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Donnerstag, 6. Januar 2011

Antarktis - Expeditionsreise Tierparadies 18.01. - 29.01.2005


.. oder LUST AUF EINE GROSSE PORTION EIS?

Stand 07/26 

Tafeleisberge Arctic Sound 24.01.2005

Jeder, der einmal in der Antarktis war, ist ihr rettungslos verfallen. Nirgends wo sonst vereinigen sich Majestät, Schönheit, Weite, Einsamkeit und schroffe Ablehnung zu solcher Pracht.

Das klingt sehr romantisch, beschreibt aber genau die Gefühle, die die Antarktis im Menschen hervorruft. Wo sonst auf der Welt steigert sich die Natur zu solcher Herrlichkeit?

Captain T.L.M. Sunter

Die Antarktis („der Arktis gegenüber“), nicht zu verwechseln mit dem Südlichen Ozean Antarktik, umfasst die um den Südpol gelegenen Land- und Meeresgebiete. Als geographisch-astronomische Zone wird sie durch den südlichen Polarkreis begrenzt und reicht somit bis 66° 33′ südlicher Breite. Als geografische Grenze gilt die antarktische Konvergenz bei etwa 50° südlicher Breite, wo das kalte antarktische unter das wärmere subtropische Oberflächenwasser absinkt. Die Zone zwischen 50° Süd und dem Polarkreis wird auch als subantarktisch bezeichnet.
Im Zentrum der Region liegt der Kontinent Antarktika, auch Südkontinent genannt, für den meist selbst die Bezeichnung Antarktis verwendet wird.
Die Antarktis wurde ab 1820 von verschiedenen Forschern und Seefahrern erschlossen. 1959 wurde im Antarktisvertrag der politische Status der Antarktis geregelt. Lesen Sie hier mehr über die Antarktis

🧭 Die Route 
Buenos Aires, Ushuaia, Falklands Port Stanley, Drake Passage, Point Wild - Elephant Island, Paulet Island, Petermann Island, Almirante Brown Paradise Bay, Neumeyer Kanal, Deception Island, Greenwich Island, King George Island, Ushuaia, Buenos Aires 
      Wir machten eine Rundreise auf der MS Hanseatic von Ushuaia in die Antarktis und wieder zurück. 2 x geht es durch die sagenumwobene und gefürchtete Drake Passage, die sich, was die Crew noch nie erlebt hat, als "Ententeich" entpuppt hat. 



      Tag 1 - 17.01.2005 Buenos Aires: 
      Nach unserem langen Flug kommen wir in Buenos Aires an, schönes warmes Wetter, Zeit für einen Bummel durch die pulsierende Stadt. Wir übernachten im Hotel Four Seasons in der Posadas 1086/88 und beschließen mit unserer 10- köpfigen Gruppe, daß wir am Abend Steak essen gehen. Ganz in der Nähe finden wir das geeignete Lokal das “El Mirasol de La Recova”.
      Eine sehr gute Wahl, ein Tisch wird sofort für uns zusammengestellt und Kühler für das Bier herangeschleppt, nachdem wir um kälteres Bier baten.



      Tag 2 - 18.01.2005 Ushuaia: 
      Endlich ist es soweit. Wir erreichen Ushuaia, die südlichste Stadt der Erde. Per Bus geht durch den Nationalpark "Tierra del Fuego", die Natur Feuerlands. Zum Mittagessen bekommen wir das landestypische am offenen Feuer gegrillte Lamm mit einer Tangodarbietung. 

      Danach können wir auf eigene Faust die Stadt erkunden. Endlich geht es auf die MS Hanseatic, die dann für die nächsten Tage unser zuhause sein wird. Wir lernen am Abend die Kreuzfahrtleitung und die Lektoren kennen, dann heißt es Leinen los - Kurs Falkland Inseln - Entfernung 376 Seemeilen.





      Tag 3 - 19.01.2005 Seetag Kurs Falkland Inseln: Am heutigen Tag gibt diverse Vorträge über die Falkland Inseln. Es gibt eine Zodiaceinweisung, sowie die Gummistiefel und roten Parkas für diese Reise. Nachmittags können wir unsere ersten Seevögel beobachten, es ist relativ ruhige See. Am Abend gibt es den Welcome Cocktail und das Kapitänsdinner, Kapitän Natke stellt uns die wichtigsten Personen der Crew vor. 


