätterteig, ich probiere es, schmeckt sehr gut. Dann kommen die Hauptgerichte Riesenportionen Steaks und Lachs-Tartar mit Backkartoffel. Wir gehen an Oberdeck, weil es schön kühl und ruhig ist, Heidi gesellt sich dazu. Captain gibt einen Digestif aus, auf die Hälfte der Reise. Um 23.00 h ziehen wir uns zurück, die anderen sind fast alle noch dem Zwischendeck. Gegen 4.00 h morgens sind junge Leute vor unserem Schiff und feiern und singen. 

Tag 5 Dienstag 24.07.2018 - Der Captain wird entführt!

Geplant war heute die Strecke von Rouen nach Les Andelys, 69 km mit einer Schleuse. Gerädert stehe ich auf, etwas Grüntee und Müsli bauen mich auf. Wir starten später als geplant, da noch Wasser gebunkert wird. Ein Polizeiboot fährt vorbei, leider kommen die beiden Beamten an Bord und verhören ihn. Im Nachhinein ist alles ein Missverständnis und die Beamten stellen sich an, weil Captain kein französisch spricht. Manchmal ist es einfach wie ein Griff ins Klo....

Den Captain nehmen sie mit, um ein Formular mit Hilfe eines Dolmetschers zu unterschreiben. Sabrina gibt Sekt aus und bedient die Leinen. Wir warten auf Captains Rückkehr und das Mittagessen. Schinken mit Meerrettich, Hühnchenbrust mit Sauce, Pilzen und Bohnen, dann Beeren mit Eis. Captain kommt wieder an Bord und um 15.20 h legen wir endlich ab. 

Wir landen nach der Schleuse in Le Mesnil de Poses, wir fahren in den Seitenarm und Ankern hinter der Île de la Motelle. Am Liegeplatz sind wundervolle Häuser, ein kleiner weißer Hund kläfft uns an. Wohl wegen der Wohlgerüche von unserem Grill. Leckerer Kartoffelsalat, grüner Salat und gegrillte Auberginen und Zucchini gibt es als Beilage. Die Sonne geht rot glühend unter. Später am Abend sitzen wir fast alle an Oberdeck. Sabrina hat uns zu einem Chateau Finet aus dem Bordeaux eingeladen. So endet der Tag doch noch sehr schön. Captain verkündet, daß er um 7.30 h starten möchte.

Tag 6 Mittwoch 25.07.2018

Von Poses km 200 aus wollen wir heute nach Mantes-la-Jolie km 109 starten, von Les Andelys zu dem eigentlichen Tagesziel waren es 64 km mit 2 Schleusen, jetzt 91 km. Wir hören die Maschine starten, wir legen ab. Steffen hat in der Dusche auf einmal Hochwasser, er macht sich schnell fertig, um Johann darauf aufmerksam zu machen. 

Johann nimmt einem kleinen Seitenarm hinter der Île de la Lormais, Île de la Cage, die im weiteren Verlauf Île des Grands Bacs heißt bis km 184. Hinter der Île du Port ist leider für Motorboote verboten, perfekt wäre der kleine Ort Muides zum Anlegen gewesen. Die Pumpen kurz abgestellt, schon kommt in der Dusche wieder Wasser hoch. 
In Les Andelys liegen einige Kreuzfahrtschiffe, so entschließt Captain durchzufahren, rechnet mit ca. 19.00 h Ankunft in Mantes-la-Jolie. Dort wird Captain während unseres Landganges dann reparieren. 

In Captains Auftrag frage ich die Gäste der Kabinen 5 und 6, ob die anderen Kabinen deren Toiletten benutzen dürfen. Kein Problem, den Pool machen wir auf als Bad. Steffen geht als erster auf das öffentliche Klo, wie er grinsend verkündet. Wir einigen uns alle prima. An der ersten Schleuse müssen wir warten. Heute gibt es Sauerkrautsuppe, Zander mit Koriander mit Kartoffelpüree mit Erbsen, dann etwas mit Blätterteig. Ich gehe in den Whirlpool, es ist einfach herrlich. Doch lange halte ich es nicht aus, ich gehe auf Kabine, es ist einfach zu heiß. 