      Tag 4 - 20.01.2005 New Islands/ Carcass Islands: 
      Am Morgen landen wir auf New Island an, wir sehen etliche gefiederte Bewohner dieser Insel unter anderem Kelpgänse und Magellangänse

      Inmitten der Kolonie der Felsenpinguine brüten einige Schwarzbrauenalbatrosse. Am Rande der Kolonie lauern Skuas, um kranke Tiere oder Küken zu erbeuten. Dann geht es wieder an Bord zum nächsten Ziel - Carcass Island. Trotz des starken Windes navigiert uns der Kapitän sicher durch die Westpoint Passage. 
      Wir landen am Strand von Leopard Beach, von dort geht es auf eine Wanderung zum Anwesen von Rob McGill. Nach unserem Marsch freuen wir uns auf den Tee und die große Auswahl selbstgebackener Kekse



      Tag 5 - 21.01.2005 Volunteer Beach - Port Stanley: 
      Die Wetterbedingungen haben sich verschlechtert, es ist keine Anlandung auf Volunteer Beach möglich. Selbst für die Einfahrt nach Stanley ist der Wind zu stark, wir müssen bis zum Nachmittag warten. So bleiben uns ca. 3 Stunden, um Stanley zu erkunden. Kein Vergnügen bei der steifen Brise, wie wir Norddeutschen sagen. So landen wir schließlich alle in der gemütlichen Kneipe des Ortes.
      Wir nehmen jetzt Kurs auf die Antarktis, bis Elephant Island sind es 578 Seemeilen. 

      Tag 6 - 22.01.2005 - Auf See - Drake Passage: Ruhige Überfahrt, angenehm nach dem gestrigen Tag. Wir werden in die Verhaltensregeln für den Landgang in der Antarktis eingewiesen und mit Vorträgen der Lektoren eingestimmt. Wir bewegen uns auf den Spuren des legendären Sir Ernest Shackleton



      Tag 7 - 23.01.2005 - Point Wild - Elephant Island: 
      Am Morgen präsentiert Sylvia Stevens einen Lichtbildvortrag über Pinguine. Zum Mittag erreichen wir dann den berühmten Point Wild, wo 22 Mann der Shackleton Expedition 4 Monate verbringen mussten, bevor Hilfe kam. Die Büste dort ist von Kapitän Luis Pardo von der Yelcho, Yelcho ist der Name des Wachbootes der Chilenischen Marine, der der Expedition 1916 zur Hilfe kam. Heute wird dieser Ort von Zügelpinguinen bewohnt. Wir nehmen Kurs auf die Bransfield Strasse, den "Antarctic Sound" und Paulet Island


       
      Tag 8 - 24.01.2005 - Paulet Island:  
      Am frühen Morgen liegen wir vor Paulet Island, dort merken wir schon die eisige Kälte des Weddell Meeres. Per Zodiac geht es zu einer Kolonie Adeliepinguine, meine absoluten Favoriten neben den Rock Hoppern,  die auch Macaronipinguin genannt werden. Larsens, der hier nach dem Untergang der Antarctic 1903 überwintern musste, gab ihnen den Namen Macaroni. An Bord gibt es erst einmal Frühstück, weiter geht es in den Antarctic Sound - Entfernung 296 Seemeilen, wo der Kapitän bis auf 70 m an einen Tafeleisberg heranfährt. Wir stehen in der Nock und der Wind bläst uns um die Ohren. Es ist bitterkalt. Am Nachmittag setzen wir einen deutschen Wissenschaftler an der Deutsch - Chilenischen Station O'Higgins ab. Als wir ins Restaurant gehen wollen, sitzt der "leibhaftige" Shackleton vor der Tür! Es ist natürlich David Fletcher, der abenteuerlich zurchtgemacht ist. Der Abend ist ganz im Zeichen Shackletons, uns wird das Shackleton Dinner serviert! 

      Tag 9 - 25.01.2005 Petermann Island - Almirante Brown / Paradise Bay

      Während des Frühstücks liegt die Hanseatic vor dem Eingang des Lemaire Kanals. Der enge Kanal ist voll mit kleinen Eisbergen und Meereis, nur langsam kann sich das Schiff vorantasten. 

      Krabbenfresserrobben (Robbenarten) und Seeleoparden liegen vereinzelt auf den Eisschollen und lassen sich selbst dann kaum stören, wenn wir die Schollen mit dem Schiff entzweien. Das Eis wird immer dichter und wir müssen umkehren. Petermann Island erreichen wir heute nicht, Kurs Neumeyer - Kanal - Paradies Bay zur Station Almirante Brown. Dort ist eine Kolonie von Eselspinguinen, wir können den Hausberg herunterrutschen. Bei einer Zodiactour durch die Bucht sehen wir Blauaugenkormorane, Seeschwalben und Kapsturmvögel. Ein Seeleopard liegt relaxed auf einer Eisscholle, obwohl wir nah an ihm vorbeifahren, läßt er sich nicht stören. Wir können auch einige Wale beobachten. Am Abend sehen wir zwei Buckelwale, die uns ihre großen Fluken zeigen. Kurs auf die Gerlachsterasse und Deception Island - 143 Seemeilen.




























      Tag 10 - 26.01.2005 - Deception Island - Greenwich Island - King George Island:


      Heute sind wir in der Caldera des Vulkans Deception Island. Einfahrt ist die enge Einfahrt durch Neptuns Blasebalg, wir ankern vor der Whalers Bay, vor den Ruinen der alten Walfängerstation. Der letzte Vulkanausbruch war dort 1968 -  70. Wir haben die Möglichkeit in einen ausgehobenen Pool mit 40 Grad zu baden und den Gipfel zu besteigen. Nach dem Mittag geht es weiter nach Yankee Harbour zu einer Eselspinguinkolonie. Die Küken dort sind schon älter, es gibt dort wieder die Skuas und einige antarktische Seebären. Zur Kaffeezeit sind wir wieder an Bord, da wir noch eine 3. Anlandung auf King George Island planen. Das Highlight der russischen Station Bellinghausen ist die orthodoxe Kirche aus sibirischen Hölzern, stolz führt uns der Pope herum. Wir werden überall freundlich empfangen und dürfen auch den Chilenischen Teil der Station besuchen, der durch einen Grenzfluss getrennt ist. Dort gibt es eine Bank, einen Souvenirshop, eine Kirche und ein Postamt, wir können Postkarten aufgeben. Sehr spät geht es wieder an Bord. Was für ein toller Tag! Die Hanseatic nimmt wieder Kurs auf die Drake Passage.




























      Tag 11 - 27.0.2005 - Auf See - Drake Passage - Kurs Ushuaia: 
      Die Drake Passage ist weiterhin ruhig, es gibt einige interessante Vorträge über Vulkane und die Antarktis. Heute ist ein rustikales Buffet angesagt mit Freibier. Am Abend Abschiedscocktail und das Abschiedsdinner, danach singt der Hanseatic Shanty Chor und die Versteigerung der Seekarte dieser Reise beginnt.




























      Tag 12 - 28.01.2005 - Auf See - Drake Passage - Kurs Ushuaia: 
      Immer noch auf See, alles ruhig. Weiter geht es mit Vorträgen über Wale, Stationen in der Antarktis und einer lustigen Vorlesung "Am Südpol denkt man ist es heiß", sowie Vogelbeobachtungen mit Sylvia Stevens. Wir packen, da es am morgen von Bord geht. Wir geniessen den letzten Abend an Bord.

      Tag 13 - 29.01.2005 - Ushuaia - Buenos Aires:
      Wir übernachten wieder in dem gleichen Hotel und gehen in unser Steakhaus El Mirasol. Ich komme als erste am Lokal an und sehe, der 10 - er Tisch steht bereits oder noch immer so aufgestellt. Die Kellner erkennen uns sofort wieder und holen sofort die Eiskühler an den Tisch. Was gibt es wohl? Siehe Tag 1!

      Das war meine erste Tour dieser Art und es hat mich gepackt. Schon keimte der Wunsch nach dem nächsten Trip, aber das ist eine andere Geschichte. 

      Ich wünsche euch einen schönen Tag!
      © Constanze 'Paula' Hoffmann


      Dienstag, 4. Januar 2011

      Warum Expeditionskreuzfahrten?

      oder wie ich dazu kam .... 



      Es fing eigentlich damit an, daß wir bei einem Golftrip in Südafrika 2003 für Freude eingesprungen sind, die kurzfristig diese Reise absagen mußten. 

      Dazu kommt, daß ich alte Seefahrergeschichten liebe. Ein Traum ward geboren, einmal zum Kap der Guten Hoffnung oder vielleicht auch zum Kap Hoorn? Im Jahre 2003 stand ich dann endlich am Kap der Guten Hoffnung und dachte bei mir:

      "Jetzt mußt Du nur noch zum Kap Hoorn!" 

      Das ist die Kurzversion der Geschichte. Meine damalige Aussage - Kreuzfahrten mache ich frühstens ab 50 - galt auch nicht mehr. Manchmal kommt es anders, als man denkt.