Danach passieren wir die 2. Schleuse, kommen auch gleich dran. Wir verbringen den Nachmittag mit Tripple Domino spielen, das ist kniffelig und macht Spaß. 
Gegen 19.00 h machen wir die Leinen fest und ich mache mich gleich fertig. Wir liegen unterhalb der Collégiale Notre Dame aus dem 12. - 13. Jh., unter der Brücke hindurch gehen wir in die Stadt. Wir kommen an einer Bronzestatue eines Hundes vorbei, es ist der Hund von Mantes. 
Der Name "Mantes" stammt aus dem Gallischen: medunta - die Eiche. Der Zusatz "La Jolie" ("die Schöne") stammt aus einem Brief, den König Heinrich IV. an seine in Mantes residierende Geliebte Gabrielle d'Estrées schrieb. Der König schreib an sie: " Ich komme nach Mantes, meine Schöne!" (Quelle Wikipedia).






Richtig nette Brasserien gibt es kaum, eine Angestellte fragte gleich nach der Reservierung. Einen Einheimischen fragen wir in einer Bar nach einem Restaurant, er gleich nach dem Budget. Er weist uns den Weg zu einem sehr guten Lokal in einer kleinen Seitenstraße - das Carte sur Table. Ein Glücksgriff, das war das beste Essen bisher. Liebevoll angerichtet und die 2 Vorspeisen waren durchaus ausreichend. Captain repariert die Abwasseranlage, alles ist wieder gut. Nach Mitternacht gehen wir ins Bett. 

Tag 7 Donnerstag 26.07.2018

Fast pünktlich verlassen wir Mantes-la-Jolie, wir ändern das heutige Endziel in Carrieres-sur-Seine mit einem Zwischenstopp in Conflans-Sainte-Honorine, um dort zu Bunkern. Das Interesse an Versailles bei der Hitze war nicht so groß. Wir passieren wieder einige schöne Villen und um 11.45 h wieder die Schleuse D‘Andresy, es sind einige Meter und wir schaukeln uns hoch. Die letzten Tage ohne viel Bewegung und die Hitze stecken uns allen in den Knochen. 

Um 12.10 h biegen wir in die Oise ein, das Bunkerschiff geht längsseits. Captain verholt auf die andere Seite und wir liegen dort bis 16.00 h, damit die Gäste sich die Beine vertreten können, es gehen kaum welche an Land. Jetzt nehmen wir Kurs auf Carriére-Sur-Seine, wo wir letzte Reise am Place de Fête lagen und die jungen Leute uns in Trab gehalten haben. 

Das erzähle ich, während Captain seine Route für heute erläutert, in dem Routenplan steht nur schöner Liegeplatz. Auf Steuerbord liegen die Schleusen Bogival. Wir fahren in die letzte Schleuse für heute, von dort sind es noch ca. 30 min bis zum Liegeplatz. Herr Pauli mit seinem perfekten Französisch reserviert uns einen Tisch, wir gehen wieder ins Ristorante Il Vaporetto. Zwei Vorspeisen des Tages Avocado Tiramisu mit Krebsfleisch und Carpaccio d‘Espadon (Schwertfisch), als Nachtisch 2 Scheibchen Gorgonzola. Wir gehen wieder an die Dalben vor der Schleuse, weil jetzt schon reichlich Jugendliche am Anleger sitzen. So ist die Nacht ruhig aber 26,8 Grad heiß bei ‚stehender‘ Luft. 

Tag 8 Freitag 27.07.2018

Captain verholt zurück zum Anleger, Frühstück gibt es etwas später, weil Captains Suche nach Baguette etwas dauert. Um 9.45 h legen wir wieder ab Kurs Paris. Wir sind schon im Nebenarm, da sehen wir die Crew von dem Bagger Kobelco wie verrückt winken, schließlich fahren sie hinter uns her und sagen, dass der Nebenarm in 3 km gesperrt ist. Wir befinden uns auf Höhe Épinay-sur-Seine, da wir aber kurz genug sind, um uns hier zu drehen, verlieren wir nicht so viel Zeit. 
Leider müssen wir nun denselben Weg zurück nach Paris nehmen. Es war kein Sperrschild zu sehen. Allerdings steht auf der Elektronischen Karte Verbot für Talfahrt, sind aber Bergfahrt, wir vermuten, dass dort eine Baustelle ist. 