      Bei einem rustikalen Essen mit Freuden planten wir für Januar 2005 eine Reise in die Antarktis von Ushuaia nach Ushuaia. Auf dieser Antarktistour hat es mich dann endgültig gepackt. Es begann meine Leidenschaft für die See und Expeditionskreuzfahrten, aber das ist eine andere Geschichte! 

      Ich wünsche euch einen schönen Tag!
      © Constanze Hoffmann


      Montag, 27. Dezember 2010

      **Happy New Year**



      Wieder neigt sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende zu. Ich wünsche Ihnen/ Euch allen einen guten Rutsch in ein erfolgreiches und schönes neues Jahr.

      **

      Once again, an eventful year is coming to a close. I wish you all a successful and wonderful New Year.

      Donnerstag, 23. Dezember 2010

      Ecuador und Galapagos 2010 (Teil 2 Galapagos Islands)

      ..oder was ist eine Schröte?

      Wie ist dieses Wort entstanden? Dieser Ausdruck wurde von meinem Bruder kreiert, der in einer Patchworkfamilie mit seiner Frau und einer Wasserschildkröte namens Urmel lebt.


      Die Galapagos-Inseln sind eine Inselgruppe von 14 großen (San Salvador –Santiago oder auch James, Santa Cruz, Floreana - Santa Maria, San Cristobal, Española, Genovesa, Santa Fe, Isabela, Fernandina, Darwin, Marchena, Pinta- Pinzon, Rabida und Baltra) und  über 100 kleineren Inseln. Sie liegen im Pazifischen Ozean und gehören zu Ecuador, von dessen Küste sie etwa 1000km entfernt liegen. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs, noch heute gibt es vulkanische Aktivitäten.

      Die in der Nähe des Äquators liegenden Inseln werden von aufsteigendem Tiefenwasser umspült, das sehr nährstoffreich und mit 20° C relativ kühl ist, dadurch entstand die einzigartige Artenvielfalt.
      Aufgrund der hohen Entfernung von der Küste Ecuadors zeichnet sich Galapagos durch eine Vielzahl endemischer Tier- und Pflanzenarten aus. Leider hat die Einführung fremder Arten sowie die Jagd  im 19. Jahrhundert viele einzigartige Tierarten fast zum Aussterben gebracht. Die Galapagos wurden insbesondere durch Charles Darwin bekannt, der dort eine Reihe von Anstößen für seine Evolutionstheorie fand. Er besuchte auf seiner Weltreise vier Inseln im Jahre 1835 (15. September – 20. Oktober).


      Bildquelle - galapagosisland.net
        

      03.11.2010 – 8. Tag:  Nach dem Frühstück geht es endlich in Richtung Galapagos Inseln, wir landen auf Baltra, dort sind die ansässigen Kreuzfahrtschiffe stationiert. Unser Park Guide heißt auch Silvia Panchana. Mit einem Panga geht an es Bord der S/S Sagitta, die als alles verstaut ist, Kurs auf North Seymour Island nimmt. Wir können uns mit dem Schiff vertraut machen und bekommen ein Mittagessen an Deck. Nach einer genauen Einweisung für das Verhalten an Land, machen wir einen 2- stündigen Ausflug und sehen unsere ersten Seelöwen, Blaufußtölpel und Fregattvögel.

      Es gibt strenge Regeln zum Betreten der Inseln, die Größe der Gruppe ist auf maximal 16 Personen beschränkt und ein lokaler Guide muss immer dabei sein. Wichtig ist, einen Mindestabstand von 2 Metern zu den Tieren einzuhalten und auf den markierten Wegen zu bleiben, um die Gelege der Tiere nicht zu beschädigen sowie die Vegetation zu erhalten.

      04.11.2010 – 9. Tag: Heute geht es zur Insel Santa Cruz, wir besuchen die Charles Darwin Forschungsstation in Puerto Ayora. Hier erfahren wir alles über das Aufzuchtsprogramm der Galapagos-Riesenschildkröten und Galapagos-Landleguanen auch Drusenköpfe genannt. Dort lebt auch Lonesome George mit seinen 2 Gefährtinnen. 

      In einem Freigehege sind wir mit 2 etwas kleineren Exemplaren das erste Mal mit einer Riesenschildkröte von Angesicht zu Angesicht begegnet. Ein tolles Gefühl! Eine der beiden verspeiste eine Opuntienfeige und wurde davon ganz gelb im Gesicht. Wir haben noch Zeit zur freien Verfügung und gehen in die Town zum Shoppen, wir treffen uns am Anleger und fahren hinüber zum Angermeyer Point Restaurant. Unser Schiffskoch zaubert dort ein Barbecue. Das Restaurant liegt fabelhaft mit Blick über den Hafen, direkt an der Terrasse sind die Klippen voll mit Roten Klippenkrabben und Meerechsen. In den Bäumen sitzen Pelikane, und Fregattvögel, ausserdem sehen wir einen jungen Reiher und Tölpel. Nach dem netten Aufenthalt geht es per Bus weiter ins Hochland von Santa Cruz zur Farm mit dem Namen Rancho Mariposa. Dort sehen wir dann viele von den ganz grossen "Schröten". Einfach toll!!!

      Sesuvien
      Tag 10 - 05.11.2010: Heute gibt es eine nasse Anlandung in der Gardner Bay aus Espanola Island. Wir spazieren barfuss zwischen den Seelöwen umher. Leider beobachten wir andere Touristen, die sich nicht an den Mindestabstand halten. Vor dem Mittagessen haben wir die Möglichkeit vom Panga aus zu schnorcheln. Unter anderem sehen wir einen Galapagos Kaiserfisch. Das Wasser ist sehr trübe, aber voll mit kleinen Fischen und anderem Minigetier. Am Nachmittag geht es auf eine Wanderung in Punta Suarez mit grossen Kolonien von Blaufuss - und Maskentölpeln, Meerechsen, Albatrossen und Albatrossen und Gabelschwanz - Möwen. Mich fasziniert das Blasloch in den Klippen und die wundervolle Färbung der Sesuvien. Wir sehen ausserdem unsere erste Galapagostaube mit ihrem blauen Augenring, Lavaeidechsen, Goldwaldsänger und andere Finkenarten. Am diesem Tag sind wir einfach nur müde. 

      Tag 11 - 06.11.2010: Wieder eine nasse Anlandung mit unserem Panga heute auf Floreana Island, wir nehmen Sandalen mit, da der Weg steiniger und der Mineralstrand sehr heiss sein wird. Dort ist eine schöne Lagune, die sonst von Flamingos und anderen Watvögeln bewohnt ist. Am Ende der Wanderung kommen wir an einen schönen weissen Sandstrand, an dem die Meeresschildkröten nisten. Deswegen ist es wichtig, immer auf die Markierungen bei den Begehungen zu achten! An dem Strand herrscht reges Treiben: Seelöwen, jede Menge der Roten Krabben sowie kleine schwarze Artgenossen, ein hektischer Sanderling sowie einen Pelikan und nervige Touristen, die sich einmal wieder nicht an den Mindestabstand halten. Unverantwortlich!!! Wir schnorcheln wieder und treffen eine Meeresschildkröte :) einen Seelöwen, verschiedene bunte Fische und einen Blaufusstölpel, der gerade vor uns taucht. Leider ist er auch schnell wieder weg gewesen, nicht mit der Kamera erwischt! Am Nachmittag die 2. nasse Anlandung in der Post Office Bay, hier kann man seine Post ohne Marke deponieren und nimmt selber welche mit, um sie bei dem Adressaten aus der Heimat abzugeben. Ein netter Brauch aus der Walfängerzeit.

      Tag 12 - 07.11.2010: Nach der trockenen Anlandung spazieren wir über die Lavafelder in Punto Morena (Floreana Island). Es gibt dort schöne Lagunen und kleine Oasen inmitten dieser kargen Landschaft. Sie ist  eingerahmt von zwei Vulkanen, dem Sierra Negra und dem Cerro Azul. Heute haben wir das Glück Flamingos zu sehen sowie ein paar Bahama Enten. Die Lavaechsen sind auf dieser Insel fast schwarz. Auf dem Rückweg sehen wir Wasserschildkröten, Kormorane und einen Galapagos Pinguin. Nach dem typischen ecuadorianischen Sonntags-Mittagessen geht es per Panga zu einer schönen ruhig gelegenen Mangrovenlagune. Wir können dort mehrere Wasserschildkröten, Seelöwen in Bäumen liegend und viele Goldwaldsänger beobachten. Highlight sind natürlich die Galapagos Pinguine und 3 Adlerrochen, die in Formation vor uns schwammen. 