Wir passieren wieder das "Ei" und die Neustadt, dann folgen zur Mittagszeit die schönen Hausboote vor Paris. Das Menü des heutigen Tages besteht aus Brokkoli-Suppe, Spagetti mit Krabben und Knoblauchtomatensauce, als Dessert gibt es selbst gemachtes Limonen-Zitronensorbet. Um 11.00 auf Steuerbord gibt es den ersten Blick auf den Eiffelturm. Nach dem Essen sind alle so schnell in Position, um natürlich die Sehenswürdigkeiten zu fotografieren. 
Gemütlich fahren wir zu unserem Liegeplatz Port de l’Arsenal zurück, so dass wir entspannt schon einigen Sachen einpacken können und noch einmal auf Dosenjagd gehen können. Da hat mich die Heidi angesteckt. Diese Französischen Fischdosen sind aber auch lecker, die beste Sauce ist die pikante Sauce á l’escabèche, die es in Deutschland nicht gibt. 




Wir verabreden uns mit den Männern am Chez Papa (Website), da müssen wir zum Abschied noch einmal hin. Wir Frauen werden auch gleich wieder an ‚unserem‘ Tisch platziert. Es wird immer dunkler, unsere Männer bekommen die ersten Tropfen ab. Dann bricht die Hölle los mit Starkregen, Gewitter und großen Hagelkörnern. Das Essen war wieder prima und wir genießen die Zeit. Eine Regenpause nutzen wir um Pfützen herum hüpfend, um zurück zum Schiff zu kommen. Wir sitzen noch im Salon und lassen den letzten Abend ausklingen.



Tag 9 Samstag 28.07.2018

Heute ist unsere Reise wieder zu Ende. Wir warten auf unser Großraum Taxi, das uns zum Bahnhof fahren soll. Mit dem TGV fahren wir nach Karlsruhe, steigen dort in den ICE und starten gerade gen Mannheim, da gibt es einen Stoß und eine Vollbremsung. Erster Gedanke, oops, da ist wohl jemand davor gesprungen. 

Wir sitzen in einem 5er Abteil, die Dame, die mit uns darinsaß, war gerade in den Restaurantwagen gegangen. Glück für Heidi, weil sie sich in ihren Sitz gesetzt hat und ein Kaffee, der auf dem Tisch stand sich in ihren Platz ergossen hat. Unsere Bahnbegleiterin kam vorbei und bestätigte diesen Verdacht und hat uns Getränke vorbeigebracht. Uns war klar, dass das nun dauern wird. Nach zwei Stunden wurde über eine schmale Planke mit 700 Personen und Urlaubsgepäck umgestiegen auf einen IC nach Mannheim. Dumm für die, die nur eben von Karlsruhe nach Mannheim fahren wollten, das dauert nämlich nur so 20 Minuten. 

In Mannheim angekommen hatte, wie soll es auch sein, der Fahrkartenschalter gerade geschlossen. Es wurden Notschalter aufgemacht, wir bekommen eine Übernachtung und sollen am nächsten Morgen wegen einer Verbindung fragen. An dem Schalter spielen sich Dramen ab, Kinder weinen und die Menschen sind mehr als genervt. Wir nehmen es gelassen und gehen zu dem Pakistanischen Bustan Restaurant - sehr lecker!

Am nächsten Morgen hat Steffen schon die Verbindungen gecheckt und sieht, dass einer der Züge ausfällt, das wussten die am Schalter noch nicht einmal. Wir werden getrennt und fahren mit einer Stunde unterschied, kommen aber fast zur gleichen Zeit zuhause erschöpft an. 

Ende gut, alles gut!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

©️Constanze Hoffmann

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