      Tag 13 - 08.11.2010 Der Montagvormittag in der Urbina Bay (Isabela Island) beginnt mit einer 2- stündigen Wanderung über Lavafelder, Oasen-ähnliche Lagunen und eine vielfältige Flora und Fauna. Hier gibt es große Landleguane und eine große Vielzahl nur hier vorkommender Pflanzen. Wir werden auf den giftigen Apfelbaum hingewiesen, diese Art Baum ist leider der einzige größere Baum, der uns ein wenig Schatten spenden kann in der Hitze. Mitten auf dem Weg treffen wir eine kleine Landschildkröte. Da sie mitten auf dem Weg liegt, können wir unseren Abstand nicht einhalten, beleidigt zieht sie Kopf und Beine ein. Wir können wieder schnorcheln, das Wasser ist klarer aber kälter und unruhiger, so dass ich jede Menge Wasser schlucke. Entschädigt werde ich durch Kontakt mit einigen Wasserschildkröten. Am Nachmittag geht es nach Punta Espinosa (Fernandina Island).


      Tag 14 - 08.11.2010 Der Morgen startet mit einer nassen Anlandung in Puerto Egas (Santiago Island), um dort bei einem Küstenspaziergang die große Vielfalt des gezeitenabhängigen Meereslebens zu erforschen. Es gibt wieder ein Nadelöhr ganz nah an Seelöwen vorbei, die nicht sehr erfreut sind. An den Blättern der Crotons sieht man, wie sich die Pflanzen den Wetterbedingungen dort anpassen. Auf 
      dieser Insel gibt es wieder den giftigen Apfel, Opuntien, Baccaries (rote Äste), Akazien, Cordien mit schönen gelben Blüten, Strandwinden und den Dornbusch. An einem anderen Strand sehen wir dann Seebären, auch sie gehören wie die Seelöwen zu den Ohrenrobben. Auch sind zahlreiche Meerechsen, Austernfischer, Krabben, Krabbenreiher, Steinwälzer und Wasserläufer zu sehen. 

      Die Steinformationen und Farben dieser Landschaften haben mich zu meinem Fotoalbum inspiriert 👉 Die Natur als Künstler. Dann geht es an Bord zurück, wir wollen weiter nach Bartolome im Westen der Insel. Auf der Überfahrt sehen wir einige Mantarochen springen und dann sehen wir zwei Orcas, ich habe mir die ganze Zeit gewünscht, welche zu sehen. 

      In Bartolome steigen die anderen auf den Gipfel, um den Panoramablick über Bartolome und den berühmten "Pinnacle Rock" zu sehen. Am Abend haben wir unser Abschiedsessen an Bord, der Kapitän gibt einen Cocktail aus. Die Koffer müssen schon gepackt werden. 





      Tag 15 - 09.11.2010:  Unser letzter Tag auf den Galapagos Inseln :(
      Um 6.oo h (vor dem Frühstück!) geht es auf eine Pangatour in Black Turtle Cove (Santa Cruz Islands). Zwischen den Mangrovenwälder suchen wir nach Tieren, wir sehen Adlerrochen, einige Schröten, Weißspitzenriffhaie und lauschen dem Gesang der Goldwaldsänger. Wir können in dem flachen, trüben Wasser auch einige andere Fische unter anderem einen Kugelfisch sehen. Auf einem Stein sitzt unser letzter Blaufußtölpel, um uns zu verabschieden. Nach einer Stunde geht es zurück an Bord zum Frühstück, der Rest wird verstaut, wir verabschieden uns von unserer Crew (EINFACH TOP) und ab geht es zum Anleger. Am Flughafen werden noch ein paar Souvenirs erstanden,  wir verabschieden uns von Silvia 2. Dann die letzten, wehmütigen Blicke vom Flieger auf diese einmalige Gegend.

      "Auf Wiedersehen Galapagos!"

      Wir treten unsere Rückreise an, zuerst aber noch einmal zurück nach Quito, dort heißt uns Richard Hoffmann willkommen. Bei unserem gemeinsamen Abendessen lassen wir diese Reise Revue passieren. 


      Tag 16 - 11.11.2010: Unser Flug geht heute erst am frühen Abend. Ich nutze die Zeit, mein Logbuch auf Vordermann zu bringen. Wir relaxen, bummeln durch Quito, dann heißt es auch: " Auf Wiedersehen Ecuador!"

      Fazit dieser Reise: Einmalig, ich bin sicher, daß ich auf jeden Fall wieder hierher kommen werde. 
      Aber das ist eine andere Geschichte :)


      Vielen Dank Richard, Sylvia und Silvia 2 und der Crew der Sagitta für die nette Betreuung.  

      Stand 07/26 

      Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!
      © Constanze 'Paula' Hoffmann

      Dienstag, 21. Dezember 2010

      Ecuador und Galapagos 2010 (Teil 1 Ecuador)

      Ecuador und Galapagos 2010 (Teil 1 Ecuador)
      Stand 07/26










      News über den Ausbruch lesen Sie unter dem folgenden Link:

      http://latina-press.com/news/60059-ecuador-vulkan-tungurahua-erzeugt-starke-explosionen/





      Unsere Reise ging über 17 Tage, wobei An - und Abreise über Madrid mitgezählt werden. Reisebestimmungen sowie Warnungen gibt es vorab, spannend, da kurz vor der Reise eine Meuterei Ecuador in eine Staatskrise stürzt. 

      Artikel Welt.de 

      Schon im Sommer dieses Jahres ist eine Unruhe in unserer Reisegruppe zu vernehmen, der Vulkan Tungurahua bricht aus. Der Tungurahua ist ein 5.016 m hoher aktiver Schichtvulkan, der südöstlich von Ambato am Ostabhang der Anden Ecuadors liegt und das Amazonasgebiet überragt. Er ist rund 135 Kilometer von der  Hauptstadt Quito entfernt. Der Name des Vulkans kommt wahrscheinlich aus dem Quechua und bedeutet übersetzt “Feuerspeiender Schlund”. Im Juli 1999 und August 2006 wurden bei Ausbrüchen mindestens sechs Menschen getötet.


      27.10.2010 - 1.Tag: Endlich geht es los, nach 2 Jahren Wartezeit. Ein Flug von Hamburg nach Madrid, dort eine Stadtrundfahrt und eine Übernachtung. 

      28.10.2010 - 2. Tag: Nach einem 13- stündigen Flug erreichen wir Quito, die Hauptstadt Ecuadors. Unsere Reiseleiter Sylvia Stevens und Richard Hoffmann empfangen uns am Flughafen. Auf dem Weg zum Hotel erzählt uns Richard alles Wissenswertes über die Stadt Quito. Sie liegt 20 Kilometer südlich des Äquators in einem 2.850 m hohen Becken der Anden und ist damit die am höchsten gelegene Hauptstadt der Welt. Ouito erstreckt sich eingezwängt in ein schmales Hochtal vom südlichen kolonialen Stadtkern über 30 km nach Norden in die Wohngebiete der Neustadt. Westlich und östlich wird sie von den Ausläufern des Vulkans Pichincha (4749 m) bzw. von kleinen Hügeln umgeben, die die Stadt eingrenzen. San Francisco de Quito, wie die Stadt auch genannt wird, ist mit rund 1,4 Millionen Einwohnern nach Guayaquil die zweitgrößte Stadt des Landes. Außerdem ist sie die Hauptstadt der Provinz Pichincha und des Kantons Quito. Ihre Altstadt gehört zum Weltkulturerbe. 

      Interessantes über Land und Leute, sowie die Geschichte des Landes hat unser Reiseleiter Richard Hoffmann auf seiner Seite zusammen getragen. Danke lieber Richard, daß ich auf Deine Seite zugreifen darf. 

      29.10.2010 – 3.Tag: Nach dem Frühstück geht es in die Region von Otavalo. Dieser Ort liegt in der Provinz Imbabura, auch bekannt als die Seenprovinz, sie wird oft mit der Schweiz verglichen. Unterwegs  besichtigen wir eine Salzteigfabrik und eine Rosenplantage. Die wundervollen Rosen sind uns schon im Swissotel in Quito aufgefallen. Wir fahren weiter durch den Guayllabamba Canyon, der zum Andreasgraben gehört. Dann haben wir einen sagenhaften Blick auf den schneebedeckten Cayambe. Weiter geht es zum Condorpark, wo ich das erste Mal eine Harpyie gesehen habe. Wir genießen den einstündigen Spaziergang durch diese schön angelegte Anlage. Anschließend fahren wir zur Hacienda Cusin, die im 17. Jahrhundert errichtet wurde, ein altes Kloster grenzt an die Anlage. Dort bekommen wir ein typisches Mittagessen mit Kartoffelsuppe, einem Hauptgang sowie einen Pudding. Nach dem Essen geht es weiter nach Cotacachi zur Hosteria La Mirage. Wir haben Freizeit bis zum Abendessen. Ich nutze die Gelegenheit zu einer Wellness Behandlung.

      30.10.2010 – 4. Tag: Nach dem Frühstück geht es weiter zu einem Viehmarkt und zum berühmten Handwerkermarkt nach Otavalo. Wir sind von der Farbenpracht beeindruckt. Dort gibt es alles, was das Herz begehrt. Unsere Mittagspause verbringen wir auf der Hacienda Pinsaqui aus dem 18. Jahrhundert  mit einem schönen Innenhof und einer bezaubernden Kapelle.  Dann geht es zurück nach Quito über die Panamerica Straße. Unterwegs besuchen wir einen Laden, in dem uns eine Mitarbeiterin zeigt wie Wolle gefärbt, gesponnen und gewebt wird. Dann kommen wir zu einem Panflötenerbauer,  wir sehen dort eine Tanzdarbietung und hören einheimische Klänge. Es gibt alle möglichen Musikinstrumente zu kaufen. Für uns baut ein Mitarbeiter innerhalb von 5 Minuten eine Panflöte, sie klingt wider Erwarten gut.  Zum Abschluss besuchen wir eine ältere Dame und dürfen sehen, wie einfach sie lebt. Eine weitere Dame hat eine ganze Herde Meerschweinchen mit in ihrem Haus, die nicht nur zum Streicheln gehalten werden. 

      31.10.2010 – 5.Tag:  Am Morgen geht es zum Äquatordenkmal "Mitad del Mundo" – Die Mitte der Welt. Wir besuchen das Museum, in dem alle verschiedenen Völker sowie die unterschiedlichen Landschaften Ecuadors dargestellt sind. Uns werden die unterschiedlichsten Experimente vorgeführt.
      Dann geht es weiter zum Puluahua Krater zum Restaurant El Crater, von dem man in den beeindruckenden Krater schauen kann. Dann fahren wir weiter zum Panecillo Hügel, um den atemberaubenden Blick über die Stadt zu genießen. Die 45 m hohe Maria von Quito mit einer Schlange zu ihren Füßen bewacht uns. Sie ist sowohl Schutzheilige wie auch Wahrzeichen der Stadt.  Weiter geht es zur Altstadt Quitos mit  prachtvollen kolonialen Kirchen wie die Kathedrale El Sagrario und Residenzen reicher Herrschaften aus dem 19. Jahrhundert umsäumen die Straßen, wir besuchen außerdem den Präsidentenpalast. Wir gehen auch durch eine der ältesten und berüchtigtsten Straße "La Ronda", eine Anekdote darüber erzählt, man habe dort früher den Passanten die Socken geklaut ohne die Schuhe auszuziehen.  Mit einem Blick bei Nacht vom Panecillo Hügel über die Stadt geht ein weiterer Tag zu Ende.

      01.11.2010  – 6.Tag:  Am Vormittag geht es diesmal  über die schöne Vulkanstraße entlang zum Cotopaxi National ParkWir fahren etwas höher als zuerst geplant, um zu Fuß aus 4090 m ein Teil bergab zu gehen. Der Cotopaxi hat eine Höhe von 5,897 m. Der Trip schlaucht ganz schön, man merkt diese Höhe. Nach der Wanderung geht es weiter zur Hacienda San Augustin de Callo, die auf den Mauern eines Inkapalastes gebaut ist. Eine wunderschöne Anlage, auf der es Sitte ist von einer Herde Lamas begrüßt zu werden.  Jedes Zimmer hat eine andere Einrichtung und Wandmalerei, die Räume werden mit Kaminen beheizt, was für ein besonderes Flair sorgt. Am Abend gibt es wieder ein typisches ecuadorianisches Gericht.


      02.11.2010 – 7.Tag: In der Küche wird am morgen gefrühstückt. Von unserer Inkaburg geht es nun zum Latacunga Markt  –  ein farbenfroher Obst – und Gemüsemarkt, auf dem auch Haushaltsgeräte angeboten werden.  Wir können mehrere Obstsorten probieren, diese Vielfalt wird uns fehlen. Ich „versuche“ mich an einem Alfalfasaft, er  schmeckt sehr nach Gras. Nach dem Marktbesuch fahren wir zur Hosteria La Cienega zum Mittagessen. Als Nachtisch gibt es das traditionelle Colada Morada und Guaguas de pan (Glühweinähnliches Getränk und Brot in Kindergestalt.) 

      03.11.2010 – 8. Tag:  Nach dem Frühstück verlassen wir Quito in Richtung Galapagos Inseln, aber das ist eine andere Geschichte.
      Ach übrigens, 2 Wochen nach unserer Reise brach der Vulkan Tungurahua wieder aus. Laut unseres Reiseleiters Richard Hoffmann war der Ausbruch nicht so stark, er hat mir ein Foto des Ausbruchs geschickt, das ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.



       
      Ich wünsche euch einen schönen Tag
      © Constanze 'Paula' Hoffmann